# Changelog ## 0.4.0 – 2026-10-09 Bessere Normalform: Lesarten, die sich nur in der Schreibweise unterscheiden, gelten als gleich. Göllmann (400 Formeln mit bekannter Lösung, gleiche Lesarten): **+17 automatisch, weiterhin 0 falsch**. - **Mehrzeilige Formeln:** gleich bei gleichen Zeilen mit gleichen Zeichen, egal in welchem Rahmen (`aligned`/`gathered`/`split` mit `&` oder nur `\\`; `cases` = `\left\{array\right.` = `\left\{aligned\right.`); eine leere letzte Zeile zählt nicht. In Matrizen trennt `&` weiter Spalten. - **Argumente nach Argumentzahl:** Eine Gruppe ist nur Argument, wenn der Befehl noch eines erwartet (`t^{2}\,{\sqrt{2}}` = `t^2\sqrt{2}`, `\Delta{x_{n}}` = `\Delta x_n`). - **Weitere Gleichsetzungen:** `\cdot\cdot\cdot` und `...` = `\dots`, `\root3\of{x}` = `\sqrt[3]{x}`, `\left.`/`\right.` entfallen. - **Messung genauer:** Der Wahrheitsvergleich nutzt dieselbe Normalform; richtige mehrzeilige Lesarten zählten bisher als falsch (pix2text allein richtig: Band 2 jetzt 45/50 und 47/50). - **Ergebnis:** Band 1 89 % / 88 % automatisch (bisher 86 % / 85 %), Band 2 44 und 45 von 50 (bisher 39 und 43), 0 falsch. - **Strukturvergleich mit sympy** (`structure.py`, neu, optional, aus): gleicher unausgewerteter Ausdrucksbaum, nichts umgerechnet; Relationen nie an sympy, Zeichen durch Platzhalter geschützt. Brachte vor der neuen Normalform +1 Formel, danach nichts – `structural` = 1 bzw. `FORMULA_STRUCTURAL=1` schaltet ihn ein (`pip install sympy lark`). - **Bild-Schiedsrichter** (`verify.image_arbiter`, gemessen, aus): bei „Qwen = Gemma gegen pix2text“ entscheidet der Bildbeleg. +11 Formeln ab Schwelle 8, aber der gemeinsame Fehler `\mathcal{E}_r` bekam Beleg 7,2 – zu knapp. Einstellungen `arbiter`, `arbiter_margin`. - **Prompt-Stilvorgabe** getestet und verworfen (Band 2: 44/44 statt 44/45; die Modelle schrieben nach `\\` ein wörtliches `\n`). Prompt-Version bleibt 2, gespeicherte Lesarten bleiben gültig. - **Werkzeuge:** `tools/vergleich_bericht.py` (Vorher/Nachher-Seite zweier Läufe), `regeltest.py --refresh` (Engines trotz `--reuse` neu fragen) und `--arbiter`; `calibrate` misst den Schiedsrichter (Werte je Fall, Schwellen) und listet nur strukturell gefundene Übereinstimmungen; `tools/buch_bericht.py` (Ergebnisseite eines ganzen Buchs: jede Formel mit Original, gesetztem LaTeX, Status, Begründung und allen Lesarten, filterbar). - **Erstes ganzes PDF-Buch** (Corral, *Elementary Calculus*, 346 Seiten, pdf2md): 1150 Ausschnitte, **429 automatisch ersetzt (37 %)**, 633 Review, 61 keine Formel. Gefundene und behobene Probleme: - pix2text schreibt hier Brüche als `\cfrac`: in der Normalform = `\frac`, beim Bereinigen zu `\dfrac` (Pandoc kennt `\cfrac` nicht und ließ die Formel als TeX-Text stehen). - Qwen und Gemma schreiben Zeilenumbrüche als wörtliches `\n` (`\begin{aligned}\n…`): wird zu Leerraum (`tex.fix_literal_newlines`), echte Befehle wie `\nu`, `\neq` bleiben. - 600-dpi-Ausschnitte bis 3800 × 2700 Pixel: Qwen lehnte sie ab („400 Bad Request“, Kontext voll), eine ganzseitige Abbildung (33 MP) brachte den Bildvergleich zum Absturz. Jetzt: Bilder für die Modelle höchstens 1600 Pixel lang, Bildvergleich nur bis 4 MP (größte übernommene Formel: 1,7 MP). - Fehlgeschlagene Modellanfragen werden beim nächsten Lauf wiederholt (zählten als „schon gefragt“). - Göllmann danach unverändert: 0 falsch. - Grenze: pdf2md schneidet in diesem Buch auch Merkkästen mit Text, Tabellen und ganze Herleitungsblöcke als „Formel“ aus; sie bilden den Großteil des Reviews. ## 0.3.0 – 2026-10-09 Neue Standardregel `p2t`: **pix2text liest zuerst, Qwen bestätigt, Gemma nur bei Uneinigkeit**; GLM (Cloud) wird nicht mehr benutzt. - **pix2text** (Formel-OCR MFR 1.5, ONNX) als Engine `p2t`, im Prozess, auf der GPU mit `onnxruntime-gpu` (`FORMULA_P2T_DEVICE`: `auto`, `cpu`, `cuda:N`). Allein am häufigsten richtig (Göllmann Band 1: 90 % / 85 %) und am schnellsten (0,1 s/Formel auf der GPU, Qwen 0,7 s, Gemma 1,8 s). - **Regel:** übernommen wird immer pix2texts Lesart (trifft den Fettdruck am besten), wenn Qwen sie bestätigt oder – nur bei Uneinigkeit gefragt – Gemma. Qwen und Gemma gemeinsam gegen pix2text gehen an einen Menschen (so kamen an Band 1 die gemeinsamen Fehler der beiden Bildmodelle durch). Der Schlusspunkt muss bestätigt sein. Bild-Veto und Pandoc wie bisher, geprüft auf pix2texts Lesart. Die alte Regel bleibt als `"consensus_rule": "vlm3"` in `workspace.json` wählbar. - **pix2text-Ausgabe bereinigt:** Leerzeichen mit `post_process` aus pix2tex (installiert mit `--no-deps`), Fettschreibweisen `\mathrm{\boldmath~ x ~}` / `\mathrm{\bf~ r o t}` → `\boldsymbol{x}` / `\mathbf{rot}`. An 400 Lesarten geprüft: gleiches gesetztes Bild. - **Normalform:** `\operatorname{l i m}` = `\lim`, `\ddot{u}` in Text = ü, `^{\prime}` = `'`, abschließendes `\\` vor `\end`, `\begin{array}[t]`, `\mathop{…}`. - **calibrate:** beliebig viele Engines (`--engines`), Regel-Tabelle, `--reuse` rechnet aus einem früheren Bericht ohne Modellabfragen; wahre Formeln aus dem alt-Text werden bereinigt (einzeiliges `aligned`, `\mathop{}\!\mathrm{d}`, upgreek). - **Werkzeuge:** `tools/zeittest.py` (Zeit und Trefferquote je Tool), `tools/regeltest.py` (Standardregel an Formeln mit bekanntem TeX, Seite zum Mitbeurteilen; `--reuse`, `--exclude`). - **Messung:** Göllmann Band 1 (2 × 150) 86 % / 85 % automatisch, 0 falsch (bisher 78 % / 70 %); Band 2, zwei frische Stichproben zu 50: 78 % und 86 % automatisch, 0 falsch. ## 0.2.0 – 2026-10-07 Entscheider ist jetzt der **Konsens dreier Bildmodelle** statt eines Pixelvergleichs. - **Annahmeregel:** jedes Zeichen richtig und an der richtigen Stelle; Abstände, Längen, Schriftgröße, kursiv/aufrecht und Fettdruck egal. - **Konsens:** Qwen3-VL-30B-A3B (lokal) = Gemma-4-26B-A4B (lokal) = GLM-4.6V (OpenRouter, andere Modellfamilie); Pandoc muss die Formel umsetzen; grobes Bild-Veto (elastischer Vergleich, Ähnlichkeit ≥ 0,65). Bei 2:1 entscheidet ein Mensch. - **`consensus.py`:** Normalform auf Baumbasis (Abstände, `\left`/`\right`, freistehende Klammern, `\vec`/`\overrightarrow`, `\frac`/`\dfrac`, `\iff`/`\Leftrightarrow`, Matrix-Umgebungen, TeX-Umlaute, `\atop`/`\substack`, kursiv/aufrecht, fett/normal) und Render-Gleichheit als Rückfallebene. - **Engines:** zweite lokale Engine `local2`; Token-Wahrscheinlichkeiten aus Logprobs; Nachdenken abgeschaltet (Gemma ~10× schneller, GLM besser und ~25× billiger); Antworten auf 800 Tokens begrenzt; Prompt fragt ausdrücklich nach Fettdruck; Prompt-Version und Nachdenk-Einstellung im Cache-Schlüssel. - **`run`:** in Paketen zu 50 mit Statuszeile; beide lokalen Modelle parallel; GLM nur für Einige; geprüft wird nur die übernommene Lesart; Prüfergebnisse mit Verfahrensversion. - **Bildvergleich:** elastische Ausrichtung (DTW über Spalten und Zeilen, Dehnen kostet proportional zur Tinte); layouttreue Prüfvarianten und rauschnormierter Kontrast im Pixel-Modus (`decide=pixel`). - **apply:** deutsches Dezimalkomma `3{,}6`. - **Behoben:** Gleichungsnummern wurden aus alten, verworfenen Lesarten übernommen (erfundene „(3.7)“); sie kommen jetzt nur aus der übernommenen Lesart. Gleichzeitige Speicherungen zweier Engines sind abgesichert. Verify stürzte bei Formeln ohne aktuelle Lesart ab. - **Werkzeuge:** `calibrate --consensus`, `tools/vergleich.py` (50er-Stichprobe mit Bildern), `tools/konsens_bericht.py`; Ausgaben in `vergleich/` (nicht versioniert). - **Messung** (2 × 150 Formeln mit bekanntem TeX): 63–68 % automatisch, 0 falsch. Gehrke-Brückenkurs: 942 von 1505 automatisch (63 %), 62 von 62 geprüften korrekt. ## 0.1.0 – 2026-10-07 Erste Fassung: scan, recognize (ein Vision-Modell), verify mit Pixelvergleich und Kontrasttest gegen Verwechslungsvarianten, Review-Galerie, apply/revert, calibrate. Sicher (0 Falsch-Annahmen), aber an echten Büchern nur 1–2 % automatisch.