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Schreibe eine Erzählung von etwa 900 Wörtern in der Ich-Perspektive.
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Erzähler: Robert Vanhoff, 61, Notar. Vor neunzehn Jahren hat er die Unterschrift seiner demenzkranken Schwiegermutter auf einer Vollmacht gefälscht und ihr Haus verkauft. Das Geld ging in seine Kanzlei. Er erzählt es heute, in einem Brief an seine Tochter, die ihn danach gefragt hat.
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Ton: sachlich, geordnet, kultiviert. Vanhoff hält sich für einen anständigen Menschen und erklärt umständlich, warum die Sache eigentlich in Ordnung war.
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Harte Vorgaben:
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- Der Erzähler ist unzuverlässig. Er darf sich an keiner Stelle schuldig bekennen, sich nicht widerrufen, keine Einsicht zeigen.
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- Der Leser muss dennoch sehen, was Vanhoff nicht sieht. Das gelingt über Details, die er beiläufig erwähnt und falsch deutet — nicht über Winke des Autors.
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- Kein moralischer Kommentar, keine Erzählinstanz über dem Erzähler, keine Vor- oder Nachbemerkung, keine Einordnung.
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- Kein Geständnis am Schluss, keine späte Reue, keine Bestrafung. Setze ein konkretes Schlussbild.
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Die Fallhöhe entsteht aus der Differenz zwischen dem, was er sagt, und dem, was dabei sichtbar wird.
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