KI_TOOLS_PROFILES.md records what each local GGUF is actually for, based on the model cards: ornith is a purpose-built agentic coding model, Carnice targets agent runtimes, Qwopus is reasoning plus vision, and the two HauhauCS models are abliterated — an axis about refusals, not literary quality. It also maps which models the local mmproj.gguf fits (the Qwen3.6-35B-A3B based ones, not ornith). Capability and benchmark claims are attributed to their authors, not asserted. EVAL_RUBRIC.md separates what a script can measure from what needs reading, and warns that a passing test suite only proves the code satisfies its own tests. CHANGELOG covers the mmproj feature, the --print-effective-config fix, and the new tooling. Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 <noreply@anthropic.com>
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Modellprofile — Eignung der lokalen GGUF-Modelle
Dieses Dokument beschreibt, wofür sich die Modelle unter
$HF_HOME/models/qwen3/ jeweils eignen, unabhängig von den Beispiel-Prompts in
example_system_prompts/. Grundlage sind die Modellkarten auf Hugging Face
(Stand Juli 2026) sowie die eigenen Testläufe unter ~/llamacppctl_prompt_tests/.
Die Angaben zu Fähigkeiten und Benchmarks stammen, wo nicht anders vermerkt, von den Modellautoren selbst und sind nicht unabhängig verifiziert.
Übersicht
| Datei | Profil | Basis | Primäre Eignung |
|---|---|---|---|
ornith-1.0-35b-Q4_K_M.gguf |
ornith35b |
Qwen3.5-MoE | Agentisches Coding |
Carnice-Qwen3.6-MoE-35B-A3B-Q4_K_M.gguf |
carnice |
Qwen3.6-35B-A3B | Agenten-/Tool-Calling-Workflows |
Qwopus3.6-35B-A3B-v1-Q4_K_M.gguf |
qwopus |
Qwen3.6-35B-A3B | Reasoning, Vision, Tool-Calling |
Qwen3.6-35B-A3B-Uncensored-HauhauCS-Aggressive-Q4_K_M.gguf |
[default] |
Qwen3.6-35B-A3B | Kreatives Schreiben ohne Verweigerungen |
Qwen3.6-27B-Uncensored-HauhauCS-Aggressive-IQ4_XS.gguf |
qwen27b |
Qwen3.6-27B (dense) | Wie oben, kleinerer VRAM-Bedarf |
mmproj.gguf |
— | Qwen3.6-35B-A3B | Vision-Projektor (kein eigenständiges Modell) |
Alle 35B-A3B-Modelle sind MoE mit 3 B aktiven Parametern pro Token: hoher Durchsatz bei 21 GB VRAM-Bedarf. Das 27B ist dense — langsamer pro Token, aber nur ~15 GB.
Ornith-1.0-35B — agentisches Coding
Quelle: deepreinforce-ai/Ornith-1.0-35B-GGUF (MIT)
Ein dediziertes Coding-Modell aus einer selbstverbessernden Modellfamilie. Das
Trainings-Framework erzeugt per RL nicht nur Lösungs-Rollouts, sondern optimiert
auch das treibende Scaffold gemeinsam mit ihnen. Beworben mit SOTA unter
vergleichbar großen Open-Source-Modellen auf Terminal-Bench 2.1, SWE-Bench,
NL2Repo und OpenClaw. Reasoning-Modell: die Assistant-Antwort beginnt mit einem
<think>-Block.
Einsetzen für: Code-Generierung, Refactoring, Repo-weite Aufgaben,
Agenten-Loops mit Tool-Calls.
Nicht einsetzen für: Prosa und Reden — dafür ist das Sampling im Profil
(temp = 0.20) bewusst deterministisch gewählt.
Beachte: Basis ist Qwen3.5-MoE (qwen3_5_moe), nicht 3.6. Die lokale
mmproj.gguf passt deshalb nicht zu diesem Modell.
Carnice-Qwen3.6-MoE-35B-A3B — Agenten-Workflows
Quelle: samuelcardillo/Carnice-Qwen3.6-MoE-35B-A3B
QLoRA-Finetune von Qwen3.6-35B-A3B, trainiert auf echten Execution-Traces der Hermes-Agent-Runtime. Das erklärte Ziel ist, dem Modell die konkreten Konversationsmuster beizubringen, die ein Agenten-Runtime erwartet — nicht generisches Reasoning.
Einsetzen für: Tool-Calling-Pipelines, Agenten-Orchestrierung (z. B. n8n), strukturierte Mehrschritt-Abläufe.
Qwopus3.6-35B-A3B-v1 — Reasoning + Vision
Quelle: Jackrong/Qwopus3.6-35B-A3B-v1
Reasoning-verstärkter Finetune, dreistufiges SFT mit progressiv steigender Reasoning-Komplexität. Unterstützt Vision und Tool-Calling.
Einsetzen für: Aufgaben mit langer Gedankenkette, multimodale Eingaben. Vorbehalt: Der Autor kennzeichnet das Modell ausdrücklich als experimentell, ohne vollständige Performance- oder Sicherheitsevaluation.
Für reines Coding gibt es die separate Variante
Qwopus3.6-35B-A3B-Coder-MTP
(thinking-off, 62,4 % auf einem 300-Fall-SWE-Bench-Lauf) — lokal nicht vorhanden.
HauhauCS Uncensored (35B-A3B und 27B) — kreatives Schreiben
Abliterierte Modelle: keine neuen Fähigkeiten, entfernte Verweigerungen (Modellkarte: „0/465 Refusals"). Alle Quants mit imatrix erzeugt. Beide sind multimodal.
Einsetzen für: Prosa, Reden, Dialog, Rollenspiel — Themen, bei denen ein aligntes Modell abbricht. Nicht einsetzen für: Coding. Eigene Testläufe zeigen wiederkehrend Tests, die inkonsistent zum selbst erzeugten Schema sind, erfundene Framework-Aussagen und Benchmarks mit erfundenen Messwerten.
Zwei Punkte, die in der aktuellen Konfiguration relevant sind:
- Die Karte des 27B empfiehlt selbst, dass 99,9 % der Nutzer die
Balanced-Variante nehmen sollten stattAggressive. Beide erreichen dieselbe Refusal-Rate;Balancedbietet zusätzlich stabileres Sampling für agentic coding, Tool-Use und Reasoning.Aggressivespart lediglich Vorreden. Aktuell sind beide lokalen HauhauCS-ModelleAggressive. - Die Behauptungen „lossless" und „zero capability loss" stammen vom Autor der Modellkarte. Abliteration kostet in aller Regel etwas Fähigkeit.
Empirische Befunde (eigene Läufe)
Getestet gegen das Default-Modell (HauhauCS 35B-A3B), Reasoning aktiv, ctx 262144:
- Längenvorgaben werden nicht präzise getroffen (−27 % bis +26 % über sechs Läufe). Länge als Spanne vorgeben oder im zweiten Turn nachjustieren.
- Reasoning frisst das Antwortbudget. Bei
--max-tokens 10000endeten schwere Aufgaben infinish_reason=length. Für Prosa/Reden/Dialog--max-tokens≥ 16000 wählen. --chatohne--streamläuft bei langem Output in den Read-Timeout. Immer--streamverwenden (jeder Token setzt den Timeout zurück).- Coding: Struktur gut, Korrektheit unzuverlässig. Generierten Code und generierte Tests immer wirklich ausführen.
Rohdaten: ~/llamacppctl_prompt_tests/.
Vision (mmproj)
Die lokale mmproj.gguf (902 MB) ist der Vision-Encoder des Basismodells
Qwen3.6-35B-A3B (aus dem unsloth-Repo). GGUF-Metadaten:
general.architecture = clip
general.name = Qwen3.6 35B A3B
clip.projector_type = qwen3vl_merger
clip.has_vision_encoder
Ein mmproj ist kein eigenständiges Modell, sondern projiziert Bild-Embeddings in den Textmodell-Raum. Er muss zum Vision-Tower der jeweiligen Basis passen.
| Modell | mmproj.gguf passt? |
|---|---|
| HauhauCS 35B-A3B | ja (Basis Qwen3.6-35B-A3B) |
| Qwopus3.6-35B-A3B | ja (dieselbe Basis) |
| Carnice-Qwen3.6-MoE-35B-A3B | ja (dieselbe Basis) |
ornith-1.0-35b |
nein — Basis Qwen3.5-MoE, eigener Projektor nötig |
| HauhauCS 27B (dense) | nein — anderer Vision-Encoder |
Verwendung über llamacppctl (siehe [model.vision] in llama.cpp.config):
llamacppctl --start --config llama.cpp.config --profile vision
Das Profil setzt mmproj = models/qwen3/mmproj.gguf; der Pfad wird — wie
model_path — relativ zu hf_home aufgelöst und als --mmproj an den
llama.cpp-Server durchgereicht. Der Projektor wird standardmäßig auf die GPU
ausgelagert; mmproj_offload = false bzw. --no-mmproj-offload verhindert das,
wenn der VRAM knapp ist.
Bilder gehen anschließend über den OpenAI-kompatiblen Endpunkt
/v1/chat/completions als image_url-Content-Part. llamacppctl --chat sendet
derzeit nur Text; für Bild-Requests den Endpunkt direkt ansprechen.
MTP / Speculative Decoding (nicht lokal vorhanden)
Für Ornith, Carnice und Qwopus existieren MTP-Quants mit eingebettetem
Multi-Token-Prediction-Head. Mit hinreichend aktuellem llama.cpp erlauben sie
self-speculative Decoding ohne separates Draft-Modell (--draft-mtp);
Community-Berichte nennen etwa doppelten Decode-Durchsatz bei ~2,5 % größerer
Datei. Die im pyproject gepinnte Image-Version muss das unterstützen.
Quellen
- https://huggingface.co/deepreinforce-ai/Ornith-1.0-35B-GGUF
- https://huggingface.co/SC117/Ornith-1.0-35B-MTP-APEX-GGUF
- https://huggingface.co/samuelcardillo/Carnice-Qwen3.6-MoE-35B-A3B
- https://huggingface.co/Jackrong/Qwopus3.6-35B-A3B-v1
- https://huggingface.co/Jackrong/Qwopus3.6-35B-A3B-Coder-MTP-GGUF
- https://huggingface.co/HauhauCS/Qwen3.6-35B-A3B-Uncensored-HauhauCS-Aggressive
- https://huggingface.co/HauhauCS/Qwen3.6-27B-Uncensored-HauhauCS-Aggressive
- https://github.com/ggml-org/llama.cpp/blob/master/docs/multimodal.md