open_notebook/BEDIENUNGSANLEITUNG.md
dschlueter 5b389fae58 Guard against stopping the stack while a podcast is running
Stopping the stack kills an in-flight podcast job, but its status stays "running"
in the database forever: it never finishes, it blocks prune_podcast_data.py (which
deliberately refuses to run while a job is active), and it cannot even be retried —
/retry only accepts episodes in state "failed".

I walked into this myself: I ran `docker compose down` for the non-root switch
without checking for running jobs, and killed a podcast that had already produced
37 clips.

update_stack.sh now refuses to start when a podcast job is running, and says why.
Verified against a genuinely running job: it aborts before touching the stack.

BEDIENUNGSANLEITUNG documents how to recover an existing zombie. The status does not
live on the episode but on the linked `command` record (the episode's own job_status
is null), so the fix is to set that record to 'failed' via SurrealDB, after which the
normal retry works.

Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 <noreply@anthropic.com>
2026-07-11 15:29:14 +02:00

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Bedienungsanleitung — Open Notebook (lokales Deployment)

Diese Anleitung deckt die tägliche Benutzung ab. Installation/Neuaufbau: siehe README.md. Technische Hintergründe und Architektur: siehe CLAUDE.md.


Inhalt

  1. Zugriff
  2. Notebooks und Quellen
  3. Chat: die drei Kontext-Modi
  4. Podcasts erzeugen
  5. Stimmklonung
  6. Modelle und Provider verwalten
  7. Dienste starten/stoppen
  8. Updates einspielen
  9. Suche über Chunks (Search/Ask)
  10. Die API in eigenen Programmen nutzen
  11. Troubleshooting

1. Zugriff

  • Web-Oberfläche: http://localhost:8502
  • REST-API (für Automatisierung/Skripte): http://localhost:5055, Doku unter http://localhost:5055/docs

Beide sind nur von diesem Rechner aus erreichbar (127.0.0.1), nicht aus dem Netzwerk.


2. Notebooks und Quellen

Ein Notebook bündelt Quellen, Notizen, Chats und Podcasts zu einem Thema. Neues Notebook über „+ New Notebook" in der UI anlegen.

Quellen hinzufügen

Unterstützt: hochgeladene Dateien (PDF, EPUB, TXT, DOCX, …), URLs, eingefügter Text.

Wie lang darf eine Datei sein? Es gibt kein hartes Limit für Upload/Verarbeitung — auch sehr große PDFs/EPUBs werden vollständig extrahiert und in Textabschnitte („Chunks") zerlegt, die für die Suche eingebettet werden. Eine Längenbegrenzung greift nur, wenn eine Quelle im „Volltext"-Kontextmodus (siehe Abschnitt 3) oder für eine Transformation verwendet wird — dort geht der komplette Text in einem Stück an das Sprachmodell. Praktischer Richtwert bei qwen3.5:27b (98.304 Tokens Kontext, siehe Abschnitt 6): grob 180350 Buchseiten, abhängig von Textdichte. Wichtig: Die Datei­größe in MB sagt nichts über die Textmenge aus — ein gescanntes PDF mit vielen Bildern kann riesig sein, aber nach der Texterkennung kaum Inhalt liefern.

Verarbeitungsstatus prüfen

Nach dem Hochladen läuft die Verarbeitung (Extraktion → Chunking → Embedding) im Hintergrund. Bei großen Dateien kann das ein bis mehrere Minuten dauern. Status ist in der UI an der Quelle sichtbar; per API: GET /api/sources/{source_id}/status.


3. Chat: die drei Kontext-Modi

Beim Chatten mit einem Notebook lässt sich pro Quelle einstellen, wie viel davon in den Chat-Kontext einfließt (Buttons/Auswahl in der UI, z. B. als Sammel-Aktion für alle Quellen):

UI-Option Bedeutung Geschwindigkeit
Alle aus dem Kontext ausschließen Quelle wird ignoriert
Alle aufnehmen (nur Erkenntnisse) Nutzt die generierten „Insights" (Zusammenfassungen) der Quelle schnell (Sekunden)
Alle aufnehmen (vollständiger Inhalt) Kompletter Text der Quelle geht an das Sprachmodell langsam bei langen Dokumenten (bis zu einigen Minuten)

Wichtig: „nur Erkenntnisse" braucht vorher eine Transformation

Der Modus „nur Erkenntnisse" ist nur dann nützlich, wenn für die Quelle bereits eine Zusammenfassung („Insight") erzeugt wurde. Ohne das liefert er praktisch nichts (nur Titel/ Metadaten). Eine Zusammenfassung erzeugen:

  • In der UI: bei der Quelle eine Transformation anwenden, z. B. „Simple Summary" (für die meisten Fälle passend) oder „Dense Summary", „Key Insights", „Table of Contents".
  • Per API:
    curl -X POST http://127.0.0.1:5055/api/sources/{source_id}/insights \
      -H "Content-Type: application/json" \
      -d '{"transformation_id": "<id aus GET /api/transformations>"}'
    
  • Bei langen Dokumenten (z. B. ein ganzes Buch) dauert das einmalig einige Minuten (die gesamte Quelle wird einmal durchs Sprachmodell geschickt) — danach ist „nur Erkenntnisse" aber dauerhaft schnell nutzbar.

Faustregel

  • Normale Fragen, Überblick, grobe Zusammenhänge → „nur Erkenntnisse" (nach einmaliger Zusammenfassung)
  • Sehr spezifische Detailfrage (z. B. exaktes Zitat aus einem bestimmten Kapitel), die in der Zusammenfassung fehlen könnte → „vollständiger Inhalt", dafür Geduld bei langen Quellen
  • Quelle für die aktuelle Frage irrelevant → ausschließen (spart Zeit bei mehreren Quellen)

Für gezielte Detailsuche über viele/lange Quellen gibt es außerdem eine separate Such-/Ask-Funktion, die per Embedding-Ähnlichkeitssuche automatisch nur die relevanten Textstellen findet, statt ganze Dokumente einzubeziehen — meist die schnellste und treffsicherste Option für Detailfragen in langen Werken.


4. Podcasts erzeugen

Open Notebook kann aus Notebook-Inhalten automatisch einen Podcast (Dialog zwischen ein oder mehreren Sprechern) erzeugen — Text via Sprachmodell, Audio via TTS (hier: lokal, Chatterbox).

  1. Episode-Profil wählen (bestimmt Sprecherzahl/-rollen, Anzahl Segmente, Textmodell): solo_expert (1 Sprecher), tech_discussion (2 Sprecher), business_analysis (3 Sprecher).
  2. Notebook/Quelle als Grundlage angeben.
  3. Generierung starten — läuft asynchron (Outline → Transkript → Sprachsynthese pro Segment). Bei mehreren Sprechern und langen Transkripten realistisch mehrere Minuten, da jedes Dialogsegment einzeln per TTS synthetisiert wird.
  4. Fertige Episode in der UI abspielbar/herunterladbar.

Alle Episode-/Sprecherprofile sind bereits auf lokale Modelle (qwen3.5:27b für Text, Chatterbox für Sprache) umgestellt — keine zusätzlichen Kosten.

Episoden löschen räumt nur halb auf

Der Mülleimer-Button löscht nicht alles. Er entfernt die finale MP3 und den Datenbankeintrag — der Ordner der Episode bleibt aber liegen, samt Einzelclips:

notebook_data/podcasts/episodes/<uuid>/
├── clips/            ← 1 MP3 pro Dialogsegment   BLEIBT LIEGEN
├── outline.json                                  BLEIBT LIEGEN
├── transcript.json                               BLEIBT LIEGEN
└── audio/<uuid>.mp3  ← nur diese wird gelöscht

Das ist eine Lücke im Open-Notebook-Code selbst (der Löschpfad ruft unlink() nur auf die eine MP3-Datei auf), nicht an dieser Installation einstellbar. Ebenso hinterlässt jeder fehlgeschlagene oder per Retry wiederholte Lauf einen Ordner, der nie aufgeräumt wird.

Zum Aufräumen dient:

./scripts/prune_podcast_data.py          # zeigt nur an, was wegfiele (Trockenlauf)
./scripts/prune_podcast_data.py --yes    # löscht wirklich

Es entfernt (a) Ordner ohne zugehörige Episode und (b) die clips/ fertiger Episoden — die Einzelclips sind nach dem Zusammenbau reines Zwischenprodukt, die Episode bleibt vollständig abspielbar. Schutzmechanismen: bei einem laufenden Podcast-Job bricht es ab, und Ordner, die jünger als 60 Minuten sind, bleiben unangetastet (--min-age). Mit --keep-clips werden nur die verwaisten Ordner gelöscht.


5. Stimmklonung

Die TTS-Wrapper (services/tts_server.py) unterstützt Stimmklonung: Referenz-WAV rein, Stimme raus. Aktuell hinterlegte Stimmen: default (eigene Stimme), male_thorsten und female_kerstin (offen lizenzierte, synthetische Piper-Stimmen — bewusst keine ungefragt geklonten echten Personen, siehe CLAUDE.md).

Eine weitere Stimme hinzufügen

  1. Referenz-Aufnahme besorgen: 1030 Sekunden, eine Person, saubere Aufnahme, WAV-Format. Rechtlich sauber ist entweder eine eigene Aufnahme, eine Aufnahme mit ausdrücklicher Zustimmung der Person, oder eine offen für diesen Zweck lizenzierte Stimme (z. B. weitere Piper-Stimmen).
  2. Datei nach services/voices/<name>.wav legen (z. B. services/voices/elena.wav).
  3. TTS-Server neu starten (Stimmen werden nur beim Start eingelesen):
    systemctl --user restart open-notebook-tts
    
  4. Prüfen: curl http://127.0.0.1:8901/health sollte <name> in der voices-Liste zeigen.
  5. In einem Sprecherprofil (Podcast) den betreffenden Sprecher auf voice_id: "<name>" setzen, z. B. per API:
    curl -X PUT http://127.0.0.1:5055/api/speaker-profiles/{id} \
      -H "Content-Type: application/json" -d '{... "speakers": [{"name": "Elena", ..., "voice_id": "elena"}], ...}'
    

Mit Piper lässt sich auch selbst eine Referenz-Stimme synthetisieren (statt eine echte Aufnahme zu verwenden):

echo "Ein Beispielsatz auf Deutsch." | piper --model <stimme>.onnx --output_file services/voices/<name>.wav

Weitere deutsche Piper-Stimmen: huggingface.co/rhasspy/piper-voices/tree/main/de/de_DE (Lizenz jeweils im MODEL_CARD prüfen).


6. Modelle und Provider verwalten

Übersicht unter Settings → AI Providers / Models in der UI, oder per API:

curl http://127.0.0.1:5055/api/models | python3 -m json.tool          # alle registrierten Modelle
curl http://127.0.0.1:5055/api/models/defaults | python3 -m json.tool  # aktuelle Standardmodelle

Standardmodelle ändern

Sieben Rollen lassen sich unabhängig belegen: Chat, Transformation, großer Kontext, Embedding, Tools, Text-to-Speech, Speech-to-Text.

curl -X PUT http://127.0.0.1:5055/api/models/defaults \
  -H "Content-Type: application/json" \
  -d '{"default_tools_model": "<model_id>"}'

Der Endpunkt aktualisiert nur die tatsächlich mitgeschickten Felder — nicht angegebene Felder bleiben unverändert, es muss also nicht der komplette Satz aller sieben Modelle mitgeschickt werden.

Kostenübersicht der aktuell registrierten Modelle

Modell Provider Kosten
qwen3.5:27b Ollama (lokal) 0 € (Standard für Chat/Tools/großer Kontext)
nomic-embed-text Ollama (lokal) 0 € (Standard-Embedding)
qwen3-coder-30b-128k Ollama (lokal) 0 € (optional, für Coding-Aufgaben)
Chatterbox TTS / faster-whisper lokal 0 €
anthropic/claude-sonnet-5 OpenRouter ~2$/10$ pro Mio. Tokens (Prompt/Antwort)
qwen/qwen3-max OpenRouter ~0,78$/3,90$ pro Mio. Tokens — günstigere Cloud-Alternative
google/gemini-3.5-flash OpenRouter ~1,50$/9$ pro Mio. Tokens — 1M Tokens Kontext

Weitere OpenRouter-Modelle lassen sich jederzeit über POST /api/models registrieren (provider: "openrouter") — aktuelle Preise: https://openrouter.ai/api/v1/models.


7. Dienste starten/stoppen

# Open Notebook (Docker)
docker compose up -d
docker compose down

# TTS/STT (auf dem Host, nicht in Docker — systemd-User-Dienste)
systemctl --user status  open-notebook-tts open-notebook-stt
systemctl --user restart open-notebook-tts open-notebook-stt
systemctl --user stop    open-notebook-tts open-notebook-stt
journalctl --user -u open-notebook-tts -f     # Logs

TTS/STT starten nach einem Reboot automatisch mit. Nur bei der Ersteinrichtung (oder nach Änderungen an services/systemd/*.service) einmal ./scripts/start_services.sh ausführen — das installiert die Unit-Dateien und aktiviert den Autostart.

Ollama selbst läuft als systemd-Dienst und muss normalerweise nicht manuell verwaltet werden:

systemctl status ollama
ollama ps        # aktuell geladene Modelle + GPU/CPU-Verteilung

8. Updates einspielen

Open Notebook läuft hier auf einer festgenagelten Version (Digest-Pin in docker-compose.yml). Weder ein Start noch ein Reboot tauscht die Anwendung unbemerkt aus — Sie bekommen immer genau den Stand, der zuletzt geprüft wurde.

Beim Sitzungsstart (ändert nichts, dauert Sekunden):

./scripts/check_updates.sh

Ausgabe entweder „Du laeufst auf dem aktuellen Release. Nichts zu tun." oder ein Hinweis auf ein neues Image.

Update einspielen:

./scripts/update_stack.sh

Das Skript sichert zuerst Datenbank und Notebook-Daten nach backups/<Zeitstempel>/, stellt dann auf das neue Image um, startet den Stack und fährt einen Rauchtest (API, Sprachausgabe, Spracherkennung, YouTube-Import, alle lokalen Anpassungen). Schlägt der fehl, wird automatisch zurückgerollt — Daten und Konfiguration landen wieder auf dem alten Stand.

Läuft alles, committen Sie den neuen Stand:

git add docker-compose.yml && git commit -m "Update auf <Version>"

Warum nicht einfach immer die neueste Version? Ein Update verändert das Datenbankschema, und eine ältere Version kann eine bereits migrierte Datenbank in der Regel nicht mehr lesen — ohne Sicherung wäre ein misslungenes Update also eine Einbahnstraße. Außerdem hängen die Anpassungen dieser Installation (Podcast-Vorlagen, YouTube-Sprachen, TTS-Einstellungen) an Interna der Anwendung und können durch ein Update still kaputtgehen, ohne dass etwas abstürzt. Genau deshalb der Rauchtest.

Ihn können Sie auch jederzeit einzeln laufen lassen, etwa wenn sich etwas seltsam verhält:

./scripts/smoke_test.sh

9. Suche über Chunks (Search/Ask)

Jedes Dokument wird beim Hochladen automatisch in feste, überlappende Textabschnitte ("Chunks", ~400 Tokens) zerlegt und eingebettet — nicht kapitelweise, sondern rein größenbasiert (siehe Abschnitt 2). Um gezielt in diesen Chunks zu suchen, gibt es zwei API-Endpunkte (in der UI vermutlich unter einem eigenen Menüpunkt wie „Search"/„Ask" mit Lupen-Symbol, getrennt von „Mit Notebook chatten" — die genaue Beschriftung war ohne Browser-Zugriff nicht zu verifizieren):

Einfache Suche — schnell, liefert Roh-Textstellen

curl -s -X POST http://127.0.0.1:5055/api/search \
  -H "Content-Type: application/json" \
  -d '{"query": "Suchbegriff", "type": "vector", "limit": 5}'

Liefert die ähnlichsten Chunks per Embedding-Vergleich samt Ähnlichkeits-Score (01), ohne KI-Interpretation — am schnellsten, aber du musst die Antwort selbst zusammensetzen.

„Ask" — durchsuchen und direkt beantworten lassen

Die smartere Variante: Die KI zerlegt die Frage selbst in mehrere gezielte Suchanfragen, durchsucht die Chunks für jede getrennt und fasst alles zu einer einzigen, mit Quellenverweisen ([source:...]) belegten Antwort zusammen. Getestet mit „Wie kam Wallenstein ums Leben?" — Ergebnis war eine vollständige, korrekt zitierte Antwort in ca. 3 Minuten (mehrere LLM-Aufrufe hintereinander: Suchstrategie → Einzelantworten → Zusammenfassung).

MODEL_ID=$(curl -s http://127.0.0.1:5055/api/models/defaults | python3 -c "import json,sys; print(json.load(sys.stdin)['default_chat_model'])")
curl -N -X POST http://127.0.0.1:5055/api/search/ask \
  -H "Content-Type: application/json" \
  -d "{\"question\": \"Deine Frage\", \"strategy_model\": \"$MODEL_ID\", \"answer_model\": \"$MODEL_ID\", \"final_answer_model\": \"$MODEL_ID\"}"

Antwort kommt als Server-Sent-Events-Stream (data: {...}-Zeilen, kein einzelnes JSON-Objekt); das letzte "type": "complete"-Event enthält die finale Antwort im Feld final_answer.

Wann was nutzen: Für gezielte Detailfragen über lange/viele Quellen ist „Ask" meist treffsicherer und dabei noch schneller als der „vollständiger Inhalt"-Chat-Modus (Abschnitt 3), weil nur die relevanten Chunks statt des ganzen Dokuments verarbeitet werden.


10. Die API in eigenen Programmen nutzen

Die REST-API ist eine ganz normale JSON-über-HTTP-API ohne Authentifizierung — kein API-Key nötig, da nur 127.0.0.1 gebunden (jeder lokale Prozess auf diesem Rechner hat Zugriff, aber niemand aus dem Netzwerk). Funktioniert mit jeder Sprache, die HTTP kann.

Bester Startpunkt: http://127.0.0.1:5055/docs — interaktive Swagger-UI mit allen Endpunkten, Schemas und einer „Try it out"-Funktion zum direkten Ausprobieren im Browser. Rohes OpenAPI-Schema: http://127.0.0.1:5055/openapi.json.

Mit curl

# Notebooks auflisten
curl -s http://127.0.0.1:5055/api/notebooks | python3 -m json.tool

# Neues Notebook anlegen
curl -s -X POST http://127.0.0.1:5055/api/notebooks \
  -H "Content-Type: application/json" \
  -d '{"name": "Mein Notebook", "description": "..."}'

# Text-Quelle hinzufügen (multipart, nicht JSON)
curl -s -X POST http://127.0.0.1:5055/api/sources \
  -F "type=text" -F "notebook_id=notebook:xxx" -F "title=..." \
  -F "content=..." -F "embed=true"

# Chat-Session erstellen + Nachricht senden
curl -s -X POST http://127.0.0.1:5055/api/chat/sessions \
  -H "Content-Type: application/json" -d '{"notebook_id": "notebook:xxx"}'
curl -s -X POST http://127.0.0.1:5055/api/chat/execute \
  -H "Content-Type: application/json" \
  -d '{"session_id": "chat_session:xxx", "message": "...", "context": {}}'

Weitere Beispiele (Quellen-Insights, Podcast-Generierung, Modell-/Provider-Verwaltung, Chunk-Suche) stehen bereits in den jeweiligen Abschnitten dieser Anleitung.

Aus Python

import requests

BASE = "http://127.0.0.1:5055/api"

notebooks = requests.get(f"{BASE}/notebooks").json()

session = requests.post(f"{BASE}/chat/sessions",
                         json={"notebook_id": notebooks[0]["id"]}).json()
answer = requests.post(f"{BASE}/chat/execute", json={
    "session_id": session["id"],
    "message": "Wovon handelt das Buch?",
    "context": {},
}).json()
print(answer["messages"][-1]["content"])

Genauso mit JavaScript (fetch), Go, oder jeder anderen Sprache — nichts Open-Notebook- Spezifisches nötig, kein SDK erforderlich.


11. Troubleshooting

„Chat gibt keine Antwort" (leere Antwort, kein Fehler)

Meist ein zu kleiner Kontext (num_ctx) am Ollama-Chat-Credential — siehe README, Abschnitt 2.6. Prüfen:

curl -s http://127.0.0.1:5055/api/credentials | python3 -c "
import json,sys
for c in json.load(sys.stdin):
    if c['provider']=='ollama': print(c['name'], c['num_ctx'])"

Sollte 98304 (oder höher, dann ggf. auf GPU-Auslastung achten) zeigen, nicht None/null.

Quelle hängt beim Verarbeiten / Einbetten fest (Endlos-Retry)

Meist Ressourcen-Engpass beim Embedding-Modell (GPU voll, Modell läuft teilweise auf CPU, Timeout). Prüfen:

ollama ps   # PROCESSOR-Spalte: sollte "100% GPU" zeigen, nicht "xx%/yy% CPU/GPU"

Falls CPU-Anteil: Embedding-Modell ist zu groß für den freien GPU-Speicher. Standardmäßig ist hier das kleine nomic-embed-text (274 MB) konfiguriert, das läuft normalerweise problemlos komplett auf der GPU.

Antwort dauert sehr lange (mehrere Minuten)

Meist normal bei „vollständiger Inhalt"-Modus auf langen Dokumenten (siehe Abschnitt 3) — das Sprachmodell muss den kompletten Text lesen. Für Detailfragen auf lange Sicht besser die Such-/Ask-Funktion oder „nur Erkenntnisse" nach einer Zusammenfassung nutzen.

TTS/STT vom Container aus nicht erreichbar

docker compose exec open_notebook curl -sf http://host.docker.internal:8901/health

Bei Timeout: ufw-Regeln fehlen (siehe README 2.4) oder die Dienste laufen nicht (systemctl --user status open-notebook-tts open-notebook-stt).

Podcast-Profil zeigt „Einrichtung erforderlich"

Das Episode- oder Sprecherprofil verweist auf ein Modell ohne konfiguriertes Credential (z. B. nach einem Reset auf die mitgelieferten OpenAI-Standardprofile). Modell-IDs über PUT /api/episode-profiles/{id} (outline_llm, transcript_llm) bzw. PUT /api/speaker-profiles/{id} (voice_model) auf registrierte lokale/OpenRouter-Modelle umstellen — siehe scripts/setup_models.sh für die IDs der Standardmodelle.

Podcast wird auf Englisch statt Deutsch erzeugt (oder auf Englisch mit deutschem Akzent vorgelesen)

Das ist behoben: Die Podcast-Prompt-Vorlagen (prompts/podcast/outline.jinja und transcript.jinja in diesem Projekt) wurden um eine explizite Sprachanweisung ergänzt, die das language-Feld des Episode-Profils auswertet — sie werden per Bind-Mount aus docker-compose.yml in den Container eingehängt. Setzt du am Episode-Profil language: "de", kommt der Podcast auf Deutsch. (Vorher hatte das language-Feld keine Wirkung, weil die mitgelieferten Vorlagen es ignorierten — daher englischer Text, der von der deutsch-fixierten TTS mit Akzent vorgelesen wurde.)

Falls doch wieder Englisch erscheint, prüfe das language-Feld:

curl -s http://127.0.0.1:5055/api/episode-profiles | python3 -c \
  "import json,sys; [print(p['name'], p['language']) for p in json.load(sys.stdin)]"

Fehlt de/de-DE, per PUT /api/episode-profiles/{id} (vollständiger Body) ergänzen. Zusätzlich sind Briefing und Sprecherbeschreibungen der mitgelieferten Profile auf Deutsch übersetzt (hilft gegen Sprach-Drift, wenn der Quellinhalt englisch ist). Wichtig: Änderst du die Vorlagen-Dateien selbst, ist danach ein Container-Neustart nötig (docker compose up -d --force-recreate open_notebook), damit der Bind-Mount die neue Version übernimmt.

Podcast-Erzeugung schlägt mit „Invalid json output" fehl

Das Textmodell hat ungültiges JSON geliefert — passierte bei qwen3.5:27b (einem „denkenden" Modell), wenn der gesamte Notebook-Inhalt (bei einem ganzen Buch ~70.000 Tokens) in jeden Transkript-Abschnitt gepackt wird: Der Denk-Block frisst dann das Antwort-Budget auf und das JSON wird abgeschnitten. Behoben durch /no_think als erste Zeile beider Podcast-Vorlagen (schaltet den Denkmodus ab, ~3× schneller, volles Budget fürs JSON). Falls es dennoch auftritt: kürzeren Quellinhalt verwenden (nicht das ganze Buch) oder die Generierung erneut starten.

Video ohne Untertitel hinzufügen (scripts/add_video_source.py)

Open Notebook liest bei Videos nur vorhandene Untertitel. Gibt es keine, bleibt die Quelle leer. Für diesen Fall gibt es das Skript:

./scripts/add_video_source.py https://www.youtube.com/watch?v=...
./scripts/add_video_source.py <url> --notebook notebook:abc --language de
./scripts/add_video_source.py <url> --force-audio     # Untertitel ignorieren

Es wählt den Weg selbst:

  • Untertitel vorhanden → die URL wird normal als Link-Quelle übergeben (schnell, kein Download).
  • keine Untertitelyt-dlp lädt nur die Tonspur, die wird hochgeladen und von Open Notebook mit dem lokalen Whisper-Server transkribiert und eingebettet. Rechnen Sie mit etwa 12 Minuten pro 20 Minuten Video (läuft auf GPU 2). Die hochgeladene Audiodatei wird danach automatisch wieder gelöscht.

Das funktioniert für alles, was yt-dlp kennt (YouTube, Vimeo, Mediatheken …), nicht nur für YouTube. --force-audio ist auch dann nützlich, wenn die automatischen YouTube-Untertitel zu schlecht sind: Whisper liefert meist deutlich saubereren Text (richtige Satzzeichen, korrekte Eigennamen).

Hinweis: Beim Audio-Weg wird die Audiodatei als Quell-Asset hinterlegt, die ursprüngliche Video-URL steht dann nicht mehr am Eintrag (beim Untertitel-Weg schon).

YouTube-Video wird als leere Quelle angelegt

Behoben. Symptom war: Quelle hinzufügen scheint zu klappen (der Titel erscheint), aber es gibt keinen Inhalt — kein Text, nichts zum Chatten, nichts zum Zusammenfassen.

Ursache: Open Notebook holt YouTube-Untertitel über die Bibliothek content-core, und die suchte nur nach Transkripten in Englisch, Spanisch und Portugiesisch. Ein Video mit ausschließlich deutschem Transkript fiel damit durch; der Fehler stand nur im Container-Log, in der Oberfläche sah die Quelle einfach leer aus. Behoben durch config/content_core.yaml (per Bind-Mount eingehängt), die Deutsch an erste Stelle setzt.

Falls doch mal ein Video leer bleibt, ist meist gar kein Untertitel vorhanden (weder manuell noch automatisch) — das lässt sich so prüfen:

docker compose exec open_notebook /app/.venv/bin/python -c "
from youtube_transcript_api import YouTubeTranscriptApi
for t in YouTubeTranscriptApi().list('VIDEO_ID'): print(t.language_code, t.is_generated)"

Kommt hier nichts zurück, hat das Video keine Untertitel — dann hilft nur, das Video separat herunterzuladen und über die STT-Funktion (Audio-Upload) zu transkribieren.

Podcast hängt ewig auf „running" (Karteileiche nach Container-Neustart)

Wird der Stack gestoppt (docker compose down, Update, Reboot), während ein Podcast läuft, ist der Job weg — aber in der Datenbank steht er weiterhin auf running. Er wird nie fertig, blockiert prune_podcast_data.py (das bricht bei laufenden Jobs absichtlich ab) und lässt sich auch nicht wiederholen: /retry akzeptiert nur Episoden im Status failed.

Erkennen: keine neuen Clips im Episodenordner, GPU 2 im Leerlauf (nvidia-smi), nichts im Log (docker compose logs --since 5m open_notebook).

Der Status hängt nicht an der Episode, sondern am verknüpften command-Datensatz. Ihn auf failed setzen — danach funktioniert der normale Retry-Knopf:

set -a; . ./.env; set +a
# 1. Command-ID der Episode holen
curl -s -X POST http://127.0.0.1:8000/sql -u "$SURREAL_USER:$SURREAL_PASSWORD" \
  -H "surreal-ns: open_notebook" -H "surreal-db: open_notebook" -H "Accept: application/json" \
  -d "SELECT command FROM episode:<ID>;"
# 2. Auf failed setzen
curl -s -X POST http://127.0.0.1:8000/sql -u "$SURREAL_USER:$SURREAL_PASSWORD" \
  -H "surreal-ns: open_notebook" -H "surreal-db: open_notebook" -H "Accept: application/json" \
  -d "UPDATE command:<COMMAND-ID> SET status = 'failed', error_message = 'Worker beim Neustart beendet';"
# 3. Wiederholen
curl -X POST http://127.0.0.1:5055/api/podcasts/episodes/<ID>/retry

Vorbeugen: vor docker compose down oder ./scripts/update_stack.sh kurz prüfen, ob ein Podcast läuft — die Episodenliste in der UI zeigt es, oder:

curl -s http://127.0.0.1:5055/api/podcasts/episodes | python3 -c "
import json,sys
print([e['name'] for e in json.load(sys.stdin) if e['job_status']=='running'] or 'kein Job läuft')"

Podcast schlägt beim Vertonen fehl („Failed to generate speech")

Text und Transkript sind fertig, erst die Sprachausgabe scheitert. Die genaue Fehlermeldung (UI-Episodenliste oder docker compose logs open_notebook) unterscheidet zwei verschiedene Ursachen — die Verwechslung kostet sonst viel Zeit:

Meldung Bedeutung Abhilfe
All connection attempts failed (ConnectError) Der TTS-Server läuft nicht — niemand nimmt den Request an. systemctl --user status open-notebook-tts, ggf. restart.
OpenAI-compatible TTS endpoint error: HTTP 500 Der TTS-Server lebt, bricht aber bei der Arbeit ab — meist CUDA out of memory. journalctl --user -u open-notebook-tts -n 50 prüfen.

Der GPU-Speicherfall entstand so: GPU 2 teilen sich drei Prozesse (TTS, STT und der separate chatterbox-tts-MCP-Dienst auf Port 9999), es bleiben nur ~12 GB übrig. Der Podcast-Generator schickte aber 5 Clips gleichzeitig, die im TTS-Server echt parallel auf derselben GPU liefen — der Speicherbedarf vervielfachte sich (bis 16,7 GB) und sprengte die Karte. Behoben durch zwei Maßnahmen: tts_server.py serialisiert seine Generierung intern (ein Clip zur Zeit — auf einer einzelnen GPU kostet das keinen Durchsatz), und TTS_BATCH_SIZE=1 in docker-compose.yml sorgt dafür, dass gar nicht erst mehrere Anfragen gleichzeitig eintreffen. Ein fehlgeschlagener Podcast lässt sich anschließend ohne Neuanlage wiederholen:

curl -X POST http://127.0.0.1:5055/api/podcasts/episodes/{episode_id}/retry

(Der Retry legt einen neuen Episoden-Eintrag an; der alte, fehlgeschlagene verschwindet.)

Weitere technische Details

Siehe CLAUDE.md — dort stehen alle bisher aufgetretenen Probleme mit exakter Ursache (Codestellen, Bibliotheks-Bugs) dokumentiert.