161 KiB
PROGRESS — Optimierte Entscheidungsfindung mit Python, Version 04
Zweck dieser Datei: Sie hält fest, was von PLAN.md bereits erledigt ist —
mit den Zahlen, an denen sich das nachprüfen lässt, und mit den Funden, die unterwegs
angefallen sind. Wer nach einer Unterbrechung weitermacht, liest diese Datei zuerst;
CLAUDE.md verweist dafür auf sie.
Stand: 7. September 2026 · Branch main · Phasen 0–5 abgeschlossen
(Die genaue Position in der Historie liefert git log --oneline; ein Hash steht hier
bewusst nicht, weil er sich mit genau dem Commit ändert, der diese Zeile enthält.)
Legende: ✅ fertig und verifiziert · 🔄 in Arbeit · ⬜ offen
0. Wiederaufnahme in einer neuen Sitzung
Diese vier Schritte zuerst — sie dauern zusammen wenige Minuten und sagen, ob der Stand unversehrt ist, bevor irgendetwas angefasst wird. Weicht ein Wert ab, ist die Ursache zu klären und nicht zu überschreiben.
cd ~/Python_Programs/OR_mit_Python/Version_04
# 1. Arbeitsbaum sauber?
git status --short
# Soll: leer. Ausnahme siehe unten (bilder_04/titelseite.svg nach einem Build).
# 2. Struktur, Querverweise, Codezäune
python3 Operations_Research_mit_Python_Version_04/build_version_04.py --check
# Soll: 5 Teile, 23 Kapitel, 6 Anhänge, 296 Abschnitte, 825 Querverweise,
# 328 Indexmarken, 37 Dateien, 28.544 Zeilen, 305 Hauptüberschriften
# KEINE Zeile mit "WARNUNG", "FEHLENDE DATEIEN" oder "Nicht eingebundene".
# 3. Laufen alle Programme? (einige Minuten; die Finanzkapitel brauchen Internet)
python3 Operations_Research_mit_Python_Version_04/extract_programme_04.py
MPLBACKEND=Agg bash -c 'for p in Operations_Research_mit_Python_Version_04_Programme/*.py; do
timeout 600 python3 "$p" >/dev/null 2>&1 || echo "FEHLER: $p"; done'
# Soll: 73 Programme, keine FEHLER-Zeile.
# 4. Gegenprobe: Version 03 ist unberührt (liegt seit der Trennung daneben)
python3 ../Version_03/Operations_Research_mit_Python_Version_03/build_version_03.py --check
# Soll: 22 Dateien, 11.082 Zeilen, 131 Hauptüberschriften
Danach den Abschnitt 7. Was als Nächstes ansteht lesen — dort steht der konkrete nächste Handgriff, nicht nur das nächste Thema.
Eine erwartete Abweichung:
bilder_04/titelseite.svgund die KopieOR_HTML_04/bilder_04/titelseite.svgerscheinen als geändert, wenn seit dem letzten Build ein Tag vergangen ist. Das ist kein Schaden: Die Titelseite trägt im Fußband „Stand: “. Einfach beide mitcommitten. Innerhalb desselben Tages ist die Ausgabe byteidentisch — dafür sorgensvg.hashsaltundmetadata={"Date": None}inbilder_04/erzeuge_titelseite.py.
1. Der Stand in einem Blick
| Phase | Inhalt | Stand |
|---|---|---|
| 0 | Infrastruktur (Build-Fork, Abschnittsnummerierung, Notebooks, Plotly) | ✅ |
| 1 | Didaktik-Layer über die 15 Bestandskapitel | ✅ |
| 2 | Code-Architektur (or_kern.py, Statusauswertung, Solverwechsel) |
✅ |
| 3 | Neue Kapitel | ✅ abgeschlossen — 7 geplante + Spaltengenerierung |
| 4 | Anhänge (C ausbauen, D neu, B Rezeptkarten) | ✅ abgeschlossen |
| 5 | Medien, Rahmen, Gesamtbau | ✅ abgeschlossen |
Referenzwerte
Diese Zahlen sind mit --check, --pdf und dem Programmdurchlauf reproduzierbar. Weichen
sie unerwartet ab, ist etwas kaputtgegangen.
| Kennzahl | Version 03 | Version 04 (heute) |
|---|---|---|
| Kapiteldateien | 22 | 37 (31 + 5 Teil-Synthesen + geteilter Anhang E/F) |
| Kapitel | 15 | 23 |
| Anhänge | 4 | 6 |
| Zeilen im Gesamtdokument | 11 082 | 28 544 |
| Größe des Gesamtdokuments | 606 KB | 1 620 KB |
| Hauptüberschriften | 131 | 305 |
| registrierte Abschnitte | 122 | 296 |
| aufgelöste Querverweise | 314 | 825 (0 unaufgelöst) |
| Indexmarken | 295 | 328 |
| Beispielprogramme | 41 | 76 (alle lauffähig) |
| PDF-Seiten | — | 759 |
| Notebooks | — | 25 |
| Plotly-Figuren | — | 4 |
| Diagramme (SVG) | 26 | 33, davon 19 mit Generatorskript (16 Skripte); keine PNG-Zweitfassung mehr |
Gegenprobe: build_version_03.py --check läuft unverändert durch — Version 03 ist von
allen Änderungen unberührt.
2. Phase 0 — Infrastruktur ✅
Commit 604c532
- ✅ Verzeichnisse angelegt:
Operations_Research_mit_Python_Version_04{,_Programme},bilder_04/,OR_HTML_04/,Notebooks_04/ - ✅
build_version_04.pyals Fork mit allen vier geplanten Eingriffen: Versionsblock mit sämtlichen Pfaden;nummeriere_abschnitte()für die automatische Abschnittsnummerierung;spiegle_bilder();resolve_plotly()+kopiere_plotly_bibliothek();baue_notebooks()+ergaenze_notebook_hinweis()+spiegle_notebooks(); erweitertesmarkiere_karten();KEINE_KAPITELDATEIEN - ✅
extract_programme_04.py - ✅
OR_HTML_04/assets/site.cssum die fünf neuen Kartenklassen erweitert - ✅ Baseline-Build grün für
--check,--pdf,--html
Später ergänzt (in Phase 2): pruefe_dateien() zählt jetzt die Codezäune jeder
Kapiteldatei und lässt --check fehlschlagen, wenn einer fehlt — siehe die Funde in
Abschnitt 6.
3. Phase 1 — Didaktik-Layer ✅
Commits a661a99 bis b154fe8, ein Commit je Kapitel
Alle 15 Bestandskapitel haben den vollständigen Baukasten aus PLAN.md Abschnitt 8:
| Kapitel | Datei | Stand |
|---|---|---|
| Einführung | 10_Einfuehrung_OR.md |
✅ |
| Fundament | 11_Mathematisches_Fundament.md |
✅ |
| Ökosystem | 12_Python_Oekosystem.md |
✅ |
| LP | 20_Lineare_Programmierung.md |
✅ |
| MILP | 21_MILP.md |
✅ |
| CP-SAT | 22_CP_SAT.md |
✅ |
| Graphen/Touren | 23_Graphen_Fluesse_Touren.md |
✅ |
| QP/NLP | 30_QP_und_NLP.md |
✅ |
| Unsicherheit | 31_Unsicherheit.md |
✅ |
| Dynamische Prog. | 32_Dynamische_Programmierung.md |
✅ |
| Finanzdaten | 40_Finanzdaten.md |
✅ |
| Markowitz | 41_Markowitz.md |
✅ |
| CVaR | 42_CVaR.md |
✅ |
| Handelsmaschine | 43_Handelsmaschine.md |
✅ |
| Praxisfallen | 50_Praxis.md |
✅ |
(Ohne Kapitelnummern — die verschieben sich mit jedem eingefügten Kapitel. Im Buch geschieht das automatisch; in dieser Tabelle stünden sonst dauernd falsche Zahlen.)
Jedes Kapitel hat: „In 5 Minuten gelöst“ (15/15), „Finde den Denkfehler“ (15/15), Micro-Quiz mit genau 3 Fragen (15/15), Notebook-Badge. Anhang A enthält die Lösungen zu allen neuen Aufgaben, Quizzes und Denkfehlern.
Kapitelspezifische Ergänzungen über den Baukasten hinaus
- ✅ Kap. 1 Einführung: Excel-zu-Python-Brücke mit
Excel_Bruecke.py— vollständiger Weg Tabellenblatt → Modell → Lösung → Rückschreiben, plus Übersetzungstabelle Excel-Solver ↔ Python - ✅ Kap. 2 Fundament:
Skalierung_Kondition.py— Konditionszahl als Experiment - ✅ Kap. 3 Ökosystem:
Modellierungsschichten.pyundVektorisierte_Modellgenerierung.py - ✅ Kap. 4 LP: Abschnitt „Wann Schattenpreise lügen“ mit
Toleranzen_und_Entartung.py— Simplex und Innere-Punkte-Verfahren liefern gegensätzliche Dualwerte; Entartungstest; Schattenpreis-Spannen über alle optimalen Duallösungen - ✅ Kap. 5 MILP: Abschnitt „Gap, Zeitlimit und Warm-Start“ mit
Solverstatus_und_Gap.py(2 s → 9,06 % Gap, 9 s → optimal; die zusätzlichen 7 Sekunden bringen 0,17 %) undWarmstart_Effekt.py. Ehrlich berichtet: Der LPT-Hinweis bringt bei HiGHS nichts, bei CP-SAT Faktor 2,2 bzw. 1,4 — statt der im Auftrag erhofften „massiven Beschleunigung“. Denkfehler mitBig_M_Falle.py: Trickle Flow lässt 11 Lager liefern und verbucht 0 € statt 35 848 € Fixkosten. Die Big-M-Tabelle trägt jetzt gemessene Knotenzahlen (13 gegen 51) — die V03-Behauptung „Big-M ≥ 10⁹ führt oft zum Timeout“ war so nicht haltbar und ist samt Presolve-Vorbehalt korrigiert - ✅ Kap. 6 CP-SAT: Abschnitt „Die fünf Antworten von CP-SAT“ mit
CP_SAT_Statusfaelle.py(alle fünf Status absichtlich erzeugt); Denkfehler mitStrafgewichte.py(Gewicht 1 statt 30 erzeugt 12 Verstöße gegen die Betriebsvereinbarung); interaktives Gantt über{plotly:kap06_jobshop_gantt} - ✅ Kap. 7 Graphen: Schnellstart mit Ungarischer Methode (gierig 128 min gegen optimal
118 min); Formel-Übersetzer zur totalen Unimodularität samt Warnung vor ihrer
Zerbrechlichkeit; Denkfehler mit
VRP_Kapazitaetsfalle.py— ohne Ladungsdimension fährt ein Fahrzeug alle 16 Kunden mit 37 Paletten bei Kapazität 10 und sieht dabei 43 % besser aus - ✅ Kap. 8 QP/NLP: Schnellstart (die riskantere Anlage senkt das Risiko von 12 % auf
8,9 %, naives 50/50 verschlechtert es auf 12,84 %); Formel-Übersetzer zu den vier
KKT-Bedingungen; Abschnitt „Jenseits der Konvexität“ mit
Lokale_Optima_Multistart.py(5 lokale Optima, 8 % Spanne, der kaufmännisch naheliegende Startpunkt ist der schlechteste); MINLP/Ipopt als ausdrücklich nicht ausgeführter Ausblick mit Installationshinweis; Denkfehler zur nicht positiv semidefiniten Kovarianzmatrix (Eigenwert −0,8, Varianz −0,254 bei erlaubten Leerverkäufen) - ✅ Kap. 9–14: Newsvendor-Schnellstart, Rückwärtsinduktion,
Kovarianz_Falle.py,Renditeschaetzung_Falle.py,Data_Snooping.py(Bonferroni am Rauschen) - ✅ Kap. 15 Praxisfallen:
Betriebsueberwachung.py— das Modell, das still aufgehört hat zu optimieren - ✅ Teil-Auftakte II und III: beide Entscheidungs-Flussdiagramme erzeugt
(
bilder_04/erzeuge_solverwahl_diagramme.py) und eingebunden
Aus Phase 5 vorgezogen
- ✅ Generatorskripte in
bilder_04/:erzeuge_solverwahl_diagramme.py,erzeuge_kap06_gantt.py,erzeuge_titelseite.py— in V03 fehlten die Diagrammquellen - ✅ erste Plotly-Figur:
bilder_04/plotly/kap06_jobshop_gantt.html - ✅ 16 Notebooks in
Notebooks_04/
4. Phase 2 — Code-Architektur ✅
Commits 33e9a36, eeea9e8, ed3640d
- ✅
or_kern.pyangelegt (Kapitel Praxisfallen, Abschnitt „Der gemeinsame Unterbau“):SolverStatus-Enum mit Übersetzern für alle fünf Bibliotheken (lazy imports, damitortoolsundhighspynicht kollidieren),Loesung-DTO mitgap,schattenpreiseundals_bericht(), Pydantic-DomänenmodellProduktionsproblemmit Validierung beim Einlesen,pruefe_loesung()und zwei austauschbare Modellbauer (GLOP, SciPy) - ✅ Excel-Schicht (
lade_produktionsproblem()/schreibe_ergebnis()) nachor_kern.pygezogen, pandas als lazy import.Excel_Bruecke.pyschrumpfte dadurch von 156 auf 96 Zeilen bei unveränderter Ausgabe - ✅
schattenpreiseim DTO — beide Modellbauer liefern identische Werte (40 / 20 €); der Begriff ist solverunabhängig, die Abfrage nicht - ✅
MILP_Portfolio_Fixgebuehren.py(Kap. 5) aufstatus_von_scipy+Loesungumgestellt.ergebnis.successist ein Bit und unterscheidet nicht zwischen Modell- und Zeitproblem; mitschranke=-mip_dual_boundsteht jetztGap: 0.00%im Bericht — die Zusage, dass das Optimum bewiesen ist. Derassert-Block wurde zupruefe_portfolio()mit Beanstandungsliste (asserts verschwinden unterpython -O) - ✅
CP_SAT_Vertretungssystem.py(Kap. 6) aufstatus_von_cpsatumgestellt: die Auswertung heißt jetztstatus.modellfehler/status.brauchbarstattcp_model.INFEASIBLE. Zusätzlichnum_workers=1/random_seed=1undpruefe_plan()als Abnahmeprüfung. Das Programm hatte in V03 überhaupt keine abgedruckte Ausgabe — sie steht jetzt im Buch - ✅
Bot_Allokation.py(Kap. 1) bewusst nicht umgestellt. Das erste Programm des Buchs soll zeigen, wie ein Modell entsteht; eine Abstraktion würde an dieser Stelle genau das verstecken, was man sehen will. Stattdessen ein 📎-Kasten mit der Regel: Erst die Wiederholung rechtfertigt die Abstraktion - ✅ Solverwechsel CP-SAT ↔ HiGHS real vorgeführt: neuer Abschnitt
„Der Solverwechsel in der Praxis“ im Kapitel Praxisfallen mit
Solverwechsel_CPSAT_HiGHS.py(59. Programm). Kapazitierte Standortplanung, 6 Lager / 12 Kunden; beide Solver beweisen 22 010 €. Solverabhängig sind genau die zwei Modellbauer (39 und 52 Zeilen); Domänenmodell, Abnahmeprüfung und Bericht sind wörtlich dieselben. Die zwei Prozesse (ortools/highspykollidieren beim Import) zeigen nebenbei den zweiten Nutzen des DTOs:model_dump_json()/model_validate_json()überleben eine Prozessgrenze — einpywraplp.Solvernicht. Die Kosten des Wechsels sind ehrlich benannt: CP-SAT rechnet nur ganzzahlig, HiGHS will Matrixzeilen
5. Die 18 neuen Beispielprogramme
41 (V03) → 59 (V04). Neu hinzugekommen:
| Programm | Kapitel | Was es zeigt |
|---|---|---|
Excel_Bruecke.py |
1 | Tabellenblatt → Modell → Lösung → Rückschreiben |
Skalierung_Kondition.py |
2 | Konditionszahl, Ruiz-Equilibrierung |
Modellierungsschichten.py |
3 | Rohdaten / Domäne / Modell / Lösung |
Vektorisierte_Modellgenerierung.py |
3 | NumPy/Polars gegen for-Schleifen |
Toleranzen_und_Entartung.py |
4 | gegensätzliche Dualwerte, Entartungstest |
Solverstatus_und_Gap.py |
5 | alle Statusfälle, MIP-Gap, Zeitbudget |
Warmstart_Effekt.py |
5 | Warm-Start ehrlich gemessen |
Big_M_Falle.py |
5 | Trickle Flow: 0 € statt 35 848 € Fixkosten |
CP_SAT_Statusfaelle.py |
6 | alle fünf CP-SAT-Antworten erzeugt |
Strafgewichte.py |
6 | Gewicht 1 statt 30 → 12 Regelverstöße |
VRP_Kapazitaetsfalle.py |
7 | fehlende Ladungsdimension sieht 43 % besser aus |
Lokale_Optima_Multistart.py |
8 | 5 lokale Optima, 8 % Spanne |
Kovarianz_Falle.py |
11 | singuläre Kovarianz, Error-Maximizer |
Renditeschaetzung_Falle.py |
12 | was Schätzfehler in \mu kosten |
Data_Snooping.py |
14 | die beste von N Strategien auf reinem Rauschen |
Betriebsueberwachung.py |
15 | das Modell, das still aufgehört hat zu optimieren |
or_kern.py |
15 | der gemeinsame Unterbau |
Solverwechsel_CPSAT_HiGHS.py |
15 | derselbe Fall in zwei Solvern |
6. Funde und Korrekturen unterwegs
Diese Liste ist bewusst vollständig — sie ist der eigentliche Ertrag der Prüfschritte und zeigt zugleich, welche Fehlerarten in diesem Projekt auftreten.
Altlasten aus Version 03, die erst jetzt aufgefallen sind
CVaR_Portfolio.pywar überhaupt nicht lauffähig.cp.sqrt(cp.quad_form(w, sigma))ist nicht DCP —cp.sqrtist konkav und verlangt ein konkaves Argument,quad_formist konvex. CVXPY lehnt das mitDCPErrorab. Jetzt über die Cholesky-Zerlegung alscp.norm2(L.T @ w). Verschärfend: Die Fehlertabelle in Anhang C empfahl an genau dieser Stellecp.psd_wrap(Sigma)— das behebt eine numerische Beanstandung an der Matrix, nicht die strukturelle Regelverletzung im Aufbau. Ein Leser wäre dieser Empfehlung gefolgt und hätte denselben Fehler wieder bekommen. Zeile korrigiert, ⚠️-Kasten im Kapitel ergänzt.JobShop_Intervalle.pywar nicht deterministisch. Drei Läufe ergaben zwei verschiedene, gleich optimale Pläne — die in V03 abgedruckte Ausgabe ließ sich nicht reproduzieren. Mitnum_workers=1/random_seed=1fixiert, Buchtext angeglichen und zum Lehrpunkt gemacht: nicht auf einen bestimmten Plan testen.CP_SAT_Vertretungssystem.pyhatte gar keine abgedruckte Ausgabe — jetzt vorhanden, nachdem die Reproduzierbarkeit hergestellt war.- Vier veraltete Literalverweise auf Abschnittsnummern („aus 3.2“, „in 4.4“, „aus 7.1“,
„in 8.0“) wurden durch die automatische Nummerierung falsch — durch
{ref:sec:…}ersetzt. - Ein falsch geschriebenes
{ref:sec:cvar-…}-Label, von--checkals unbekannt gemeldet. - Die V03-Behauptung „Big-M ≥ 10⁹ führt oft zum Timeout“ war so nicht haltbar — ersetzt durch gemessene Knotenzahlen (13 gegen 51) samt Presolve-Vorbehalt.
Eigene Fehler, die die Prüfschritte abgefangen haben
- Zwei fehlende schließende Codezäune (Kap. 1 und 15). Pandoc meldet so etwas nicht;
reflow_markdown()faltet stattdessen den gesamten Dateirest zu Fließtext, und im PDF stünde Programmcode als Absatz. Aufgefallen nur an einer Unstimmigkeit der Kennzahlen: Die Zeilenzahl brach um 2 700 ein, während die Dateigröße nur um 21 KB sank — das passt nicht zusammen. ⇒--checkzählt die Codezäune jetzt automatisch (Regel 10). - Eine falsche Behauptung „Risiko unter null“ (Kap. 8): Mit
nonneg=Trueist das Minimum +0,002, nicht negativ. Numerisch geprüft, Aufgabe so umgeschrieben, dass Leerverkäufe erlaubt sind — dann stimmt die verifizierte −0,254. - Eine falsche Wahrscheinlichkeit (Kap. 9): 97,7 % geschrieben, Simulation sagte
95,5 %. Korrekt ist
F(11{,}33) = 0{,}537und0{,}537^5 = 0{,}045— die geschlossene Form stimmt jetzt exakt mit der Simulation überein. - Ein doppeltes Programm (Kap. 13):
VaR_Nicht_Addierbar.pyfertig geschrieben und getestet, bevor auffiel, dassVaR_CVaR_Demo.pyTeil 2 dasselbe schon enthält. Verworfen. ⇒ Regel 9. - Eine CVaR-Falle im eigenen Prüfcode (Kap. 13):
r[r <= quantile].mean()wählte 100 % statt 5 % der Szenarien (0,08 % statt 39,33 %). Nur aufgefallen, weil das Ergebnis der Subadditivitätsprüfung widersprach — jetzt als Warnkasten im Kapitel. - Erfundene Schnellstart-Zahlen (Kap. 14): Die erste Fassung enthielt Ausgabewerte, die der Programmlauf widerlegte. Das Einfügen scheiterte zufällig an einem Textanker — die falschen Zahlen erreichten die Datei nie. Neu aufgebaut mit denselben Tagesrenditen in anderer Reihenfolge, damit der Vergleich nachweislich fair ist.
CVaR_Portfolio.pyblieb die ganze Phase 1 hindurch unentdeckt, weil immer nur die gerade bearbeiteten Kapitelprogramme geprüft wurden. ⇒ Regel 11: Am Ende jeder Phase die gesamte Programmsuite laufen lassen.
Funde in Phase 3
- Anhang A trug die Kapitelnummern hart im Überschriftentext (
## Kapitel 13), und die 60 Verweise aus den Kapiteln zeigten auf daraus abgeleitete Anker (#kapitel-13). Das erste eingefügte Kapitel hätte sie alle um eins verschoben — die Links hätten weiterhin funktioniert, aber auf die falschen Lösungen gezeigt. Das ist die tückischere Sorte Fehler: kein toter Link, sondern ein stiller Inhaltsfehler. Umgestellt auf stabile Label ({#sec:loesungen-cvar}) mit{ref:...}-Verweisen. - Verweise zwischen Kapiteldateien meldet niemand.
wandle_querverweise()macht im Gesamtdokument fetten Text aus einem unbekannten Ziel, die Website lässt ihn stehen.pruefe_dateien()prüft solche Links jetzt gegen das Dateisystem. - Zwei Instanzentwürfe für das Metaheuristik-Kapitel mussten verworfen werden, beide aus demselben
Grund: Sie wurden mit wachsender Größe leichter. Beim Cutting-Stock war die
First-Fit-Heuristik schon optimal; bei den Rüstzeiten mit fester Familienzahl bestand
der Plan ab 200 Aufträgen nur noch aus wenigen großen Blöcken, die jede Faustregel
findet. Erst eine mit
nwachsende Familienzahl macht die Aufgabe durchgehend schwer. Lehre: Bei einer Skalierungsaussage gehört geprüft, dass die Instanzfamilie in der Größe nicht ihren Charakter ändert. Nachtrag (Kapitel Spaltengenerierung): Beim Cutting-Stock-Fall ist die Ursache inzwischen benannt und gemessen — sie liegt an der Stückzahl je Behälter. Bei drei Stücken je Rolle bringt exakte Optimierung 11 %, bei sechs nichts. Aus dem verworfenen Vorversuch ist damit ein eigener Kapitelabschnitt geworden. - Eine falsche Erklärung im eigenen Text, aufgefallen durch Nachrechnen: Zur zu heißen Starttemperatur hatte ich geschrieben, es werde „jede Verschlechterung angenommen“. Gemessen sind es 0,29 %. Der Effekt ist echt, die Erklärung war es nicht — jetzt steht die Annahmequote als Spalte in der Tabelle, statt behauptet zu werden.
- Eine Behauptung zur LNS-Fenstergröße widerlegt. Geschrieben hatte ich, bei gleichem Zeitbudget gewinne das kleine Fenster. Die Messung sagt das Gegenteil: Fenster 10 sättigt (6 Verbesserungen in 4 000 Runden) und verliert gegen Fenster 20. Der Abschnitt zeigt jetzt das Experiment statt der Regel.
6a. Phase 3 — neue Kapitel 🔄
✅ Kapitel „Metaheuristiken — wenn der exakte Solver aussteigt“
Datei 24_Metaheuristiken.md, eingefügt zwischen Graphen/Touren und QP/NLP. Damit sind
alle folgenden Kapitel automatisch um eins weitergerückt — ohne eine einzige Handänderung
im Text. Genau dafür war Phase 0 da.
Laufende Aufgabe: Reihenfolge von Lackieraufträgen mit reihenfolgeabhängigen Rüstzeiten. Drei Programme, alle mit festem Zugbudget statt Zeitbudget, damit die abgedruckten Werte auf jeder Maschine reproduzierbar sind:
| Programm | Was es zeigt |
|---|---|
Simulated_Annealing.py |
Kostenänderung in O(1); Bergsteigen gegen Annealing; Temperaturkalibrierung mit Annahmequote und schlechtestem Zwischenwert |
Metaheuristik_vs_Exakt.py |
Der Umschlagpunkt bei 60 / 200 / 500 Aufträgen — und die Schranke als eigentlicher Ertrag des exakten Laufs |
Large_Neighborhood_Search.py |
Zerstören und exakt reparieren; Fenstergröße mit Optimum in der Mitte |
Die gemessenen Kernbefunde (alle in mehreren Läufen bestätigt):
- Der Umschlagpunkt liegt viel höher, als die Intuition sagt. Bei 60 Aufträgen beweist CP-SAT in 2 Sekunden das Optimum, die Metaheuristik liegt 3,8 % daneben. Erst bei 500 Aufträgen kippt es — dort liefert CP-SAT nach 30 Sekunden eine Lösung, die 5,2 % schlechter ist als die Faustregel eines Meisters.
- Der Beitrag des Annealings ist bescheiden. Reines Bergsteigen holt 93 % dessen, was Annealing schafft (917 gegen 907 Minuten). Deshalb steht im Kapitel die Anweisung, die einfache Variante immer mitzurechnen.
- Die Lehrbuchregel zur Starttemperatur ist auf dieser Aufgabe falsch. „Anfangs sollen
20–50 % der Verschlechterungen durchgehen“ würde
T_0 \approx 50verlangen; die besten Werte entstehen bei Annahmequoten nahe null. Als brauchbarer Ersatz ist der schlechteste Zwischenwert im Kapitel eingeführt — er zeigt eine zu heiße Temperatur sofort. - Das beste Ergebnis kommt aus der Kombination: Annealing, dann LNS (2 289 Minuten) schlägt beide Einzelverfahren. Die untere Schranke liegt bei 1 768 — auch das beste Ergebnis ist noch 29,5 % davon entfernt, und das steht so im Buch.
Bewusste Abweichung vom Plan: Der Plan sah das Kapitel als „Metaheuristiken & Dekomposition“ vor, mit Spaltengenerierung (Dantzig-Wolfe) am Cutting-Stock-Problem. Das Kapitel behandelt jetzt nur die Metaheuristiken; Spaltengenerierung, genetische Algorithmen und Tabu-Suche stehen in einem Abschnitt Was dieses Kapitel nicht behandelt mit je einem Satz zur Einordnung. Gründe:
- Das Kapitel ist mit drei Programmen und dem vollen Baukasten bereits umfangreich.
- Spaltengenerierung gibt eine andere Antwort auf dieselbe Frage — sie approximiert nicht die Lösung, sondern formuliert das Modell um. Sie neben LNS zu stellen, verwischt genau diesen Unterschied.
- Ein Vorversuch mit dem geplanten Cutting-Stock-Beispiel hat gezeigt, dass die First-Fit-Heuristik dort fast immer schon optimal ist (bei 18/30/45 Stücken exakt optimal). Als Aufhänger für Metaheuristiken taugt es nicht; für Spaltengenerierung dagegen sehr wohl — also gehört es in ein eigenes Kapitel oder einen eigenen Abschnitt.
✅ Kapitel „Testen, Messen, Ausliefern“
Datei 51_Testing_und_Deployment.md, zwischen Praxisfallen und Projektwerkstatt.
51_Projektwerkstatt.md wurde dabei zu 59_Projektwerkstatt.md — die Präfixe sollen die
Lesereihenfolge zeigen, und zwischen 50 und 59 ist jetzt Platz für weitere Praxiskapitel.
Das Kapitel testet or_kern.py, also den Unterbau aus Phase 2. Vier Programme:
| Programm | Was es zeigt |
|---|---|
test_or_kern.py |
33 Tests in vier Arten: Eigenschaften, Invarianten, Regression, Fehlerfälle. Jeder Test läuft über beide Modellbauer |
Mutationstest.py |
Baut zehn realistische Fehler in or_kern.py ein und misst, welche die Suite findet |
Benchmark_Skalierung.py |
Vier Bibliotheken, drei Größen, getrennte Prozesse; Aufbau und Lösen getrennt gemessen |
Optimierungsdienst.py |
FastAPI-Dienst mit Auftragswarteschlange, Selbsttest ohne Server über TestClient |
Die tragende Idee: Ein Optimierungsmodell lässt sich fast nie gegen den richtigen Wert testen — niemand kann ihn unabhängig ausrechnen, sonst bräuchte man den Solver nicht. Also testet man Eigenschaften, Invarianten, eine belegte Kleininstanz und die Fehlerfälle. Die vierte Art fehlt fast überall: Die Abnahmeprüfung selbst muss mit kaputten Lösungen gefüttert werden, sonst weiß niemand, ob sie überhaupt anschlägt.
Der Mutationstest fand zwei echte Lücken in der ersten Fassung der Suite (31 Tests):
Ein aufgeweichtes SolverStatus.brauchbar (ZEITLIMIT gilt fälschlich als brauchbar) und
eine nicht mehr stabile Ressourcenreihenfolge blieben unentdeckt. Beide Tests sind ergänzt,
tragen einen Kommentar zu ihrer Herkunft, und der Lauf steht jetzt bei 10 von 10.
Zwei gemessene Nebenbefunde, die im Kapitel tragen:
- Bei 10 000 Variablen gehen bei OR-Tools rund drei Viertel der Zeit in den Modellaufbau in Python, nicht ins Lösen. Wer dort einen schnelleren Solver sucht, sucht in der falschen Hälfte. CVXPY belegt konstant rund 240 MB — bei knappem Speicher entscheidet diese Spalte und nicht die Laufzeit.
- OR-Tools gibt den GIL während
Solve()frei (Faktor 3,5 bei vier Threads). Für einen Dienst mit C++-Solvern genügt daher ein Threadpool; für eine Python-Heuristik aus {ref:kap:metaheuristiken} nicht.
✅ Kapitel „Mehrere Ziele — Pareto-Fronten statt Gewichte“
Datei 33_Mehrziel_und_Pareto.md, in Teil III hinter der Dynamischen Programmierung. Ein
Programm (Mehrziel_Pareto.py) und die erste neue Plotly-Figur seit Phase 1
(bilder_04/erzeuge_pareto_front.py → SVG + PNG + interaktive Fassung).
Fall: Eine Spedition vergibt zwölf Sendungen an drei Verkehrsträger, Kosten gegen CO₂. Der Zielkonflikt entsteht nicht zwischen den Trägern — die Bahn ist immer billiger und sauberer —, sondern durch die Knappheit der Trassen.
Der Kernbefund, geometrisch abgesichert: Die Pareto-Front hat 10 Punkte. Ein Raster aus 1 401 Gewichten findet davon nur 6. Die anderen 4 sind für kein Gewicht erreichbar, und das ist keine Frage der Rasterweite: Sie liegen strikt oberhalb der unteren konvexen Hülle, und eine gewichtete Summe berührt geometrisch immer einen Hüllen-Eckpunkt. Das Programm rechnet die Hülle unabhängig aus und vergleicht — die Gegenprobe steht in der Ausgabe, damit die Aussage nicht auf dem Raster beruht.
Zweiter Befund aus derselben Messung: Das Gewicht ist keine Feineinstellung. 1 401 Gewichte erzeugen 6 verschiedene Pläne; weite Bereiche liefern dasselbe, dazwischen springt es. Das macht „wir probieren ein paar Gewichte“ zum Glücksspiel.
Als Ersatz führt das Kapitel das ε-Constraint-Verfahren in der Form ein, die genau so viele Solverläufe braucht, wie die Front Punkte hat (hier 10 statt 1 401) — plus lexikografische Optimierung für den Fall einer echten Rangfolge. Entscheidbar wird die Front durch die Spalte € je kg, die mit dem internen CO₂-Preis vergleichbar ist.
Der Denkfehler ist der stärkste des Kapitels: Ein Team tastet 500 Gewichte ab, legt alle gefundenen Pläne dem Fachbereich vor und hält den Lösungsraum damit für vollständig abgetastet. Er ist es prinzipiell nicht — und der zweite Teil der Frage ist der beunruhigende: Niemand hätte es bemerkt. Es fehlte kein schlechter Plan, sondern es fehlten gute, und ein fehlender Kompromiss hinterlässt keine Spur.
✅ Kapitel „Die Strukturbrücke — dieselbe Mathematik, zwei Welten“
Datei 35_Strukturbruecke.md. Sie eröffnet jetzt Teil IV — die Teil-Überschrift samt
Vorspann ist aus 40_Finanzdaten.md hierher gewandert (36 Zeilen). Das war der erste
Einfügepunkt mit einer Teil-Grenze; es hat problemlos funktioniert, weil Teil-Überschriften
schlicht am Anfang der ersten Kapiteldatei stehen.
Der Anlass: Der Teil-Vorspann behauptete die Brücke bereits als Tabelle („Ressourcen auf Produkte verteilen" ↔ „Kapital auf Anlagen verteilen"). Solche Tabellen sind billig. Das Kapitel macht daraus einen Nachweis.
Strukturbruecke.py führt zweimal denselben Code mit Daten aus zwei Welten aus:
- Allokation: Ein Depot passt unverändert in die Klasse
Produktionsproblemausor_kern.py— kein Adapter, keine Unterklasse. Der Schattenpreis des Risikobudgets (60,26 €) ist derselbe Dualwert derselben Nebenbedingung, der in der Werkstatt den Wert einer Montagestunde angibt. In der Finanzwelt heißt er Preis des Risikos. - Absicherung: Eine CVaR-Funktion, einmal mit Kursverlusten in Prozentpunkten, einmal mit Lieferverzügen in Tagen. Die Rockafellar-Uryasev-Formel enthält kein Wort, das nur an der Börse Sinn ergibt.
Ein Nebenbefund, den das Programm selbst feststellt: Die Streuungsgrenze von 40 % bindet nur im Einkauf. Im Depot verhindert stattdessen die Mindestrendite die Konzentration. Zwei verschiedene Bremsen an verschiedenen Stellen des Modells — wer eine Struktur überträgt, überträgt also nicht mit, welche Nebenbedingung am Ende bindet.
Der ehrliche Teil ist der dritte Abschnitt: drei Dinge wandern nicht mit — gemessene gegen geschätzte Zahlen, stabile gegen reagierende Prozesse, teilbare gegen ganzzahlige Entscheidungen. Die letzte erklärt nebenbei eine Beobachtung, die aufmerksamen Lesern auffällt: Teil II ist voller MILP, Teil IV fast frei davon. Das liegt an der Welt, nicht an der Methode.
Beim Schreiben aufgefallen: Das Programm löste zunächst den in {ref:kap:oekosystem}
dokumentierten Importkonflikt aus — loese_mit_glop zieht ortools, danach scheitert CVXPY
beim Laden von highspy mit einem undefined symbol. Behoben durch loese_mit_scipy; der
Grund steht jetzt als Warnung im Programmkopf. Ein Beleg dafür, dass die lazy imports in
or_kern.py kein theoretisches Detail sind.
✅ Kapitel „Predict-then-Optimize“
Datei 34_Predict_then_Optimize.md. Abweichung vom Plan bei der Einordnung: Der Plan
sah das Kapitel in Teil IV neben der Strukturbrücke vor. Es steht jetzt in Teil III,
direkt hinter Mehrziel — thematisch gehört es zu „was optimiert man, wenn man die Zahlen
nicht kennt", und der Beispielfall ist eine Bäckerei, keine Finanzanwendung. In Teil IV
(Finanzmärkte) wäre es ein Fremdkörper gewesen.
Der Kernbefund: Vier Verfahren auf denselben Daten. Das Verfahren mit dem besten MSE hat die höchsten Kosten (42,63 €/Tag); das kostenbeste hat einen um 13 % schlechteren MSE und spart 10,7 %. Wer Prognosemodelle nach MSE auswählt — die Voreinstellung jeder Modellauswahl-Bibliothek —, wählt hier das falsche.
Der Grund ist die Asymmetrie der Newsvendor-Kosten: Fehlmenge 6 €, Überhang 3 €, also liegt das Optimum beim 66,7-%-Quantil und nicht beim Erwartungswert. Die Quantilregression schätzt dieses Quantil direkt aus den Merkmalen.
Warum ein pauschaler Sicherheitszuschlag zu kurz greift — nachgerechnet statt behauptet: Der verwendete Zuschlag beträgt 5,9 Stück, richtig wären 3,5 (normale Tage) und 12,3 (Aktionstage). Ein einziger Wert ist an ruhigen Tagen 1,7-mal zu groß und an unruhigen halb so groß wie nötig.
Ein eigener Fehler, der zum Kapitelabschnitt wurde: Der erste Entwurf bewertete auf 230 Testtagen — dort hatte die Quantilregression den besseren MSE, und die Kernaussage stand auf dem Kopf. Ausgemessen: Bei 180-Tage-Fenstern sieht das schlechtere Modell in 11,8 % der Fälle besser aus, bei 730 Tagen nie. Daraus ist ein eigener Abschnitt geworden: Ein Kennzahlenvergleich ohne Streuungsangabe ist keine Aussage.
✅ Kapitel „Supply-Chain und Energieeinsatz unter Unsicherheit“
Datei 36_Supply_Chain_Energie.md, in Teil IV zwischen Strukturbrücke und Finanzdaten.
Damit ist Phase 3 abgeschlossen.
Regel 9 war hier ausschlaggebend: Der Plan sah „Netzwerkdesign mit
Standortentscheidungen" vor — aber Standortplanung kommt bereits in fünf Programmen vor
(Solverstatus_und_Gap, Betriebsueberwachung, Big_M_Falle, Solverwechsel_CPSAT_HiGHS,
Benchmark_Skalierung). Eine sechste Fassung wäre Wiederholung gewesen. Stattdessen:
Kraftwerkseinsatzplanung — im Buch bisher nur als Domäne erwähnt, nie modelliert.
Der methodische Beitrag über {ref:kap:unsicherheit} hinaus: Dort ist die erste Stufe des zweistufigen Modells kontinuierlich. Hier ist sie binär — das An/Aus je Block und Stunde steht am Vorabend fest, für alle Szenarien gleich, und lässt sich nicht anteilig anpassen.
Die gemessenen Befunde:
- Planung auf den Wind-Erwartungswert kostet 149 % mehr und führt in 28 von 40 Szenarien zum Lastabwurf; der schlimmste Tag ist sechsmal so teuer.
- Der zweistufige Plan braucht dafür nur sechs zusätzliche Blockstunden. Der Unterschied ist im Commitment-Muster mit bloßem Auge sichtbar.
- Die CVaR-Schranke auf die nicht gedeckte Energie kostet bei realistischen 3 000 €/MWh nichts — der risikoneutrale Plan hält sie bereits ein. Erst bei einem Marktpreisdeckel von 300 €/MWh greift sie und kostet 844 €/Tag für 18,4 vermiedene MWh, also 46 € je vermiedener MWh.
Der dritte Punkt war zunächst ein enttäuschendes Ergebnis (die Schranke tat nichts) und ist zum stärksten Befund des Kapitels geworden: Eine Risikoschranke ändert genau dann etwas, wenn der Schaden zu niedrig bepreist ist. Bei realistischer Bewertung erledigt die Minimierung der erwarteten Kosten die Absicherung von selbst — was die reale Lage der Energiewirtschaft beschreibt, in der ein Marktpreisdeckel den volkswirtschaftlichen Schaden nicht abbildet.
Strukturelle Anpassung: Teil IV hieß „Operations Research an den Finanzmärkten" und
enthält jetzt ein Energiekapitel. Er heißt daher „Anwendungen — Energiewirtschaft und
Finanzmärkte" (Label {#teil:anwendungen}, 6 Verweise umgestellt), und sein Vorspann
gliedert ihn in drei Abschnitte: Brücke, Industrieanwendung, Finanzanwendung. Wer mit
Produktion oder Energie zu tun hat, liest die ersten beiden und kann den Rest überspringen —
genau die Wahlmöglichkeit, die die Rezension eingefordert hat.
✅ Kapitel „Spaltengenerierung“ — der nachgeholte Punkt
Datei 25_Spaltengenerierung.md, direkt hinter den Metaheuristiken. Damit ist der Plan-Punkt
„Metaheuristiken & Dekomposition" vollständig eingelöst, und Phase 3 hat keine offenen
Punkte mehr.
Als eigenes Kapitel und nicht als Abschnitt: Das Metaheuristik-Kapitel ist mit 1 516 Zeilen bereits das zweitlängste, und Spaltengenerierung ist ein exaktes Verfahren — unter einer Metaheuristik-Überschrift wäre es falsch einsortiert.
Der Aufbau steht auf Vorhandenem. Das Pricing-Teilproblem ist ein Rucksack
(Rucksack.py, {ref:kap:milp}), die Preise dafür sind die Dualwerte aus
{ref:sec:lp-dualitaet-und-schattenpreise}. Neu ist allein die Schleife — das Kapitel führt
nichts ein, was die Leser nicht schon hätten.
Die gemessenen Befunde:
- Die Musterzahl springt beim Halbieren der Breiten von 309 auf 46 408 (Faktor 150), die Zahl der gebrauchten Muster bleibt bei knapp 30. Bei der schmalen Instanz werden 0,06 % aller Muster erzeugt.
- Bei breiten Zuschnitten spart das Verfahren 9 von 82 Rollen (11 %). Bei schmalen spart es nichts — dort ist First-Fit bereits optimal.
- Der Unterschied hängt an einer Kennzahl: Stücke je Rolle (3,0 gegen 6,4).
Der wertvollste Teil war ein Nebenprodukt. Der letzte Punkt erklärt nachträglich Fund 16 (siehe unten): Der beim Metaheuristik-Kapitel verworfene Cutting-Stock-Vorversuch scheiterte nicht am Zufall, sondern an genau dieser Kennzahl. Das Buch beantwortet damit eine Frage, die es vorher offengelassen hatte — und die Antwort ist eine Zahl, die man vor einem Projekt ausrechnen kann.
Denkfehler: die LP-Lösung naiv aufrunden. Gemessen 79 statt 73 Rollen (+8 %), weil nicht eine Zahl aufgerundet wird, sondern dreizehn — je Muster eine. Der Kollege verwechselt untere Schranke mit Gütegarantie; das ganzzahlige Master über dieselben Spalten kostet eine Zeile und liefert 73.
Beim Schreiben verhindert: Zwei Sackgassen sind durch Vorabprüfung ausgeschlossen worden. Erstens findet First-Fit bei Instanzen in Handrechnungsgröße immer das Optimum (vier Varianten geprüft) — der Schnellstart durfte also nicht auf einem Vergleich beruhen und zeigt stattdessen den Perspektivwechsel. Zweitens hätte ein Verweis auf einen „Abschnitt zur Symmetrie" in {ref:kap:milp} ins Leere gezeigt; den gibt es nicht, die Erklärung steht jetzt im Kapitel selbst.
6b. Phase 4 — Anhänge 🔄
Anhang C: vom Fehlerzettel zum Diagnosehandbuch ✅
Anhang C listete elf Symptome (C1–C11) mit je einer Handvoll Prüfungen. Was fehlte, war der Fall, in dem diese Prüfungen alle durchlaufen und trotzdem nichts finden. Genau dort setzt der Ausbau an.
Neues Programm Konfliktsuche.py — Deletion Filter (IIS). Der Kern ist eine einzige
Regel: Nimm eine Bedingung heraus; bleibt der Rest unlösbar, wurde sie nicht gebraucht und
darf endgültig weg. Nach einem Durchlauf über alle n Bedingungen ist die Restmenge
unreduzierbar — n Solveraufrufe statt 2^n Teilmengen.
Die Instanz ist ein Produktionsplan mit 5 Variablen und 14 benannten Bedingungen. Gemessen:
| Befund | Zahl |
|---|---|
| naive Suche („jede Bedingung einmal weglassen") | 0 Treffer |
| Deletion Filter | 14 Aufrufe → Konflikt aus 3 Bedingungen, nachweislich minimal |
| Konflikte insgesamt im Modell | 9 verschiedene, Größe 3 bis 5 |
| Steuerung über die Prüfreihenfolge | 2 von 4 gegen 1 von 3 veränderlichen Bedingungen im Befund |
Der eigentliche Fund war Teil 5. Die erste Fassung behauptete, die Prüfreihenfolge beeinflusse das Ergebnis, und belegte das mit einem einzigen umgekehrten Durchlauf — der zufällig denselben Konflikt lieferte. Erst 200 gewürfelte Reihenfolgen zeigten, dass das Modell neun verschiedene minimale Konflikte enthält. Die Behauptung stimmte, der Beleg nicht; aus der Messung wurde ein eigener Programmteil und die praktisch wichtigste Aussage des Abschnitts: „den" kleinsten Konflikt gibt es nicht.
Daraus folgt ein Praxisgriff, der ebenfalls gemessen ist: Wer die unveränderlichen Bedingungen zuerst prüfen lässt, bekommt sie eher aus dem Befund heraus und sieht dafür mehr Stellschrauben. Beide Befunde sind wahr — nur einer nennt dem Planer etwas, das er tun kann.
Abgrenzung, die Regel 9 erzwungen hat. Infeasibility_Diagnose.py (Kap. Praxisfallen)
war zuerst zu lesen. Es macht hierarchische Relaxation mit CP-SAT: „was tun wir jetzt?".
Der Deletion Filter beantwortet „was widerspricht sich?" — andere Frage, andere
Solverfamilie, andere Instanz. Beide verweisen jetzt aufeinander, statt sich zu wiederholen.
Zwei Anschlüsse an vorhandene Programme ergänzt:
- C6 (falsche Dualwerte) setzte stillschweigend voraus, dass es einen richtigen
Schattenpreis gibt. Neue vierte Prüfung: Bei Entartung gibt es den nicht, der Wert ist
nicht falsch, sondern mehrdeutig — Verweis auf die Dualspannen aus
Toleranzen_und_Entartung.py. - C5 (instabile Lösung) war ein reiner Finanzabschnitt (Kovarianzmatrix, Shrinkage).
Neuer Teil „Derselbe Fehler außerhalb der Finanzwelt": Kondition der Restriktionsmatrix,
Größenordnungen der Koeffizienten, Ruiz-Equilibrierung aus
Skalierung_Kondition.py.
Anhang-Dateinamen: den Buchstaben herausgenommen ✅
Die Dateien hießen 90_Anhang_A_Loesungen.md … 93_Anhang_D_Glossar_und_Literatur.md. Der
Buchstabe ist abgeleitete Information — dieselbe Sorte, die in diesem Projekt schon zweimal
gerottet ist (die Überschriften in Anhang A, die Kapitelnummern in 66 Docstrings). Ein neuer
Anhang vor dem Glossar hätte ihn in jedem Dateinamen falsch gemacht.
Jetzt heißen sie 90_Anhang_Loesungen.md, 91_Anhang_Modellierungsmuster.md,
92_Anhang_Fehlerdiagnose.md, 93_Anhang_Spickzettel.md, 94_Anhang_Glossar_und_Literatur.md
— Ordnungspräfix und Thema, kein Buchstabe. Denselben Grundsatz halten die Programmdateien
schon („Sensitivitaetsanalyse.py, nicht Kap_04_…"). 22 Dateien mit Verweisen mitgezogen;
die HTML-Seitennamen sind unberührt, weil seiten_dateiname() sie aus dem
{#anhang:label}-Slug bildet.
Anhang D (neu): Spickzettel der Solver ✅
Sechs Seiten statt der geplanten fünf — pywraplp fehlte im Plan, steht aber in sechs
Programmen des Buchs. Reihenfolge nach tatsächlicher Verwendung: SciPy (21 Programme),
HiGHS (14), OR-Tools/pywraplp (6), CP-SAT (16), CVXPY (16), Pyomo/Linopy (je 1).
Jede Seite hat denselben Aufbau, damit sie sich nebeneinanderlegen lassen: wofür (und wofür nicht), Modell, Variablen, Nebenbedingungen, Lösen, alle Statusfälle (Regel 5), Lösung auslesen, drei Stolpersteine.
Alle Schnipsel lösen dasselbe Problem — das Produktionsprogramm aus dem Ökosystem-Schnellstart mit dem bekannten Optimum 530 und den Schattenpreisen 12 und 1. Damit ist jeder Schnipsel selbstprüfend. Jeder wurde einzeln in einem eigenen Prozess ausgeführt (ortools und highspy vertragen sich nicht, siehe C9); alle sieben liefern 530 bzw. die CP-SAT-eigene Instanz. Ausnahme mit Ansage: CP-SAT bekommt ein ganzzahliges Beispiel, weil ein stetiges LP dort das falsche Werkzeug wäre.
Abgegrenzt (Regel 9): Ein_System_Vier_Ansaetze.py zeigt dieselben Bibliotheken im
Vergleich, Modellierungsschichten.py die beiden Modellierungssprachen. Der Anhang ist
die Nachschlagefassung und verweist auf beide, statt sie abzuschreiben.
Anhang B: drei Rezeptkarten — und eine Tabelle voller falscher Zahlen ✅
Der eigentliche Fund war die Übersichtstabelle. Sie nannte zu jedem der 24 Muster ein
Kapitel als Literalzahl: B1 „5.3", B18 „15.1", B21 „9.4". Nach den acht in Phase 3
eingefügten Kapiteln war jede einzelne dieser Zahlen falsch — MILP steht heute bei 6,
Praxisfallen bei 22, Unsicherheit bei 12. Ein Leser, der B18 nachschlägt, landete in
{ref:kap:prognose}. Die Spalte ist jetzt auf {ref:kap:…} umgestellt und rechnet sich beim
Bauen selbst aus.
Drei neue Karten, jeweils erst gegen den Bestand geprüft (Regel 9):
- B25 Mindestabnahmemenge über einen Zeitraum. B2 hatte die Struktur („entweder 0 oder mindestens L"), aber nicht den Jahresvertrag: ein Schalter für den ganzen Zeitraum, nicht einer je Periode. Die Verwechslung erzeugt ein unlösbares Modell, und man sucht den Fehler dann in den Daten. Dazu die vergessene obere Kopplung — Trickle Flow andersherum.
- B26 Rüstzeit als Kapazitätsverbrauch. B17 verbucht den Wechsel in der Zielfunktion. Sobald die Maschine ausgelastet ist, gehört er zusätzlich in die Kapazitätszeile — sonst verteilt das Modell die Produktion auf viele kleine Lose, weil ein Wechsel zwar Geld, aber keine Zeit kostet. Der Plan geht auf dem Papier auf und in der Schicht nicht.
- B27 Budgetlimit. War überhaupt nicht abgedeckt. Kern der Karte ist die Frage, die die Geschäftsführung stellt („was bringt der nächste Euro?"): Beim LP ist das der Schattenpreis, bei Ganzzahligkeit gibt es ihn nicht — dort mit erhöhtem Budget neu rechnen. Und: Die LP-Relaxation verspricht zu viel, weil sie die letzte Maßnahme anteilig kaufen darf.
6c. Phase 5 — Medien, Rahmen, Gesamtbau 🔄
Formel-Übersetzer in Markowitz und CVaR ✅
Der letzte offene Punkt aus Phase 1. Beide Kapitel hatten je drei gute 📐-Lesehilfen — die erklären die Idee. Was fehlte, war an beiden Stellen dasselbe: die Notation selbst.
- {ref:kap:markowitz}: Das Kapitel beginnt mit der ausgeschriebenen Zweititelformel und
springt dann zu
\mathbf{w}^\top\boldsymbol{\Sigma}\mathbf{w}, ohne die beiden zu verbinden. Die neue Karte löst das Matrixprodukt in die Doppelsumme über alle Paare auf und zeigt, dass es fürn=2Buchstabe für Buchstabe die Eingangsformel ist. Nachgerechnet: Eigenrisiken0{,}0288, Zusammenspiel-0{,}0115, Summe0{,}0173→\sigma_p = 13{,}15\,\%, also unter beiden Einzelrisiken (20 % und 30 %). - {ref:kap:cvar}: Der Bruch
\frac{1}{S(1-\alpha)}war nirgends erklärt. Die Karte übersetzt jedes Zeichen und benennt die teuerste Verwechslung:\alphaund1-\alphazu vertauschen wirft keine Fehlermeldung. An 2 000 simulierten Renditen mit Fat Tails gemessen: richtig 3,43 % (Mittel über 100 Szenarien), vertauscht 0,18 % (über 1 900) — Faktor 19, und die zweite Zahl ist überhaupt kein Randmaß mehr.
Lernpfade an den Stand nach Phase 3/4 angepasst ✅
Die Wegweiser stammten aus der Zeit der 15 Kapitel und waren an drei Stellen falsch:
- Pfad A endete bei {ref:kap:praxisfallen} — seit Phase 3 gibt es danach noch {ref:kap:testing}. Auch die Zeitangabe (60–80 h) passte nicht mehr zu 23 Kapiteln.
- Pfad B/C verwiesen auf „{ref:kap:fundament} (nur 2.1–2.3)" — harte Abschnittsnummern
(Regel 1), die inzwischen auf Schnellstart und Lernziele zeigten statt auf den Stoff.
Jetzt
{ref:sec:…}-Verweise. - Keiner der Pfade kannte die acht neuen Kapitel. B und C bekommen jetzt den Hinweis auf {ref:kap:metaheuristiken} bzw. {ref:kap:dekomposition} für den Fall, dass der Solver an der echten Instanz stehen bleibt; Pfad F (neu) führt vom Prototyp in den Betrieb ({ref:kap:praxisfallen} → {ref:kap:testing} → Fehlerdiagnose). Pfad E nennt zusätzlich den neuen Spickzettel.
Aufgaben, Handrechnungen und Abbildungen: die letzten 153 harten Nummern ✅
Der im vorigen Schritt gefundene Defekt ist behoben — und zwar nach derselben Regel wie Kapitel und Abschnitte: die Zahl steht nicht mehr im Quelltext.
Im Quelltext steht jetzt **Aufgabe ⭐ — Titel.**, > **✏️ Handrechnung: Titel** und
 — genau so, wie es die acht in Phase 3 geschriebenen Kapitel schon
hielten. Beim Bauen vergibt die neue Funktion nummeriere_marken() daraus
Aufgabe 5.3, Handrechnung 5.1, Abb. 5.2.
Sie liest den Kapitelpräfix aus den bereits gesetzten # Kapitel N:-Überschriften, genau wie
nummeriere_abschnitte(). Deshalb genügt ein Aufruf für beide Baupfade: im
Gesamtdokument aus resolve_numbering(), im Mehrseiten-Bau aus resolve_numbering_seite(),
wo die Kapitelüberschrift zu diesem Zeitpunkt schon nummeriert auf der Seite steht. Beide
Pfade liefern nachweislich dieselben Nummern.
Zwei Entscheidungen, die den Rest der Arbeit bestimmt haben:
- Codeblöcke werden übersprungen. Was in einem Programm steht, löst
extract_programme_04.pyals Datei heraus; eine Nummer, die nur der Buchsatz kennt, würde Buch und Programm auseinanderlaufen lassen (Regel 6). Also dürfen Programme solche Nummern gar nicht erst enthalten. - Bilder vor dem ersten Kapitel bleiben unnummeriert — die beiden Entscheidungsdiagramme unter den Teil-Überschriften. Dieselbe Regel wie bei Abschnitten.
Was dafür umgestellt werden musste:
| Was | Anzahl |
|---|---|
| Marken entnummeriert (97 Aufgaben, 15 Handrechnungen, 23 Abbildungen) | 135 |
| Querverweise von Nummern auf Namen umgestellt | 21 |
| Kapitelnummern in Code-Kommentaren durch Kapitelnamen ersetzt (Regel 2) | 12 |
Stellen in README.md / README_Programme.md |
3 |
Der zweite Fund dabei: Die Programme trugen nicht nur Handrechnungsnummern, sondern auch
Kapitel N in Kommentaren. Zwei davon waren bereits falsch — Installationstest.py nannte
„nur Kapitel 11-14" für die Livedaten (heute 18–21), Renditeschaetzung_Falle.py verwies auf
„Kapitel 11" statt auf das Kapitel Finanzdaten (18). Auch die beiden READMEs führten noch
Lernpfade über „Kapitel 1 bis 15".
Drei Programme drucken den geänderten Text, ihre abgedruckte Ausgabe wurde gegen einen
echten Lauf gediffed (Regel 4): Installationstest.py, Dualitaet_Nachweis.py,
Diversifikation_Demo.py.
Der Quelltext ist jetzt vollständig frei von abgeleiteten Nummern. Die Gegenprobe
grep -nE '\b(Aufgabe|Handrechnung|Abschnitt|Kapitel) [0-9]+(\.[0-9]+)?\b' \
Operations_Research_mit_Python_Version_04/*.md
findet nichts mehr. Sie gehört in jede spätere Wiederaufnahme.
Rahmen: Notation und Projektwerkstatt an die neuen Kapitel angeschlossen ✅
Zwei Wegweiser, die von Phase 3 überholt worden waren.
Notation und Abkürzungen. Das Verzeichnis kannte kein einziges Symbol der acht neuen
Kapitel. Ergänzt als neuer Abschnitt 1.5 (Verfahrenskapitel): Reihenfolge \pi,
Zugbewertung \Delta, Temperatur T und das Metropolis-Kriterium
({ref:kap:metaheuristiken}); Dualpreis \pi_i, Musterspalte a_i und reduzierte Kosten
({ref:kap:dekomposition}); Pareto-Dominanz und die $\varepsilon$-Schranke
({ref:kap:mehrziel}); das Dach \hat{d}_t für Prognosewerte ({ref:kap:prognose});
Anfahr-/Einsatzvariable, Mindestlaufzeit und der Fensterindex \tau
({ref:kap:supplychain}). Sieben Abkürzungen kamen dazu: SA, LNS, CG, IIS, MSE, GIL, JSON.
Dabei ist \pi als neue Doppelbelegung aufgefallen — Reihenfolge in
{ref:kap:metaheuristiken}, Dualpreis in {ref:kap:dekomposition}. Beide Bedeutungen sind in
der Literatur so verbreitet, dass ein Ausweichbuchstabe mehr verwirren würde; der Fall steht
jetzt in der Warnbox neben \lambda, \gamma und S.
Dritter Fundort derselben Rostspur. Die Abkürzungstabellen führten eine Spalte
„Kapitel" mit nackten Zahlen: LP → 4, VaR → 13, TSP → 7. Alles V03-Nummern, alle falsch.
Die vorherige grep-Gegenprobe hatte sie nicht gefunden, weil dort die Zahl allein in
einer Tabellenzelle steht, nicht als „Kapitel N" im Fließtext. 38 Zellen auf
{ref:kap:…} umgestellt. Dieselbe Bauform fand sich noch einmal in der Projektwerkstatt
(„Kapitel: 1, 5, 6, 15" in den Projektköpfen, plus eine Tabellenspalte in P8) — weitere
9 Stellen.
Projektwerkstatt: drei neue Projekte. Für Metaheuristik, Mehrziel und Deployment gab es keinen Projektausgang. Neu sind:
- P9 — Wenn der Solver aussteigt. P3 mit 400 statt 30 Kunden: exakt gegen heuristisch unter gleichem Zeitbudget, gesucht ist der Umschlagpunkt, nicht der Sieger. Mit der Falle, in die hier fast jeder tappt — die Heuristik nur dort zu testen, wo man das Optimum nicht kennt.
- P10 — Zwei Ziele, eine Entscheidung. Kosten gegen CO₂ über das $\varepsilon$-Constraint-Verfahren. Ergebnis ist eine Kurve, keine Lösung; abzunehmen ist unter anderem der Nachweis, welche Punkte eine gewichtete Summe niemals findet.
- P11 — Vom Skript zum Dienst. Kein neues Modell, sondern der Schritt danach: eines der eigenen Projekte P1–P10 in vier Schichten übergeben (Domäne, Kern, Tests, HTTP). Prüfstein ist, ob eine unbeteiligte Person es allein zum Laufen bringt.
Vorwort (Projektzahl, Pfade B/C/F mit P9 und P11 verknüpft) mitgezogen.
Nebenbei in PLAN.md korrigiert: Die Abnahmeliste in Abschnitt 10 rief
pytest …/Programme/tests -q auf — dieses Verzeichnis gibt es nicht. Die Suite heißt
test_or_kern.py und liegt flach im Programme-Verzeichnis; sie läuft grün (33 Tests).
Die vier fehlenden Diagramme ✅
PLAN.md Abschnitt 7 nennt sieben neue Diagramme für Phase 5. Drei standen bereits (zwei
Entscheidungs-Flussdiagramme, Pareto-Front), vier fehlten. Sie sind jetzt da — jedes mit
Generatorskript, und die beiden gemessenen rechnen dieselbe Instanz wie das zugehörige
Buchprogramm:
- Konditionszahl-Experiment ({ref:kap:fundament}),
erzeuge_kondition.py. Links die gemessene Fehlerverstärkung gegen\kappa(A)über zwölf Größenordnungen: Sie liegt auf der theoretischen Schranke —\kappaist keine Faustregel, sondern wird im schlimmsten Fall vollständig ausgeschöpft. Rechts die Ruiz-Equilibrierung,8{,}67\cdot10^{10} \to 4{,}69\cdot10^{1}. Die knifflige Stelle:Skalierung_Kondition.pyzieht die Mischmodell-Matrix aus demselben Generator, aus dem vorher schon die Störungen von Experiment 1 kamen. Der Generator spielt die Ziehungsreihenfolge deshalb exakt nach — sonst zeigte das Diagramm eine andere Konditionszahl als der abgedruckte Programmlauf. - Metaheuristik-Landschaft ({ref:kap:metaheuristiken}),
erzeuge_metaheuristik_landschaft.py. Eine Landschaft über200!Punkten lässt sich nicht zeichnen — wohl aber, wie die Suche sie durchläuft. Aufgezeichnet wird der aktuelle Zustand, nicht der beste: Der beste fällt bei jedem Verfahren monoton, und was die Verfahren unterscheidet, ist gerade, wie weit sie sich unterwegs entfernen dürfen. Alle Werte reproduzieren die Kapiteltabelle (1 049 / 917 / 907 und die Temperaturreihe 919 / 907 / 914 / 939 / 1 041). - Clean-Architecture-Schichten ({ref:kap:praxisfallen}) und
Dienst-Ablauf ({ref:kap:testing}), beide in
erzeuge_architektur_diagramme.py(Graphviz, Palette der Entscheidungsdiagramme). Sie bilden ab, was inor_kern.pyundOptimierungsdienst.pytatsächlich steht, kein allgemeines Schema: beim ersten steckt die Aussage in der Pfeilrichtung (alles zeigt nach innen, die Domäne auf nichts), beim zweiten in der 202-Antwort.
Alle vier sind in die Kapitel eingebaut und werden von nummeriere_marken() automatisch
nummeriert (Abb. 2.3, 9.1, 22.3, 23.1).
Plotly-Figuren: von zwei auf vier ✅
Maßstab war, ob der Hover echte Zusatzinformation trägt statt Kosmetik. Zwei Figuren haben ihn erfüllt:
- Suchverlauf ({ref:kap:metaheuristiken}). Die Rechnung lag durch das
Landschafts-Diagramm schon vor; ergänzt wurde nur die Temperaturaufzeichnung. Im Hover
steht nicht bloß der Zielwert, sondern die Temperatur an dieser Stelle und — daraus
gerechnet — mit welcher Wahrscheinlichkeit dort ein Zug typischer Größe (Median 70 Minuten,
im Kapitel gemessen) noch angenommen würde. Damit wird an der Kurve ablesbar, warum
T_0 = 8so lange braucht, um zurückzufinden. - Effizienzlinie mit und ohne Hausregeln ({ref:kap:markowitz}), neues Skript
erzeuge_effizienzlinie.py(statisch und interaktiv). Im Hover stehen die Gewichte des jeweiligen Portfolios plus die Sektorsummen — man sieht die Zusammensetzung entlang der Linie wandern und erkennt, wo ein Titel an seine 20-%-Grenze stößt.
Der Befund der neuen Figur. Der senkrechte Abstand zwischen freier und beschränkter Linie beträgt höchstens 0,58 Prozentpunkte — das ist, was die meisten erwarten. Der eigentliche Einschnitt steht am oberen Ende: Ohne Grenzen erreicht das Portfolio 10,55 %, mit 20-%-Grenze und Sektorlimits ist bei 9,06 % Schluss. Diese 1,50 Punkte sind nicht teuer erkauft, sondern überhaupt nicht mehr erreichbar — auch nicht gegen mehr Risiko. Das Kapitel hatte diese Frage bisher nur als Übungsaufgabe gestellt.
Warum hier eine feste Instanz. Markowitz_CVXPY.py lädt Livedaten; ein Diagramm daraus
sähe an jedem Tag anders aus. Die Figur rechnet deshalb ein festes Universum aus einem
Faktormodell — dieselbe Struktur und dieselben Regeln wie im Kapitel, aber reproduzierbar.
Das steht so auch im Buch, damit niemand die Zahlen für einen Livebefund hält. Das vorhandene
kap12_efficient_frontier.svg bleibt unangetastet: Es ist eine schematische Lehrbuchskizze,
keine Rechnung, und kann deshalb nicht driften.
Eine harte Nummer über zwei Zeilen — und die Prüfung dagegen ✅
Beim Einbau fiel auf, dass der Docstring von Diversifikation_Demo.py noch
(Handrechnung\n12.1) trug — die Zahl stand hinter einem Zeilenumbruch, und die
zeilenweise grep-Gegenprobe der vorigen Runde lief daran vorbei.
pruefe_dateien() prüft das jetzt selbst, mit \s+ statt eines Leerzeichens, und meldet
Datei, Zeile und Fund. Damit ist die Gegenprobe nicht mehr etwas, woran man denken muss,
sondern Teil von --check. Gegengetestet: Eine künstlich eingefügte zweizeilige
Aufgabe\n4.3 wird gefunden.
Die fünfte harte Nummer: eine Tabellenzelle — gefunden in Phase 6 ✅
Beim Lesen von 31_Unsicherheit.md für den Chance-Constraints-Abschnitt stand in der
Übersichtstabelle „Die drei Ansätze im Überblick“ die Zeile
| Kapitel | 9.2 | 9.3 | 9.4 |
Die Abschnitte heißen in Version 04 aber 12.4 bis 12.6 — es waren stehengebliebene Version-03-Nummern, im PDF abgedruckt. Damit ist die Regel „keine abgeleiteten Zahlen im Quelltext“ zum fünften Mal verletzt gefunden worden.
Warum --check daran vorbeilief: Der Ausdruck von damals verlangt das Wort unmittelbar
vor der Zahl ((Kapitel|Abschnitt|…)\s+\d+). Hier steht „Kapitel“ als Zeilenkopf und ist
durch | von der Zahl getrennt — \s+ matcht keinen senkrechten Strich. Die Verschärfung
der vorigen Runde (Zwischenraum statt Leerzeichen) war also richtig und trotzdem nicht genug.
pruefe_dateien() hat jetzt eine zweite Prüfung: eine Tabellenzelle, die nur aus einer
Nummer der Form N.N besteht. Sie überspringt Codezäune — abgedruckte Programmausgaben
setzen ihre Spalten ebenfalls mit | und enthalten legitime Zahlen (40_Finanzdaten.md
Zeilen 381–385 wären sonst fünf Fehlalarme). Gegengetestet: Die wieder eingebaute Zeile wird
mit allen drei Zellen einzeln gemeldet, nach dem Rückbau ist der Lauf sauber.
Die Zeile heißt jetzt „Nachzulesen in“ und trägt drei {ref:sec:…} — Querverweise 703 → 706.
Die Lehre: Die vier früheren Fälle steckten alle im Fließtext oder in Docstrings. Dieser saß in einer Tabelle, also in genau der Struktur, die man beim Korrekturlesen überfliegt. Beide Prüfungen zusammen decken Fließtext, Docstrings und Tabellen ab.
VaR/CVaR-Diagramm — und ein Widerspruch, den es aufgedeckt hat ✅
Beim Nachbau des ersten Finanzdiagramms stellte sich heraus, dass Bild und Text verschiedene Zahlen nannten: Der Kapiteltext sagte „höchstens 2,3 %" (VaR) und „im Mittel 3,8 %" (CVaR), die Abbildung zeigte rund 3,1 % und 4,2 %. Beide stammten aus unbekannten, nicht reproduzierbaren Läufen — genau der Schaden, gegen den die Generatorskripte geschrieben werden.
erzeuge_var_cvar.py rechnet jetzt beides aus einer Instanz: 20 000 Tage aus dem
Fat-Tail-Modell des Kapitels ($t$-Verteilung mit drei Freiheitsgraden, wie in
VaR_CVaR_Demo.py), und die Kennzahlen über dieselben Funktionen wie dort — den CVaR also
über Rockafellar-Uryasev, nicht über den naheliegenden, aber falschen Mittelwert aller Werte
jenseits des VaR. Ergebnis: VaR 1,86 %, CVaR 2,99 %. Der Kapiteltext nennt diese Zahlen
jetzt und verweist auf das Skript.
Eine Darstellungsentscheidung, die dokumentiert gehört: t(3) hat keine endliche
Wölbung. Ungeschnitten quetscht ein einzelner Tag bei +70\,\% die ganze Verteilung zu
einem Strich. Die x-Achse ist deshalb auf \pm 8\,\% beschnitten — und im Bild steht, wie
viele Tage draußen liegen (32) und wie schlecht der schlechteste war (-23{,}0\,\%). Das
Beschneiden verschweigt die Ausreißer nicht, sondern macht sie zum Argument: Genau diese
Tage zählt der VaR nicht mit.
Das alte kap13_var_cvar.svg ist damit unreferenziert. Es wurde nicht gelöscht — das
wäre eine Entscheidung des Autors, nicht meine.
Die Priorisierung der Altbestände war falsch begründet — korrigiert
Die Reihenfolge im vorigen Eintrag ging davon aus, die vier „Finanzdiagramme" enthielten
Messwerte. Beim Ansehen stellte sich heraus: Nur eines von ihnen rechnet.
kap11_ledoit_wolf_shrinkage ist ein Kastendiagramm, kap13_cvar_zielfunktion eine
beschriftete Formel, kap12_efficient_frontier eine idealisierte Lehrbuchskizze mit runden
Zahlen. Alle drei können nicht driften.
Das brauchbare Kriterium ist nicht das Kapitel, sondern: Zeigt das Bild Zahlen, die aus einem Modell stammen? Danach neu sortiert:
| Gruppe | Bilder | Warum |
|---|---|---|
| rechnet, Generator lohnt | kap02_feasible_region, kap02_konvexitaet, kap04_simplex_ecken, kap05_lp_vs_integer, kap05_branch_and_bound, kap07_min_cost_flow, kap07_vrp_touren, kap08_kkt_geometrie |
Ecken, Schranken, Flüsse und Touren stammen aus einem konkreten Modell. Weicht das Kapitel ab, lügt das Bild — kap04_simplex_ecken behauptet etwa C = (4,8; 4,8) als Optimum. |
| halb | kap06_cp_sat_propagation, kap10_zustandskette |
Ablaufbilder mit einzelnen Zahlen; Nutzen mittel. |
| schematisch, kein Generator nötig | kap01_analytik_reifegrad, kap01_vier_bausteine, kap03_solver_architektur, kap09_unsicherheit_ansaetze, kap11_ledoit_wolf_shrinkage, kap12_efficient_frontier, kap13_cvar_zielfunktion, kap14_engine_overview, kap15_or_plattform, kap15_praxisfallen |
Kästen, Pfeile, beschriftete Formeln. Es gibt nichts, was mit einem Programm auseinanderlaufen könnte. |
Die beiden Polyeder-Bilder — und wofür die Generatoren eigentlich da sind ✅
Der bisher deutlichste Fall. kap02_feasible_region (Fundament) und kap04_simplex_ecken
(LP) zeigten beide dasselbe fremde LP:
2x_1+3x_2 \le 24,\qquad 3x_1+2x_2 \le 24,\qquad \text{Optimum } (4{,}8;\ 4{,}8)
Dieses Modell kommt im ganzen Buch nicht vor. Beide Kapitel rechnen an dieser Stelle das Bot-Allokationsproblem aus {ref:kap:einfuehrung}:
\max\ 150x_1+250x_2 \quad\text{u.d.N.}\quad 2x_1+5x_2 \le 40,\ 4x_1+6x_2 \le 60,\ x_1 \le 8
mit fünf Ecken und dem Optimum (7{,}5;\ 5), Z = 2\,375 €. Das Simplex-Bild stand
unmittelbar über der Handrechnung, die genau diese Zahlen herleitet — und behauptete
daneben ein anderes Optimum. Dass beide Modelle zufällig eine Ecke bei x_1 = 8 und eine bei
x_2 = 8 haben, machte den Widerspruch unauffällig.
erzeuge_polyeder.py erzeugt jetzt beide Bilder aus dem richtigen Modell. Die Ecken sind
nicht eingetragen, sondern nach demselben Verfahren berechnet wie in
Visualisierung_Loesungsraum.py (zulässige Schnittpunkte je zweier Begrenzungsgeraden) — die
Koordinaten im Bild stammen damit aus derselben Rechnung wie die abgedruckte Tabelle. Der
Simplex-Weg ist der Weg der Handrechnung, (0;0) \to (0;8) \to (7{,}5;5), und das Skript
prüft vor dem Zeichnen, dass jeder Wegpunkt tatsächlich eine Ecke des Polyeders ist.
Das ist der Beleg dafür, dass die Generatoren nicht Kosmetik sind. Drei der fünf bisher nachgebauten Bilder haben beim Nachrechnen einen Fehler oder Widerspruch zutage gefördert: die VaR/CVaR-Zahlen, und jetzt zweimal ein komplett fremdes LP. Keiner dieser Fälle wäre durch Hinsehen aufgefallen — alle drei sahen plausibel aus.
Das alte kap02_feasible_region.svg und kap04_simplex_ecken.svg sind damit unreferenziert;
gelöscht wurde wie zuvor nichts.
Die beiden MILP-Bilder — dritter und vierter Fall, plus ein Zählfehler ✅
Wie erwartet zeigten auch kap05_lp_vs_integer und kap05_branch_and_bound fremde Modelle.
kap05_lp_vs_integer behauptete ein LP-Optimum (1{,}8;\ 3{,}4) mit Z = 42{,}6 und ein
ganzzahliges Optimum (3;1) mit Z = 39 — ohne die Zielfunktion zu nennen, sodass sich
nichts davon nachprüfen ließ. Rechnet man die Koeffizienten aus beiden Punkten zurück
(\approx 10{,}7 und \approx 6{,}9), wäre die eingezeichnete Ecke (4;0) mit
Z \approx 42{,}9 besser gewesen als das angebliche ganzzahlige Optimum. Das Bild war also
vermutlich auch in sich unstimmig.
erzeuge_runden.py zeichnet stattdessen zwei Dinge aus dem Kapitel selbst: links die
Handrechnung (\max x_1+x_2 u.d.N. 2x_1+2x_2 \le 3), bei der die Zielfunktion parallel
zur Restriktion läuft — deshalb ist die ganze Kante optimal, Aufrunden auf (1;1) liegt
außerhalb, Abrunden auf (0;0) liefert null. Rechts die Messung aus
Runden_Gegenbeispiel.py, mit derselben Saat nachgerechnet; alle zwölf Werte reproduzieren
die abgedruckte Tabelle (82,0 / 17,9 / 3,1 % usw.).
kap05_branch_and_bound zeigte einen Baum mit Wurzel x_1 = 2{,}7, Schranke 150{,}4
und Incumbent 138 — zu einem Modell, das nirgends im Buch steht.
erzeuge_branch_and_bound.py rechnet den Baum der Handrechnung, statt ihn abzuschreiben:
eine kleine Branch-and-Bound-Schleife mit scipy.linprog, die nach denselben drei Regeln
kappt, die der Kapiteltext nennt. Ergebnis: P_0\,(3;1{,}5), A (3{,}33;1), A1 (3;1),
A2 (4;0), B gekappt — Optimum (4;0), Z^* = 20. Das Skript bricht ab, wenn das
Ergebnis nicht mit der Handrechnung übereinstimmt.
Eine Feinheit, die zur Aussage gehört: Die Suche musste auf Tiefensuche umgestellt werden. Mit Breitensuche wird Ast B bearbeitet, bevor die Blätter von Ast A fertig sind — B wird dann zum Incumbent, und das Bild zeigte das Gegenteil dessen, was der Text beschreibt. Der Kommentar im Skript hält das fest.
Und ein Zählfehler im Buchtext: Die Handrechnung schloss mit „Wir haben vier LPs
gelöst". Es sind fünf — P_0, A, A1, A2 und B. Aufgefallen ist das nur, weil das Skript
mitzählt. Korrigiert, mit Verweis auf das Skript.
Damit haben fünf von sieben nachgebauten Bildern einen Fehler zutage gefördert.
Die Gruppe „rechnet" ist abgeschlossen ✅
Drei weitere Generatoren — und diesmal war nicht jedes Bild falsch.
kap07_min_cost_flow war korrekt. Die Instanz stimmte mit Min_Cost_Flow.py überein.
Sie zeigte aber nur die Instanz: Kosten und Kapazitäten an den Kanten, den Fluss nicht.
erzeuge_min_cost_flow.py löst das Netz und zeichnet die Lösung ein — Strichstärke nach
Fluss, ausgelastete Kanten hervorgehoben, ungenutzte gestrichelt, Knotenpreise an den Knoten.
Sichtbar wird dadurch die eigentliche Aussage: Die billige Route über den Umschlag läuft
voll, und trotzdem muss die teure Direktkante Werk B → Kunde 2 bedient werden.
kap07_vrp_touren war ein Schema — zwei Touren, vier Kunden, Zeitfenster in Uhrzeiten.
Die Instanz des Kapitels hat 16 Kunden und vier Fahrzeuge. erzeuge_vrp_touren.py zeichnet
die tatsächliche Lösung als Karte (619 km, identisch zum abgedruckten Programmlauf).
Reproduzierbarkeit: Das Buchprogramm gibt der Suche ein Zeitbudget von fünf Sekunden —
auf einer anderen Maschine ein anderes Rechenbudget. Der Generator setzt zusätzlich eine
feste Lösungszahl als Abbruchkriterium; zwei Läufe liefern dieselben vier Touren.
Der Fund dabei ist didaktisch: Die Touren kreuzen sich. Bei einem reinen Tourenproblem wäre das ein sicheres Zeichen für eine verbesserbare Lösung — hier erzwingen die Zeitfenster die Reihenfolge. Das steht jetzt in der Bildunterschrift.
kap08_kkt_geometrie hatte ein Vorzeichenproblem. Der Zielpfeil war mit -\nabla f
beschriftet und zeigte entgegen \lambda^*\nabla g — das ist die Konstellation einer
Maximierung. Das Kapitel formuliert KKT für die Minimierung, dort gilt
\nabla f + \lambda^*\nabla g = 0, also zeigen \nabla f (ohne Minus) und
\lambda^*\nabla g gegeneinander. Eine Beschriftung, ein Vorzeichen — und die Aussage
kippt. erzeuge_kkt.py zeichnet beides neu und prüft vorher alle vier KKT-Bedingungen
numerisch; das linke Panel zeigt zusätzlich die 1-D-Handrechnung des Kapitels
(x^*=3, \lambda^*=4).
Eine Korrektur an der eigenen Einteilung: kap02_konvexitaet stand in der Gruppe
„rechnet". Beim Ansehen zeigt es eine generische Parabel und eine generische Welle — keine
Zahlen aus einem Modell. Nach dem selbst aufgestellten Kriterium gehört es zu den
schematischen Bildern; ein Generator brächte Reproduzierbarkeit, aber keinen
Korrektheitsgewinn. Kein Generator geplant.
Bilanz der Aktion: zehn nachgebaute Bilder, sieben davon mit einem Fehler oder einer fehlenden Aussage — dreimal ein völlig fremdes Modell, einmal widersprüchliche Zahlen, einmal ein gekipptes Vorzeichen, einmal eine verschwiegene Lösung, dazu ein Zählfehler im Fließtext. Kein einziger dieser Fälle wäre durch Hinsehen aufgefallen.
Aufgeräumt: die verwaisten Bilder ✅
Acht Bilder wurden durch Generatorfassungen ersetzt und danach von nichts mehr referenziert.
Gelöscht sind nur die V04-Kopien — je SVG und PNG in bilder_04/ und in der Spiegelung
OR_HTML_04/bilder_04/, zusammen 32 Dateien.
Die Vorsichtsmaßnahme, auf die es ankam: Alle acht werden von Version 03 weiterhin
gebraucht. Deren Dateien liegen in bilder/ und OR_HTML/bilder/ — eigenen Verzeichnissen,
die unangetastet bleiben. Vor dem Löschen wurde geprüft, dass V03 für jedes der acht Bilder
seine eigene Kopie an beiden Orten hat; hätte man stattdessen „die Datei" gelöscht, wäre der
eingefrorene V03-Strang beschädigt worden. Nach dem Löschen bauen beide Stränge
unverändert durch.
spiegle_bilder() kopiert übrigens nur und räumt nicht auf — die Spiegelung unter
OR_HTML_04/ verschwindet nicht von selbst und musste mitgelöscht werden. Das ist beim
nächsten Mal wieder so.
Stand der Diagrammquellen: 32 SVGs, davon 18 aus 15 Generatorskripten. Die restlichen 14 sind schematisch — Kästen, Pfeile, beschriftete Formeln, generische Funktionsverläufe. Für sie ist kein Generator geplant; das ist eine Entscheidung, keine Lücke.
Zwei Bilder aus der früheren Gruppe „halb" sind dabei geprüft und abgehakt worden:
kap06_cp_sat_propagation rechnet zwar ein konkretes Beispiel vor, ist aber korrekt und
deckungsgleich mit der Handrechnung des Kapitels (nachgerechnet: x_1=1 \Rightarrow x_2=6
fällt heraus, x_2=2 \Rightarrow x_1=5 ebenso). kap10_zustandskette ist rein symbolisch
(S_0, S_1, S_T) und kann nicht driften.
Schlussabnahme ✅ — und ein Fund, den nur sie aufdecken konnte
Die Liste aus PLAN.md Abschnitt 10, vollständig abgearbeitet:
| Prüfung | Ergebnis |
|---|---|
build_version_04.py --check |
5 Teile, 23 Kapitel, 5 Anhänge, 292 Abschnitte, 703 Querverweise, 325 Indexmarken, 31 Dateien — keine Warnung |
| gesamte Programmsuite | 73 Programme, 0 Fehler |
pytest test_or_kern.py |
33 Tests grün |
--pdf --html |
PDF 715 Seiten, Website vollständig |
| V03-Gegenprobe | 22 Dateien, 11 082 Zeilen — unverändert |
Der Fund: alle vier Plotly-Figuren waren kaputt. Sie erschienen auf den Kapitelseiten nicht als Diagramm, sondern als Wand aus escaptem Markup in einem Codeblock — auch die beiden, die seit Phase 0 bzw. Phase 3 im Buch standen.
Die Ursache steckt in einem Detail von Pandoc: Plotlys Fragment ist eine einzige lange
Zeile, die mit <div> beginnt und danach ein paar Dutzend Leerzeichen enthält. Pandoc
schließt den Roh-HTML-Block am ersten Blocktag und liest den eingerückten Rest als
indented code block. resolve_plotly() gibt das Fragment jetzt als Rohblock
(```{=html}) aus, den Pandoc unverändert durchreicht — unabhängig von Einrückung und
Zeilenlänge. Nachgeprüft: vier eingebettete Figuren, kein <pre> mehr.
Das ist genau der Fall, für den die Schlussabnahme da ist: Der Build meldete nie einen
Fehler, --check war grün, und im PDF war alles in Ordnung, weil dort ohnehin die statische
Fassung steht.
Zwei kleinere Korrekturen nebenbei. Der Platzhaltertext im PDF lautete „steht auf der
Website des Buches bereit" — er erscheint aber auch in gesamtdokument.html, und wer das
liest, ist bereits auf der Website. Jetzt: „auf den Kapitelseiten der Website".
Und ein eigener Fehlgriff: Für die V03-Gegenprobe hatte ich --html statt --check laufen
lassen. Das regenerierte V03-Artefakte (Datumsstempel, Tabellenausrichtung) — an einem
Strang, der eingefroren ist. Zurückgenommen; der Arbeitsbaum enthält keine V03-Änderung.
Dabei ist allerdings aufgefallen: V03s generiertes Gesamtdokument ist gegenüber seinen
Quelldateien leicht veraltet (Tabellenausrichtung, Stand-Datum). Das stammt aus einer
Quelländerung vor dieser Sitzung, nicht aus dem Umbau — wer V03 einmal neu baut, zieht es
nach.
Sichtprüfung der Website (strukturell nachgezählt statt behauptet): Landing-Page mit 35
Seitenverweisen, Sidebar mit Navigation und Suchfeld auf den Kapitelseiten, Suchindex mit
592 Einträgen, Stichwortverzeichnis mit 24 Buchstabengruppen und 323 Verweisen, didaktische
Karten (card-blick, card-schnellstart, card-denkfehler, card-quiz) auf den
Kapitelseiten, 73 Programme und 25 Notebooks zum Herunterladen, KaTeX lokal eingebunden,
kein einziger toter Bildverweis, und seitenübergreifende Querverweise lösen als
andere-seite.html#anker auf.
Trennung von Version 03 und Version 04 ✅
Beide Ausbaustufen lagen bis dahin nebeneinander im selben Wurzelverzeichnis. Jetzt liegt
jede in einem eigenen Baum: Version_04/ ist die Wurzel dieses Strangs und taugt
unmittelbar als Wurzel eines eigenen Repositorys; Version_03/ steht daneben, eingefroren.
Der Umbau kostete keine einzige Pfadänderung an den Skripten. Alle leiten ihre Pfade aus
der eigenen Position ab — BASIS = dirname(HIER) in den Build-Skripten,
BASIS = dirname(dirname(__file__)) in den 15 Bildgeneratoren — und jeder subprocess.run
läuft mit cwd=BASIS. Mit dem Verschieben wurde BASIS automatisch zu Version_04. Der
--check lieferte am neuen Ort auf Anhieb dieselben Zahlen wie vorher.
Verschoben wurde mit git mv, die Historie bleibt darum vollständig. Die Trennung in zwei
Repositories ist noch nicht vollzogen; sie erfolgt später mit
git subtree split -P Version_04 -b v04-only, was die Historie mitnimmt.
Was dabei zu tun war, ging fast alles über Pfadangaben in Prosa hinaus:
- Der PDF-Bau hing an zwei Dateien außerhalb des Repositorys.
~/.config/pandoc/defaults.yaml(Schriften, Geometrie) lädt darin per absolutem Pfad~/.pandoc/templates/header-includes.tex. Ein frischer Klon hätte kein PDF bauen können — die Meldung wäre nur „pandoc-Defaults nicht gefunden" gewesen. Beide liegen jetzt alspandoc-defaults-basis.yamlundpandoc/header-includes.texim Repository, mit relativiertem Pfad;build_version_04.pybevorzugt die Kopie und fällt auf die Benutzerdatei zurück. Nachgewiesen, nicht behauptet: Mit temporär entfernten Benutzerdateien baut das PDF unverändert 715 Seiten. pandoc-defaults-buch.yamlbrauchen beide Versionen unter ihrem jeweiligenBASIS— sie wurde kopiert, nicht verschoben..gitignoredreigeteilt. Die versionsspezifischen Regeln stehen jetzt inVersion_03/undVersion_04/, relativ zum jeweiligen Verzeichnis. Damit giltVersion_04/.gitignoreunverändert weiter, sobald der Baum herausgelöst ist. In der Wurzel bleibt nur, was überall gilt.- Ein Altfehler im Buchtext, bei der Gelegenheit gefunden:
00_Vorwort_und_Lesehilfe.mdschickte Leser zuOperations_Research_mit_Python_Programme/requirements.txt— ein Verzeichnis, das es nie gegeben hat. Korrigiert auf…_Version_04_Programme/. - Die Wiederaufnahme-Checkliste oben hätte sonst mit einem falschen Verzeichnis begonnen und in Schritt 4 auf ein Version-03-Skript gezeigt, das von hier aus nicht mehr auflöst.
Neu ausgestattet, damit Version_04/ als Repo-Wurzel taugt: README.md (Bau- und
Laufanleitung, Werkzeugliste, die beim Veröffentlichen zu setzenden Werte), CLAUDE.md
(V04-Konventionen ohne V03-Bezüge) und der Kommentar an COLAB_BASIS_URL, der ihn als den
einen beim Veröffentlichen zu ändernden Wert ausweist — der Pfadteil Notebooks_04/… stimmt
bereits, weil er relativ zur Repository-Wurzel aufgelöst wird.
Verifiziert am neuen Ort: --check ohne Warnung (703 Querverweise, 325 Indexmarken),
73 Programme mit 0 Fehlern, 33 pytest-Tests grün, PDF 715 Seiten, ein Bildgenerator,
OR_HTML_04/ selbstgenügsam (kein Verweisziel außerhalb), Version 03 unverändert baubar.
Titel, Untertitel und Titelblatt geändert ✅
Das Buch heißt jetzt „Optimierte Entscheidungsfindung mit Python", Untertitel „Von der mathematischen Modellierung zu praktischen intelligenten Lösungen für Betrieb, Technik und Finanzmärkte". Bis Version 03 lautete der Titel „Operations Research mit Python".
Auf dem Titelblatt stehen vier Textblöcke: Titel, Untertitel und in der Solver-Karte die
beiden Absätze aus Kritik_und_Verbesserungsvorschlaege/NEUER_TITEL.md — die
Kompendium-Beschreibung und die Anwendungsfelder. Maßgeblich sind die Zeichenketten in
erzeuge_titelseite.py; NEUER_TITEL.md ist die Vorlage, aus der sie stammen.
Das Titelblatt musste dafür neu gesetzt werden, nicht nur umbenannt. Die Textzeilen
standen mit von Hand vermessenen Koordinaten in erzeuge_titelseite.py, übernommen aus der
ursprünglichen, gezeichneten SVG — das trägt genau so lange, wie sich der Text nicht ändert.
Jetzt misst das Skript: _textbreite() fragt den echten Renderer, _umbrechen() bricht
auf den Satzspiegel um, _setze_block() stapelt mit definiertem Durchschuss. Der Titel wurde
seither dreimal geändert; ab dem zweiten Mal kostete das nur noch das Austauschen von
Zeichenketten.
Gemessene Werte: Titel 34 pt in drei Zeilen, Untertitel 14 pt in zwei Zeilen, Kartentext 11,5 pt in 3 + 1 + 5 Zeilen (Spanne 117 pt bei 141 pt Kartenhöhe).
Zwei dieser Größen sind gegenüber der ersten Fassung gefallen, und zwar aus messbaren Gründen: Der Untertitel bräuchte bei 15 pt drei Zeilen, deren letzte nur noch das Wort „Finanzmärkte" trüge — ein Hurenkind mitten auf dem Titelblatt; bei 14 pt sind es zwei ausgeglichene Zeilen. Und der Kartentext ist auf neun Zeilen gewachsen: Bei 12 pt blieben nur 9 pt Luft über und unter dem Block, und der Text geriete in die abgerundeten Kartenecken (Radius 11,9 pt); 11,5 pt lassen 12 pt.
Warum der Titel dreizeilig ist: „Entscheidungsfindung" ist bei 34 pt bereits 429 pt breit
und damit fast so breit wie der ganze Satzspiegel (453 pt). Jede zweizeilige Aufteilung
bräuchte mindestens 649 pt — das passt bei keiner lesbaren Schriftgröße. Der Umbruch wird
über ein \n im TITEL erzwungen, damit „mit Python" zusammenbleibt.
Der Platz für den zweiten Kartenabsatz kam aus dem kürzeren Untertitel. Er braucht nur
noch zwei statt vier Zeilen; Trennlinie und Kartenoberkante sind deshalb von y = 336,7 / 368,7
auf 308 / 340 gerückt, und die Karte wuchs von 113 auf 141 pt. Beide Werte stehen als
gemeinsame Konstanten am Dateikopf, aus denen _design() und _texte() lesen — Kasten und
Text können nicht auseinanderlaufen.
Zwei Sicherungen sind eingebaut und gegengetestet: Passt eine Titelzeile nicht in den Satzspiegel oder läuft der Kartentext über den Kartenrand, bricht das Skript mit einer Meldung ab, statt ein Titelblatt zu erzeugen, auf dem Text übereinanderliegt.
Der Titel steht an genau zwei Stellen statt verstreut: SITE_TITEL im Versionsblock von
build_version_04.py — von dort lesen <title>, Kopfleiste, Landing-Page, Notebook-Kopf und
der pagetitle des Gesamtdokuments — und TITEL in erzeuge_titelseite.py, weil er dort
umbrochen und vermessen werden muss.
Nicht geändert: die Verzeichnis- und Dateinamen (Operations_Research_mit_Python_…) und
die historischen Dokumente unter Kritik_und_Verbesserungsvorschlaege/.
Die Anwendungsfelder auf dem Titelblatt sind gegen den Inhalt geprüft. Zu jedem Begriff gibt es ein gerechnetes Beispiel:
| Anspruch | belegt durch |
|---|---|
| Personaleinsatz-, Schicht- und Vertretungspläne | CP_SAT_Vertretungssystem.py, Schichtplan-Beispiel in {ref:kap:cpsat} (6 Personen, 14 Tage), Projekte P1/P2 |
| Fahrtrouten | VRP_Flotten_Routing.py (CVRPTW, 16 Kunden, 619 km), VRP_Kapazitaetsfalle.py |
| Logistik | Min-Cost-Flow-Transportnetz, VRP, {ref:kap:supplychain} |
| Maschinenauslastung | JobShop_Intervalle.py, Rüstzeitmuster B26 |
| Netzwerkauslastung | Min_Cost_Flow.py mit Kantenkapazitäten |
| Energieverteilung | Kraftwerkseinsatz.py (Unit Commitment mit Windunsicherheit) |
| Ressourcenplanung | Bot_Allokation.py, Rucksack.py |
| Portfoliooptimierung, Finanzmärkte | {ref:kap:markowitz}, {ref:kap:cvar}, {ref:kap:handelsmaschine} |
Ein Begriff wurde dabei ausgetauscht. Die erste Fassung warb mit „Stundenplänen" — das Wort kommt im ganzen Buch nur zweimal vor, als Stichwort in einer CP-SAT-Tabelle und als Datenquelle im Projektauftrag P1. Ein Stundenplan im engeren Sinne (Klassen, Fächer, Räume, Lehrerverfügbarkeit gegeneinander optimieren) wird nicht gerechnet; gerechnet werden Vertretungsplan und Schichtplan. Die Formulierung lautet jetzt „Personaleinsatz-, Schicht- und Vertretungsplänen" und deckt sich damit mit dem, was das Buch einlöst.
Verifiziert: --check ohne Warnung, PDF 715 Seiten, Titelblatt in PDF und Website
sichtgeprüft, kein Rest eines früheren Titels in Quellen oder generierten Seiten, 33
pytest-Tests grün, Version 03 unberührt.
7. Was als Nächstes ansteht
Der Stand
Alle Phasen sind abgeschlossen — die sechs des Umbaus, dazu Phase 6 bis 8 aus
Verbesserungen_02.md/_03.md. Version_04/ ist seit dem 08.09.2026 ein eigenes
Git-Repository. 23 Kapitel, 6 Anhänge, 5 Teil-Synthesen, 76 lauffähige Programme,
141 Aufgaben mit 141 Lösungen, 33 Diagramme, PDF mit 759 Seiten, Website mit vier
interaktiven Figuren.
Zum eigenen Repository — eine Korrektur der früheren Angabe hier: git subtree split -P Version_04 hätte die Historie nicht mitgenommen. Der Pfad Version_04/ existiert erst
seit der Verzeichnistrennung; der Split hätte 7 statt 41 einschlägiger Commits gebracht — eine
Teilhistorie, die vollständig aussieht und es nicht ist. Volle Historie ginge nur über
git-filter-repo (nicht installiert). Deshalb: frischer git init -b main, das
übergeordnete Repository bleibt das Archiv der 71 Commits und trägt Version_04/ in seiner
.gitignore.
Was von außen kommen muss
-
✅ Remote-Repository angelegt und gepusht — https://kitux.de/forgejo/dschlueter/operations_research, öffentlich, Branch
main. -
✅
COLAB_BASIS_URLgeklärt — und zwar anders als geplant. Der Platzhalter zeigte auf GitHub, das Repository liegt auf einer eigenen Forgejo-Instanz. Colab öffnet Notebooks nur aus GitHub, Google Drive oder einem Upload; die URL-Formcolab.research.google.com/github/…ist fest auf GitHub verdrahtet. Eine selbstgehostete Adresse dort einzusetzen ergäbe keinen Link zum eigenen Server, sondern einen toten GitHub-Link — der Kommentar im Quelltext („zu ändern sind nur Kontoname und Repository-Name") ging von GitHub aus und war damit selbst irreführend. Die Konstante steht jetzt auf"": Die Colab-Zeile entfällt, der Download-Link auf das Notebook bleibt, ergänzt um den Hinweis, was man damit tut. Ein späterer GitHub-Spiegel braucht weiterhin nur diesen einen Wert. -
✅ Veröffentlicht unter https://jamulix.de/OR/ — Landing-Page, Kapitelseiten, Diagramme, Notebooks, Suchindex, KaTeX und PDF sind erreichbar (alles HTTP 200 geprüft).
Das Hochladen ist seit dem 08.09.2026 Aufgabe von
veroeffentliche_04.py(rsync --delete, Vor- und Nachprüfung). Der frühere Warnhinweis an dieser Stelle — die Website hänge einen Bau zurück — hat sich damit erledigt: Das Skript weigert sich, einen veralteten Stand hochzuladen, und prüft hinterher dreizehn Adressen per HTTP. Nach jedem--pdf --htmlfolgt ein Lauf des Skripts.
Bewusst zurückgestellt (aus Verbesserungen_02/_03)
- Streamlit-Apps (V03/1, 2, 5) — Entscheidung des Autors. Sie wären eine neue Artefaktklasse: nicht über die Programmsuite prüfbar, ohne abgedruckte Ausgabe (Regel 4). Der „Was-wäre-wenn"-Gedanke daraus ist in {ref:sec:praxisfallen-attribution} ohne UI eingelöst.
- Zielgruppen-Callouts in allen Kapiteln (V02/5) — die Lernpfade und die One-Pager aus 7.1 leisten dasselbe gezielter, ohne Eingriff in jeden Abschnitt.
joblib/ray(V02/2) —num_workersundProcessPoolExecutordecken den Bedarf; ein Cluster-Framework wäre eine Abhängigkeit ohne Beispiel, das sie braucht.- Executive-PDF-Report (V03/6) — ohne Streamlit-Apps fehlt der Ort, an dem er entstünde.
Folium-Karten (V03/3) standen hier lange als blockiert — sie sind es nicht mehr, siehe den Eintrag im nächsten Abschnitt.
Offen, rein redaktionell
53 der 141 Lösungstitel weichen vom Aufgabentitel ab — durchweg Kürzungen („Zweistufiges Modell rechnen" → „Zweistufig rechnen"), alle in den 15 Abschnitten aus Version 03; die acht in Phase 3 ergänzten stimmen vollständig. Seit 6.1a trägt jede Lösung wieder die richtige Nummer, die Navigation ist also intakt. Ein Angleichen wäre Kosmetik, kein Fehler — aber es würde den Anhang lesbarer machen.
Was einer späteren Sitzung auffällt und kein Fehler ist
- 14 der 33 Diagramme haben keinen Generator. Dokumentierte Entscheidung — Kästen, Pfeile, beschriftete Formeln, generische Funktionsverläufe. Kriterium in Abschnitt 6c.
Mutationstest.pybenutzt weiterhinsubprocess. Richtig so: Dort läuft pytest auf einer mutierten Kopie, das ist ein externes Werkzeug auf veränderten Dateien und keine Import-Isolation (Abschnitt 8.2).- Die abgedruckte Ausgabe von
Parallele_Suche.pyist absichtlich nicht byteidentisch reproduzierbar. Die Zahl der verschiedenen Pläne schwankt — und genau das ist die Aussage des Abschnitts. - Version 03 ist eingefroren und liegt in
../Version_03/. Ihre READMEs nennen als Arbeitsverzeichnis nochOR_mit_Python, und ihr generiertes Gesamtdokument liegt minimal hinter den Quellen zurück. Beides bleibt bewusst stehen.
Kleinere offene Punkte aus abgeschlossenen Phasen
- ✅ Formel-Übersetzer in {ref:kap:markowitz} und {ref:kap:cvar} — erledigt, siehe Abschnitt 6c. Damit hat jedes formelreiche Kapitel seinen 🔤-Übersetzer; die Kapitel Finanzdaten, Handelsmaschine und Praxisfallen sind formelarm, dort besteht kein Bedarf.
- ✅
CLAUDE.mdum den V04-Strang ergänzt — aus Phase 5 vorgezogen, weilCLAUDE.mddie einzige Datei ist, die eine neue Sitzung automatisch liest. Ohne diesen Abschnitt hätte eine frische Sitzung am eingefrorenen V03 weitergearbeitet undPLAN.md/PROGRESS.mdnie gesehen. Damit war die Wiederaufnahme der eigentliche Schwachpunkt — nicht die Frage, in welchem Verzeichnis die Planungsdateien liegen.
6d. Phase 6 — Umsetzung von Verbesserungen_02 / _03 🔄
Grundlage: Kritik_und_Verbesserungsvorschlaege/Verbesserungen_02.md und _03.md, zwölf
Arbeitspakete. Nach Ertrag geordnet umgesetzt; Streamlit-Apps sind auf Wunsch des Autors
zurückgestellt, ebenso Folium-Karten (die VRP-Instanz ist ein synthetisches Raster ohne
Geokoordinaten) und Zielgruppen-Callouts in allen Kapiteln.
✅ Repository und pyproject.toml
git init -b main in Version_04, Version_04 im übergeordneten Repository ausgetragen.
Neu: pyproject.toml mit den Gruppen finance, large-scale, api, figures, dev,
empfehlungen — die abgedruckte requirements.txt bleibt unverändert daneben bestehen.
ortools steht in der Grundausstattung, highspy erst in [large-scale]. Damit kann
der HiGHS-Symbolkonflikt bei der schlanken Installation gar nicht erst auftreten; cvxpy
zieht highspy nicht nach.
Zwei Funde beim Abgleich der Importe gegen requirements.txt:
graphvizfehlte —bilder_04/erzeuge_architektur_diagramme.pyimportiert es, die Leserliste kennt es nicht. Es gehört nicht in die abgedruckte Datei (kein Beispielprogramm braucht es), steht jetzt aber in[figures].pymoosteht inrequirements.txt, wird aber von keinem der 74 Programme importiert — es ist nur eine Empfehlung im Kapitel Metaheuristiken. Jetzt in[empfehlungen].
Später korrigiert: cvxpy lag zuerst in [finance] — falsch, es wird von 13 Programmen
gebraucht, darunter dreien im Kapitel Unsicherheit, lange vor dem Finanzteil. Jetzt in der
Grundausstattung.
✅ 6.1 Chance Constraints ({ref:kap:unsicherheit})
Neuer Abschnitt {ref:sec:unsicherheit-chance-constraints} plus Chance_Constraints.py
(74. Programm). Das Kapitel hatte Monte-Carlo, Zweistufigkeit und Worst-Case-Robustheit; die
Wahrscheinlichkeitszusage war die fehlende vierte Antwort — und die, nach der das Management
tatsächlich fragt. Beide Wege an derselben Instanz: analytisch als
Second-Order-Cone-Bedingung (CLARABEL) und szenariobasiert als Big-M-MILP (SciPy/HiGHS),
beide in einem Prozess ohne ortools- oder highspy-Import.
Der Fall ist ein Kraftwerkspark mit 500 MW Zusage. Drei Befunde, alle gemessen:
- Der Mittelwertplan hält 50,08 %. Kein Fehler, sondern die Definition des Erwartungswerts — dieselbe Falle wie im Kapitelanfang, nur teurer.
- Sicherheit ist konvex bepreist. 56 289 € je Prozentpunkt auf dem Weg zu 80 %, 253 848 € zwischen 95 % und 99 % — das 4,5-fache. Das Programm rechnet die Tabelle selbst aus, statt sie zu behaupten.
- Die Zusage gilt nur für die unterstellte Verteilung. Der 95-%-Plan hält gemessen 87,44 %, sobald die Testverteilung eine Kältewelle mit Dunkelflaute enthält, in der alles zugleich einbricht — auch das Gaskraftwerk. In einer reinen Normalwelt liefert derselbe Plan 94,97 %. Nicht das Verfahren ist falsch, sondern die Annahme.
Zwei eigene Fehlgriffe unterwegs, beide durch Messen aufgefallen:
- Die erste Kostentarierung ergab eine entartete Lösung (alles ins Gaskraftwerk), womit die Kovarianzmatrix wirkungslos war — und gerade sie ist der Grund für die Kegelform. Erst Kosten, die je erwarteter MW vergleichbar sind, machen den Konflikt echt.
- Der erste Kälteeinbruch traf nur Wind und Sonne. Der SOC-Plan hatte die aber ohnehin fast herausgehalten und war zufällig robust (94,40 %) — das Argument trug nicht. Physikalisch richtig ist, dass bei Frost auch der Gasdruck fällt; damit trifft der Einbruch alles zugleich, und genau das kann eine Kovarianzmatrix mit Korrelationen um null nicht ausdrücken.
Ehrlich berichtet statt geglättet: Die Szenariomethode überanpasst. Über zwölf Läufe
(je vier Ziehungen bei S = 200, 400, 800, geprüft an 200 000 unabhängigen Szenarien) lag die
tatsächliche Quote zwischen 93,14 % und 96,71 %, und die Spanne wurde von S = 400 auf
S = 800 wieder breiter. Beide Solver (SciPy und HiGHS) bestätigten optimal bei
identischen Kosten — es ist echte Überanpassung, kein Solverartefakt. Steht als
⚠️-Kasten im Abschnitt.
Aus der Ausgabe entfernt: die Laufzeitmessung. Eine Wanduhrzeit ist nie byteidentisch reproduzierbar (2,2 s / 2,3 s zwischen zwei Läufen) und hätte Regel 4 dauerhaft gebrochen. Die Beobachtung steht jetzt im Fließtext, wo eine Spanne ehrlich ist. Danach: drei Läufe zeichengleich, und die abgedruckte Ausgabe stimmt mit dem Lauf des extrahierten Programms überein.
Eine Aufgabenprämisse musste ich verwerfen: „Ab welcher Zusage wird das Modell unlösbar?“ —
das analytische Modell bleibt bis praktisch 100 % lösbar. Die Aufgabe fragt jetzt nach dem
Fall mit gedrosselter Biomasse, in dem das szenariobasierte Modell infeasible meldet
(7,50 % der Szenarien deckt selbst der Vollausbau nicht), das analytische aber optimal
liefert — und dann 87,39 % hält.
✅ 6.1a Die letzten handgeschriebenen Nummern — sechster und siebter Fund
Der sechste Fund: 98 Lösungsmarken in Anhang A. Marken der Bauart
**9.2 — Ansatz wählen.**, sämtlich aus Version 03, wo Unsicherheit Kapitel 9 war. Heute ist
es Kapitel 12, und die Aufgabe wird korrekt als „Aufgabe 12.2" gesetzt.
Das war keine Schönheitsfrage: „Aufgabe 9.2" existiert wirklich — sie gehört zum Kapitel Metaheuristiken („Zuggröße und Temperatur"). Wer die Lösung zu 9.2 nachschlug, landete beim falschen Thema. Beide bisherigen Prüfungen liefen vorbei: Vor der Zahl steht kein Schlüsselwort, und es ist keine Tabellenzelle.
Zwei Messungen machten die Reparatur billig. Erstens: In allen 15 nummerierten
Abschnitten gab es exakt so viele Lösungen wie Aufgaben, lückenlos 1…n — nur der Kapitelteil
war falsch, die Umstellung also reine Mechanik. Zweitens: Die acht in Phase 3 ergänzten
Kapitel machten es längst richtig (**Titel.** ohne Nummer). Der Anhang wurde damit nicht
auf etwas Neues umgestellt, sondern auf das, was seine neueren Teile schon taten.
Der Build vergibt die Marken jetzt selbst. Der Präfix kommt nicht aus # Anhang A: —
der Anhang ist eine Überschrift, seine Abschnitte gehören aber zu 23 verschiedenen
Kapiteln. Er kommt aus {#sec:loesungen-<X>} → {#kap:<X>}; diese Zuordnung gilt geprüft
für alle 23. Im Quelltext steht **{loesung} — Titel.**.
Der siebte Fund, unterwegs: neun Verweise auf Denkfehler-Nummern. Sätze wie „siehe
Denkfehler 8.1" standen in alter Zählung — „8" war in Version 03 das QP/NLP-Kapitel, heute
ist es Graphen. Eine bloße Umnummerierung hätte sie stillschweigend woanders hin zeigen
lassen; das Ziel wurde deshalb für jeden einzelnen aus dem Zusammenhang bestimmt (die
Kovarianzmatrix-Stelle in Finanzdaten meint QP/NLP, die „vergessene Dimension" meint Graphen)
und auf {ref:sec:<kapitel>-denkfehler} umgestellt — ein Label, das alle 23 Kapitel haben.
Einer davon steckte in einem Programm-Docstring und bekam nach Regel 12 den Kapitelnamen
statt eines Verweises.
Eine Abweichung vom Plan, bewusst: Der Denkfehler bekommt gar keine Nummer. Es gibt
je Kapitel genau einen, die zweite Stelle wäre immer .1, und er steht ohnehin unter einer
nummerierten Überschrift. Eine Nummer, die nie variiert, holte nur die Fragilität zurück, die
hier gerade beseitigt wurde. Auch das folgt den acht neuen Kapiteln, die den Denkfehler schon
vorher nur mit dem Titel des Rätsels ankündigen.
--check bewacht jetzt alle Familien — Denkfehler N.M, Micro-Quiz N,
**N.M — im Anhang — und zählt zusätzlich ab, dass jeder Lösungsabschnitt so viele
{loesung}-Marken hat wie sein Kapitel Aufgaben. Das ist die eigentliche Absicherung: Sie
fängt eine vergessene oder doppelte Lösung, was keine Textsuche leisten kann. Gegengetestet
mit vier künstlichen Fehlern auf einmal — alle vier gemeldet, nach dem Rückbau null.
Die Gegenprobe der Umstellung: Das gebaute Gesamtdokument vorher gesichert, nachher
verglichen. 168 geänderte Zeilen, restlos einer Familie zuzuordnen — 118 Lösungsmarken,
15 Anhang-Überschriften, 15 Kapitel-Callouts, 12 Micro-Quiz, 7 Zeilen mit Denkfehler-Verweisen
(darauf 8 {ref:}), 1 Docstring-Zeile. Keine verschobene, verlorene oder inhaltlich
veränderte Zeile.
Die 118 sind die Probe aufs Exempel: 138 Marken gesamt, davon 20 unverändert — genau die Kapitel 1 bis 3, deren alte Nummern zufällig noch stimmten, weil vor ihnen nichts eingefügt worden war.
Ergebnis: 138 Aufgaben, 138 Lösungen, keine ohne Gegenstück. Micro-Quiz tragen jetzt die echten Kapitelnummern (1, 2, 3, 5, 6, 7, 8, 11, 12, 13, 18–22 — die Lücken sind die Kapitel ohne Quiz). PDF unverändert 725 Seiten.
Nicht Teil dieser Runde: In den 15 alten Abschnitten weichen 69 der 138 Lösungstitel von den Aufgabentiteln ab (gekürzt: „Zweistufiges Modell rechnen" → „Zweistufig rechnen"). Da die Nummer wieder stimmt, ist sie der Schlüssel; das Angleichen wäre eine rein redaktionelle Runde.
✅ 6.2 Constraint Attribution und Managementbericht ({ref:kap:praxisfallen})
Neuer Abschnitt {ref:sec:praxisfallen-attribution} plus Constraint_Attribution.py
(75. Programm). Setzt Paket 3 aus Verbesserungen_02.md um — den Teil, der noch fehlte.
Die Lücke, die es schließt. Zwei Fälle waren abgedeckt: Erklaerbarkeit.py beantwortet
„warum diese Zuweisung?", Konfliktsuche.py „warum geht es gar nicht?". Der
häufigste Fall der Praxis lag dazwischen und hatte kein Werkzeug: Das Modell rechnet, der
Plan ist zulässig — und trotzdem enttäuschend, nur weiß niemand woran es liegt.
Dieselbe Fabrik wie die Konfliktsuche, nach der Reparatur. Dort war die Lackierkapazität
von 150 Stunden der Kern des Widerspruchs (2 \cdot 40 + 3 \cdot 30 = 170 > 150); eine
zweite Schicht bringt sie auf 210, der Mindestumsatz sinkt auf 10 000 €. Damit kann ein
Leser dieselben 14 benannten Bedingungen über zwei Kapitel hinweg verfolgen — erst
„warum nicht?", dann „was kostet was?".
Drei gemessene Befunde:
- Bindend heißt nicht teuer. Fünf Bedingungen binden, „Lackierbudget Schicht 2" mit
einem Schattenpreis von 0,00 €. Dieselbe Unterscheidung, die
Erklaerbarkeit.pyan einer einzelnen Zuweisung zeigt — hier im Dualwert eines LP. - Der Schattenpreis ist eine Momentaufnahme. Für die Lackiererei verspricht die
Hochrechnung
4{,}00 \cdot 30 = 120€, gemessen kommen 60 €; der Preis gilt exakt bis +15 Stunden. Die zweite Hälfte der Sonderschicht wäre bezahlt und wirkungslos. Und die Ranglisten drehen sich: nach Schattenpreis führt der Trägervertrag (18 €/Stück), nach tatsächlicher Wirkung die Montage-Sonderschicht (450 €). - Ein Wunsch kann unmöglich statt teuer sein. „Mindestens 55 Rahmen" ist
INFEASIBLE, blockiert von drei Bedingungen gemeinsam (jede einzeln entfernt macht ihn möglich) — die Deletion-Filter-Struktur, angewandt auf einen Wunsch statt auf einen Widerspruch. Mit +15 Stunden Lackierkapazität wird er erfüllbar und kostet dann nichts: Der Plan wählt diese Menge von sich aus. Der Konflikt bestand nie zwischen Vertrieb und Produktion.
Der Managementbericht entsteht in Teil (4) aus genau diesen Zahlen — kein Satz enthält
eine Zahl, die nicht vorher gerechnet wurde, auch nicht die Rangfolge und nicht die Namen
der blockierenden Bedingungen. Voraussetzung dafür ist der sprechende Name jeder Bedingung;
aus A_ub[7] wird kein Satz.
Und die Grenze, die dazugehört — als ⚠️-Kasten und als Übungsaufgabe: Ein solcher Bericht erklärt das Modell, nicht die Wirklichkeit. Die Aufgabe lässt den Deckungsbeitrag von Deckel von 9 € auf 20 € steigen. Gemessen: Der Plan kippt (Rahmen auf das Vertragsminimum 40, Deckel auf die Marktgrenze 120), „Kapazität Lackieren" hört auf zu binden, „Liefervertrag Rahmen" fängt damit an — und der Satz „Teuerste Bindung ist Liefervertrag Träger" steht wörtlich unverändert im Bericht, während die Zahl dahinter von 18 € auf 58 € springt. Ein Bericht, der sich nicht ändert, ist kein Beweis dafür, dass sich nichts geändert hat.
Die neue Zählprobe aus 6.1a hat sich sofort bewährt: Nach dem Einbau der Übungsaufgabe
meldete --check „6 Loesungen, das Kapitel aber 7 Aufgaben", bevor die Lösung geschrieben
war. Genau der Fall, für den sie gebaut wurde.
Stand danach: 294 Abschnitte, 725 Querverweise, 328 Indexmarken, 75 Programme, 139 Aufgaben mit 139 Lösungen, PDF 737 Seiten.
✅ 6.3 Parallelität und Determinismus ({ref:kap:cpsat})
Neuer Abschnitt {ref:sec:cpsat-parallele-suche} plus Parallele_Suche.py (76. Programm).
Setzt Paket 2 aus Verbesserungen_02.md um.
Was fehlte, war nicht die Regel, sondern die Messung. Das Buch setzt an acht Stellen
num_workers = 1 mit dem Kommentar „für eine reproduzierbare Ausgabe", und der Spickzettel
nennt den Grund. Nachgeprüft hatte es nie jemand. Gerechnet wird auf demselben Job-Shop wie
{ref:sec:cpsat-intervallvariablen-job-shop-scheduling}, nur groß genug, dass die Suche
arbeitet: 12 Aufträge, 10 Maschinen, 120 Arbeitsgänge.
Zwei Befunde, beide stärker als die Behauptung:
- Die Beschleunigung ist überlinear. Acht Arbeiter waren im abgedruckten Lauf nicht achtmal, sondern 12,3-mal schneller als einer. Kein Messfehler: CP-SAT vervielfacht nicht dieselbe Suche, sondern lässt verschiedene Strategien nebeneinander laufen, die einander ihre Schranken mitteilen. Der zweite Arbeiter ist nicht „der zweite Kern", sondern ein anderes Verfahren.
- Der Seed genügt nicht — und zwar schon ab zwei Arbeitern. Ein Arbeiter: 1 Plan aus
4 Läufen. Zwei Arbeiter: 3 verschiedene Pläne aus 4 Läufen, bei identischem
random_seedund identischem Zielwert 183. Es braucht also keine acht Arbeiter, um die Reproduzierbarkeit zu verlieren.
Die vollständige Antwort kam erst über die Übungsaufgabe, und sie ist besser als der
Abschnitt allein: Mit num_workers = 1, aber fünf verschiedenen Seeds, ergeben sich
ebenfalls fünf verschiedene Pläne. Keiner der beiden Parameter sichert die
Reproduzierbarkeit allein:
| Seed fest | Seed variabel | |
|---|---|---|
| 1 Arbeiter | reproduzierbar | 5 Pläne aus 5 Läufen |
| mehrere Arbeiter | 3 Pläne aus 4 Läufen | erst recht nicht |
Weiter gemessen für die Aufgabe: Der Gewinn kehrt sich um — auf 24 Kernen Faktor 10,2
(8 Arbeiter), 12,3 (16), 9,0 (24). „So viele Arbeiter wie Kerne" ist damit
widerlegt. Und bei 15 Aufträgen läuft ein Arbeiter ins 60-s-Limit (FEASIBLE, Makespan
200), während acht OPTIMAL mit demselben Makespan 200 nach 26,4 s melden — der
Unterschied liegt nicht in der Lösung, sondern im Beweis, dass es keine bessere gibt.
Zur abgedruckten Ausgabe: Sie trägt die Kennzeichnung „Laufzeiten und die Zahl der
verschiedenen Pläne sind hardwareabhängig" — nach dem Muster, das
{ref:kap:testing} für Benchmark_Skalierung.py schon verwendet. Der Vergleich des
extrahierten Programms mit dem Abdruck weicht denn auch in genau einer Zelle ab (4 statt 3
verschiedene Pläne bei 4 Arbeitern); Zielwert und Struktur sind identisch. Hier ist die
Nichtreproduzierbarkeit der abgedruckten Zahl die Aussage selbst — der einzige Fall im
Buch, in dem das so ist.
Im MILP-Kapitel bekam die entsprechende Stelle in Warmstart_Effekt.py einen Verweis;
dort steht nach Regel 12 der Kapitelname, keine Nummer.
Stand danach: 295 Abschnitte, 730 Querverweise, 76 Programme, 140 Aufgaben mit 140 Lösungen, PDF 744 Seiten.
✅ 7.1 Vier Zielgruppen-One-Pager (Vorwort)
Setzt Paket 4 aus Verbesserungen_03.md um. Das Titelblatt wirbt seit dem Umbau mit
Entscheidern, Ingenieuren und Investoren — die Lernpfade im Vorwort waren aber nach
Themen geschnitten, nicht nach Rollen. Der neue Abschnitt „Für wen dieses Buch
geschrieben ist" steht zwischen „Wie dieses Buch aufgebaut ist" und den Lernpfaden und
schließt genau diese Lücke: vier Einstiege, jeder mit Schmerzpunkt, drei Belegen, dem
passenden Pfad und der Frage, an der es in dieser Rolle scheitert.
Die Entscheidung, die den Abschnitt trägt: nur gemessene Zahlen. Jeder Beleg ist ein Ergebnis, das im Buch gerechnet wird — kein Werbeversprechen:
- Entscheider: der Erwartungswert-Plan aus {ref:kap:supplychain} kostet 149 % mehr (874 870 € statt 351 356 €) und führt in 28 von 40 Szenarien zum Lastabwurf; der Preis eines Prozentpunkts Versorgungssicherheit steigt um das 4,5-fache ({ref:sec:unsicherheit-chance-constraints}).
- Ingenieure: der Schattenpreis der Lackiererei gilt bis +15 Stunden, eine 30-Stunden-Schicht bringt deshalb 60 € statt 120 € ({ref:sec:praxisfallen-attribution}); das Gesamtbild der Metaheuristiken 2 497 → 2 289 Minuten bei einer Schranke von 1 768.
- Investoren: VaR 1,86 % gegen CVaR 2,99 %, schlechtester Tag −23,0 % — der am VaR nichts ändert ({ref:kap:cvar}).
- Studierende: das Modell mit dem schlechteren MSE trifft die günstigere Entscheidung ({ref:kap:prognose}).
Und eine Erwartung wird ausdrücklich enttäuscht. Verbesserungen_03 verlangt für die
Managementseite „typischer ROI und Amortisationszeit". Das Buch hat diese Zahlen nicht, und
jede hier genannte wäre erfunden. Der One-Pager sagt das offen und nennt stattdessen die
beiden Werkzeuge, mit denen der Leser seine eigene Zahl ausrechnet: den EVPI aus
{ref:kap:unsicherheit} als Obergrenze für jedes Prognoseprojekt und die Kostenzurechnung
aus {ref:sec:praxisfallen-attribution}.
Kein neues Programm, keine neue Aufgabe — der Abschnitt bündelt Vorhandenes. Querverweise 730 → 755, PDF 744 → 746 Seiten.
✅ 7.2 Wasserfalldiagramm „was es bringt" ({ref:kap:supplychain})
Setzt den umsetzbaren Teil von Paket 3 aus Verbesserungen_03.md um (Vorher-Nachher-
Wasserfall, Business Impact). Neuer Generator bilder_04/erzeuge_wirkung.py; das
Supply-Chain-Kapitel bekommt damit sein erstes Diagramm überhaupt.
Der Anlass: Die Tabelle im Kapitel nannte nur die Summen — 874 870 € gegen 351 356 €, 149 % mehr. Wofür genau, stand nirgends.
Der Generator rechnet die Instanz erneut, wie es die Konvention verlangt („so können Diagramm und Buchtext nicht auseinanderlaufen"). Die Probe fiel gut aus: Der unabhängige Nachbau reproduziert beide abgedruckten Summen exakt, dazu 178,7 MWh Fehlmenge und 28/40 Szenarien mit Abwurf. Kein Auseinanderlaufen — der erste Generator dieser Reihe, der nichts findet, und das ist ein Ergebnis für sich.
Was die Zerlegung zeigt und die Tabelle nicht:
| Anfahrt | Brennstoff | Lastabwurf | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| zweistufig | 58 000 € | 293 356 € | 0 € | 351 356 € |
| Erwartungswert | 58 000 € | 280 631 € | 536 239 € | 874 870 € |
Die Anfahrkosten sind identisch — der Erwartungswert-Plan spart also nicht dort, wo man es vermuten würde. Er spart 12 725 € Brennstoff und bezahlt dafür 536 239 € Lastabwurf: das 42-fache. „149 % mehr" ist eine Zahl, über die man streiten kann; „wir sparen 12 725 € und riskieren 536 239 €" ist eine, über die man entscheidet.
Die Trennung von Brennstoff- und Abwurfkosten ist der einzige Zusatz gegenüber bewerte()
im Buchprogramm; dort wird sie nicht gebraucht.
Ein eigener Fehler unterwegs: Ein .replace(",", ".") für deutsche Tausenderpunkte lag
auf dem ganzen Titelsatz und machte aus „Brennstoff, Preis" ein „Brennstoff. Preis".
Jetzt gibt es euro(), das nur auf Zahlen angewandt wird — mit einem Kommentar, der genau
davor warnt.
SVG byteidentisch über zwei Läufe. Diagramme jetzt 33, davon 19 mit Generator (16 Skripte).
✅ 7.3 Glossar „Deutsch — OR" ({ref:kap:modellierung})
Setzt Paket 7 aus Verbesserungen_03.md um. Neuer Abschnitt
{ref:sec:modellierung-glossar}, unmittelbar hinter dem Gesprächsleitfaden: Die zwölf Fragen
liefern Sätze — hier werden sie übersetzt.
Die Abgrenzung zu Anhang B war die eigentliche Entwurfsfrage. Der Musterkatalog hat längst eine Spalte „Umgangssprachlich", aber er läuft in die andere Richtung: Muster → Formulierung. Wer aus einer Besprechung kommt, hat den Satz und sucht den Baustein. Das Lexikon ist genau so herum gebaut (21 Einträge, jeweils mit B-Nummer), und Anhang B bekam einen Rückverweis. Kein Duplikat, sondern die fehlende Gegenrichtung.
Der Teil, der den Abschnitt trägt, ist aber nicht die Tabelle, sondern was danach kommt: fünf Wendungen, bei denen die Übersetzung eine Entscheidung erzwingt — „möglichst", „nicht mehr als drei pro Woche", „im Durchschnitt", „so schnell wie möglich", „fair". Bei jeder gibt es zwei bis drei vertretbare Modelle, und die Wahl gehört dem Betrieb, nicht dem Modellierer. Das ist die These des Kapitels („Ein Satz ist noch kein Modell"), hier auf die Alltagssprache angewandt.
Dazu die Gegenrichtung OR → Deutsch: acht Sätze, die sich bewährt haben, wenn ein
Ergebnis jemandem erklärt werden muss, der das Modell nicht kennt — einschließlich der
Formulierung für INFEASIBLE („Ihre Regeln widersprechen sich", nicht „der Computer
schafft es nicht").
Die neue Übungsaufgabe lässt drei Zielfunktionen für „gleichmäßig ausgelastet" aufstellen; die Lösung nennt je einen Fall, in dem die Wahl den Plan sichtbar ändert — und weist darauf hin, dass zwei der drei einen Halbtagsmonteur bestrafen.
Mitgezogen: Lernziel, Zusammenfassung, Rückverweis aus Anhang B, Pfad E im Vorwort (er führte bisher direkt zum Musterkatalog, jetzt über das Lexikon).
Damit ist Phase 7 abgeschlossen. 296 Abschnitte, 766 Querverweise, 141 Aufgaben mit 141 Lösungen, PDF 749 Seiten.
✅ 8.1 Synthese-Seiten je Teil — und ein Fund in der Lesekette
Setzt Paket 5 aus Verbesserungen_02.md um (den Teil, der nicht zurückgestellt wurde). Fünf
neue Dateien 19_/29_/39_/49_/52_Synthese_*.md, je eine am Ende eines Teils, mit eigener
Website-Seite (SONDERSEITEN, weil sie bewusst keine # Kapitel:-Überschrift tragen —
sie sind keine Kapitel, sondern der Rückblick auf einen Teil).
Der Entwurf musste sich abgrenzen: Die Teil-Einleitungen haben bereits Entscheidungsdiagramme („welches Werkzeug passt zu meinem Problem"). Eine zweite Entscheidungsmatrix am Teil-Ende wäre eine Dopplung gewesen. Die Synthesen leisten deshalb das, was eine Einleitung nicht kann: den Vergleich über die Kapitel hinweg (Verfahren nebeneinander, mit der Spalte „wo es aufhört"), eine Tabelle „was dieser Teil gemessen hat" — Behauptung gegen Messung gegen Fundstelle — und drei Fehler, die der Teil verhindert. Zitiert wird ausschließlich, was im Buch tatsächlich gerechnet wird.
Drei Funde beim Einbau
Erstens: Teil III sagte „die drei Kapitel dieses Teils", hat aber fünf. Phase 3 hatte {ref:kap:mehrziel} und {ref:kap:prognose} hinzugefügt, die Einleitung blieb stehen. Sie nennt die drei Abweichungen jetzt weiterhin, schließt die beiden späteren Kapitel aber ausdrücklich an.
Zweitens: 50_Praxis.md verwies auf die Projektwerkstatt mit „acht eigene Anwendungen" —
sie hat elf.
Drittens, und das ist der eigentliche Fund: Die Lesekette der Quelldateien führte an acht
Kapiteln vorbei. Nach Phase 3 zeigte 12_Python_Oekosystem.md direkt auf
20_Lineare_Programmierung.md, 23_Graphen… direkt auf 30_QP…, 32_Dynamische… direkt
auf 40_Finanzdaten.md, 50_Praxis.md direkt auf die Projektwerkstatt. Wer der Kette
folgte, übersprang acht von 23 Kapiteln — darunter Metaheuristiken, Spaltengenerierung,
Mehrziel, Predict-then-Optimize, Strukturbrücke, Supply-Chain und das ganze
Testing-Kapitel. Zehn weitere Dateien hatten gar keine Navigationszeile.
Zur Reichweite, damit sie nicht überschätzt wird: Diese Zeilen stehen nur in den
Quelldateien. entferne_navigation() streicht sie aus dem Gesamtdokument, und die Website
baut ihre Vor/Zurück-Knöpfe selbst aus DATEIEN. PDF und Website waren also nie betroffen —
wohl aber jeder, der die Markdown-Dateien im Repository liest, und das wird nach der
Veröffentlichung der Normalfall sein.
Die Kette ist jetzt über alle 35 Übergänge geschlossen, und --check bewacht sie: Fehlt
eine Zeile oder zeigt sie an der in DATEIEN folgenden Datei vorbei, ist der Lauf rot.
Gegengetestet mit beiden Bruchformen.
Stand danach: 36 Dateien (31 + 5 Synthesen), 296 Abschnitte, 815 Querverweise, 303 Hauptüberschriften, PDF 758 Seiten.
✅ 8.2 Solver-Isolation ohne subprocess-Codestrings
Setzt den Isolationsteil von Paket 1 aus Verbesserungen_02.md um. Der Plan nannte zwei
Programme; beim Suchen kam ein drittes dazu, das dasselbe Muster verwendete.
Was ersetzt wurde. Ein_System_Vier_Ansaetze.py und Benchmark_Skalierung.py hielten
ihre vier Solvervarianten als Zeichenketten in einem Dictionary und gaben sie an
python -c weiter — bei Benchmark_Skalierung.py sogar mit .format()-Platzhaltern für
die Instanzgröße. Aus jeder Variante ist jetzt eine gewöhnliche Funktion mit lokalem
Import geworden. Solverwechsel_CPSAT_HiGHS.py rief sich selbst über sys.argv erneut
auf; auch das entfällt.
Ausgeführt wird über einen ProcessPoolExecutor mit zwei Einstellungen, die zusammen die
Garantie ergeben — und beide sind nötig:
mp_context="spawn"— frischer Interpreter statt geerbtem Speicher. Unter Linux istforkder Standard, und damit wäre alles bereits Importierte auch im Kind importiert.max_tasks_per_child=1— ein neuer Prozess je Aufgabe. Ohne das verwendet der Pool seinen Arbeiter wieder, und beim zweiten Solver ist der Konflikt zurück. Nachgemessen: vier Aufgaben, vier verschiedene PIDs.
Der zweite Punkt hat einen eigenen ⚠️-Kasten bekommen, weil der Fehler leicht zu machen und schwer zu finden ist: Der Absturz käme nicht beim ersten Solver, sondern beim zweiten — und sähe aus wie ein Problem des zweiten.
Regel 4, dreifach geprüft. Alle drei Programme drucken Ausgaben, die im Buch stehen:
Ein_System_Vier_Ansaetze.py: identisch bis auf die Zeitspalte, einschließlich der Spannweite 2,41 · 10⁻⁸, auf die sich der Merksatz des Kapitels beruft.Benchmark_Skalierung.py: alle zwölf Zielwerte und alle drei Spannweiten bitgleich; Zeiten und Speicher haben sich verschoben, beide sind im Abdruck seit jeher als hardwareabhängig gekennzeichnet.Solverwechsel_CPSAT_HiGHS.py: Ausgabe ohne Zeiten unverändert.
Was bewusst subprocess bleibt: Mutationstest.py. Dort wird pytest auf einer
mutierten Kopie in einem temporären Verzeichnis gestartet — ein externes Werkzeug auf
veränderten Dateien, nicht die Isolation eines Imports. Für diesen Fall ist subprocess
richtig.
Neu im Kapitel Ökosystem: ein Abschnitt „Wie die Isolation aussieht, wenn sie tragen
soll" — warum ein Codestring die schlechteste Umsetzung von „eigener Prozess" ist (unsichtbar
für Editor, Linter und Testwerkzeug; Tippfehler fallen erst zur Laufzeit auf; übergeben
lassen sich nur Zeichenketten). Anhang C nennt jetzt ebenfalls ProcessPoolExecutor statt
subprocess.
Ein eigener Fehler, gefunden und abgesichert: Ich hatte dem neuen ### ein
{#sec:...}-Label gegeben. ABSCHNITT_RE erkennt nur ## — das Label wäre nie
registriert worden, und jeder Verweis darauf ins Leere gelaufen, ohne Warnung. Label
entfernt, und --check meldet diesen Fall jetzt. Gegengetestet.
Stand danach: 818 Querverweise, PDF 760 Seiten, 69 netzfreie Programme fehlerfrei.
✅ Achter Fund: die „Übung N.N"-Verweise
Sieben Sätze der Bauart „Übung 8.5 lässt Sie diese Balance untersuchen" — und sechs davon standen in alter Zählung. „8" war in Version 03 das QP/NLP-Kapitel, heute ist es Kapitel 11. Dieselbe Familie wie die Denkfehler-Verweise aus 6.1a, nur mit einem Wort, das keine der bestehenden Prüfungen kannte.
Aufgaben haben kein eigenes Label, ein {ref:} auf eine einzelne Aufgabe ist also nicht
möglich. Verwiesen wird stattdessen auf Abschnitt plus Aufgabentitel — und der ist
stabil: „die Aufgabe Gültigkeitsbereich des Schattenpreises
({ref:sec:lp-uebungsaufgaben})". Jedes Ziel wurde einzeln über die alte Zählung bestimmt
und am Zusammenhang geprüft.
Ein Fall war knifflig: „Übung 6.7 (Wochendienstplan)" meinte die siebte CP-SAT-Aufgabe der alten Zählung, also Eigener Dienstplan — die heute an achter Stelle steht, weil ich in Phase 6.3 selbst eine Aufgabe davor eingefügt habe. Wer nur die Kapitelnummer angepasst hätte, wäre bei der falschen Aufgabe gelandet.
--check kennt jetzt auch „Übung"/„Uebung". Gegengetestet. Querverweise 818 → 825.
✅ 8.3 Dockerfile — gebaut und durchgemessen
Setzt den letzten Teil von Paket 1 aus Verbesserungen_02.md um. Zweistufig: Die erste
Stufe übersetzt die Abhängigkeiten in eine virtuelle Umgebung und braucht dafür einen
Compiler, die zweite kopiert nur /opt/venv — die Bauumgebung landet nicht im Image.
Installiert werden die Gruppen finance, large-scale, api und dev aus
pyproject.toml; figures fehlt bewusst, weil es zusätzlich Graphviz verlangt.
Es wurde nicht behauptet, sondern gebaut. Ergebnis: 1,31 GB, und darin
- der
Installationstest.pymit allen drei Solver-Funktionstests bestanden, - die 33 pytest-Tests bestanden,
- alle 69 netzfreien Programme fehlerfrei — einschließlich der drei aus 8.2, deren
spawn-Isolation im Container ebenso trägt wie außerhalb.
Zwei Dinge, die der Bau gelehrt hat. Erstens: libgomp1 fehlt im
python:3.12-slim-Image und wird von OR-Tools und HiGHS zur Laufzeit gebraucht — ohne es
scheitert der erste Solveraufruf mit libgomp.so.1: cannot open shared object file.
Zweitens, ein eigener Fehler: Ich hatte USER kurs vor das mkdir /buch/output gesetzt;
/buch gehört root, und der Bau brach in der letzten Zeile ab. Beides steht jetzt als
Kommentar im Dockerfile.
Das Image führt die Programme aus und baut das Buch nicht — pandoc, xelatex und inkscape
wären zusammen über ein Gigabyte ohne Nutzen für jemanden, der die Beispiele durchrechnen
will. Ein .dockerignore hält Website, PDF und Notebooks aus dem Build-Kontext.
Und der Punkt, der erklärungsbedürftig ist: Das Image enthält ortools und highspy,
obwohl sie sich nicht gemeinsam importieren lassen. Der Konflikt wird nicht durch Weglassen
gelöst, sondern zur Laufzeit durch getrennte Prozesse — ein Image mit nur einem von beiden
könnte die Hälfte der Beispiele nicht ausführen.
Damit ist Phase 8 abgeschlossen und der Plan abgearbeitet.
✅ Aufgeräumt — und dabei zwei Funde
Die 33 PNG-Zweitfassungen sind weg. Jedes Diagramm lag doppelt vor, als SVG und als PNG,
und kein einziges src=/href= in der Website zeigte je auf ein PNG. Der Build kopierte
sie trotzdem mit: 3,3 MB im Repository plus 3,3 MB, die bei jeder Veröffentlichung auf den
Webserver gingen, ohne dass sie jemand abrief. Die 15 Generatoren schreiben jetzt nur noch
SVG; die Docstrings sind mitgezogen. Vor dem Löschen geprüft: Jedes PNG hatte sein
gleichnamiges SVG, und alle 33 waren versioniert — rückholbar.
Fund 1 dabei: erzeuge_kap06_gantt.py folgte als einziger Generator nicht der Konvention.
Weder svg.hashsalt noch metadata={"Date": None} waren gesetzt. Sein SVG trug deshalb
einen echten Zeitstempel und bei jedem Lauf andere clip-path-IDs — es war nie
byteidentisch reproduzierbar, obwohl CLAUDE.md genau das für alle Generatoren festhält.
Aufgefallen ist es nur, weil nach der PNG-Umstellung 32 von 33 SVGs bitgleich blieben und
eines nicht. Jetzt byteidentisch über zwei Läufe.
Fund 2: spiegle_bilder() legte leere Verzeichnisse auf dem Webserver an. Der
Dateifilter arbeitete korrekt, aber os.walk durchlief auch __pycache__/, und
os.makedirs() erzeugte es am Ziel — ein leerer Ordner in OR_HTML_04/bilder_04/. Die
Verzeichnisliste wird jetzt vorher gefiltert. Gegengetestet.
Excel_Bruecke.py schreibt neben das Skript statt ins Arbeitsverzeichnis. Es benutzte
blanke relative Namen; wer es aus der Repository-Wurzel startete, verstreute dort
produktionsmix.xlsx und produktionsmix_ergebnis.xlsx. Jetzt wie die vier anderen
schreibenden Programme über os.path.dirname(os.path.abspath(__file__)). Nachgemessen: Lauf
aus der Wurzel legt dort null Dateien ab.
Und git gc: 653 lose Objekte gepackt, .git von 71 MB auf 28 MB — reines
Repacken, kein Inhalt berührt.
✅ Notebook-Übersichtsseite — und ein 403, dessen Ursache woanders lag
https://jamulix.de/OR/Notebooks_04/ lieferte 403. Die Ursache war ein Link, den ich
selbst gesetzt hatte: Beim Eintragen der Website-Adresse ins README hatte ich in der
Lesen-Tabelle das Verzeichnis verlinkt. Keine Seite der Website tut das — die
Kapitelseiten zeigen direkt auf Notebooks_04/<name>.ipynb, und das funktioniert. Der
Webserver verweigert Directory-Listing, zu Recht.
Die Frage „gibt es so etwas nicht schon?" war aber berechtigt — und hat die eigentliche
Lücke sichtbar gemacht: baue_programme_seite() erzeugt seit jeher programme.html, eine
gestaltete Übersicht der 76 Programme. Für die 25 Notebooks gab es kein Gegenstück; sie
wurden ausgeliefert, aber keine Seite listete sie.
Neu ist deshalb baue_notebooks_seite(), gebaut nach demselben Muster und mit denselben
Bausteinen: die Zuordnung Seite → Notebook kommt fertig aus baue_notebooks(), Rahmen und
Navigation aus baue_seiten_schablone() und baue_sidebar_html(). Gruppiert nach Vorspann,
Kapiteln und Anhängen; der einleitende Absatz nennt die drei Wege, ein Notebook auszuführen
(Jupyter, Colab-Upload, Kurs-Image).
Dazu ein ZIP mit allen 25 Notebooks — 208 KB, und byteidentisch über zwei Läufe. Ein
ZIP speichert je Eintrag die Änderungszeit; ohne festen Wert entstünde bei jedem Bau eine
andere Datei, und da OR_HTML_04/ versioniert ist, wüchse das Repository bei jedem Lauf.
Die Einträge werden deshalb sortiert und mit ZipInfo(date_time=(1980,1,1,0,0,0))
geschrieben. Dieselbe Sorgfalt wie svg.hashsalt bei den Diagrammen.
Gegen künftige 403 schreiben spiegle_notebooks() und baue_programme_seite() je eine
dreizeilige index.html mit meta refresh in ihr Downloadverzeichnis. Wer die URL rät oder
einen alten Link hat, landet auf der Übersicht statt auf einem Fehler — das behebt zugleich
denselben latenten Fall bei programme/.
Ein eigener Fehler, zum zweiten Mal derselbe: Das .replace(",", ".") für deutsche
Tausenderpunkte hing am Ende eines mehrzeiligen f-Strings — und in Python bindet die
Methode an die gesamte zusammengesetzte Zeichenkette. Aus „Drei Wege, sie auszuführen"
wurde „Drei Wege. sie auszuführen". Exakt der Fehler, vor dem ich in erzeuge_wirkung.py
selbst einen Kommentar hinterlassen hatte. Die Zahl wird jetzt getrennt formatiert, mit
demselben Warnhinweis daneben.
Geprüft: 25 gelistete Notebooks, 0 tote Links auf der Seite, ZIP mit 25 Einträgen und
identischen Zeitstempeln, Seitenleisteneintrag auf allen 40 Seiten mit Seitenleiste
(gesamtdokument.html hat konstruktionsbedingt keine).
✅ Glossar und Literatur getrennt, Menü ergänzt
94_Anhang_Glossar_und_Literatur.md enthielt zwei verschiedene Nachschlagewerke in einer
Datei. Jetzt sind es zwei Anhänge: E = Glossar (92 Einträge), F =
Literaturverzeichnis (6 Kategorien) — aus 5 Anhängen wurden 6.
Die Teilung war billiger als erwartet. Die Datei trug bereits zwei eigenständige
Überschriften mit nichts als einem --- dazwischen, und im ganzen Buch gab es genau
einen {ref:anhang:glossar-literatur} — die „Weiter mit"-Zeile im Spickzettel. Die 47
Treffer in OR_HTML_04/ waren erzeugt und lösten sich beim Bau von selbst auf. Geprüft:
keine einzige Inhaltszeile ging verloren, alle 92 Glossareinträge stehen auf der neuen
Seite, die Zahl der Indexmarken blieb bei 328.
Das Menü der Website hat zwei Einträge mehr:
Beispielprogramme
Notebooks
Download Notebooks als ZIP
Glossar
Stichwortverzeichnis
Gesamtdokument (eine HTML-Seite)
Download Buch als PDF
Der ZIP-Link benutzt dieselbe Konstante wie baue_notebooks_seite() beim Schreiben des
Archivs — so können Link und Datei nicht auseinanderlaufen. (Die Einrückung des ZIP-Punkts
wurde später wieder entfernt; die eigens dafür angelegte CSS-Klasse .sidebar-unterpunkt
ist mit ihr verschwunden, statt als tote Regel stehen zu bleiben.) Das Glossar erscheint
absichtlich doppelt: hier oben als Abkürzung neben dem Stichwortverzeichnis, weil beide
dasselbe leisten, und unten in der Gruppe „Anhänge", weil es ein Anhang ist.
Nebenbefund: OR_HTML_04/assets/site.css ist eine Quelle, keine erzeugte Datei. Der
Build schreibt sie nicht. Dasselbe gilt für site.js, icons.svg, plotly.min.js und
katex/. Sie liegen im als „generiert" beschriebenen Verzeichnis, sind aber von Hand
gepflegt bzw. mitgeliefert — wer OR_HTML_04/ löscht und neu baut, verliert sie.
(Nachtrag: Der nächste Abschnitt räumt das auf. Und highlight.css gehört nicht in diese
Liste — die erzeugt erzeuge_highlight_css() aus pandoc --print-highlight-style; die
erste Fassung dieses Absatzes zählte sie fälschlich mit.)
Die alte anhang-glossar-literatur.html musste von Hand entfernt werden; der Build räumt
verwaiste Seiten nicht ab.
✅ web_04/ — die statischen Assets bekommen eine Quelle
Vier Dateien und die 22 KaTeX-Dateien lagen im erzeugten Verzeichnis, obwohl kein Skript sie
je geschrieben hat. Die Falle daran: Wer eine CSS-Regel suchte, suchte sie in den Quellen und
fand nichts — genau das ist beim Einrücken des ZIP-Menüpunkts passiert. Und wer OR_HTML_04/
gelöscht und neu gebaut hätte, hätte eine Website ohne Stil, ohne Symbole und ohne
Formelsatz bekommen.
Jetzt liegen sie in web_04/, dessen Aufbau (assets/, katex/) das Ziel spiegelt.
spiegle_statische_assets() kopiert sie bei jedem Lauf; kopiere_plotly_bibliothek()
füllt die Quelle statt des Ziels; _lade_icon_sprite_inline() liest die Quelle, hängt also
nicht mehr vom eigenen Ergebnis ab.
Zwei Wächter, weil genau diese Verwechslung schon vorgekommen ist:
- Wurde die Kopie in
OR_HTML_04/von Hand geändert (Inhalt weicht ab und Zeitstempel ist neuer), bricht der Bau ab und nennt denmv-Befehl, der es richtigstellt. Kein stilles Überschreiben. pruefe_assets()liest diehref=/src=-Literale aus dem Quelltext des Bauskripts und verlangt für jedes einen Erzeuger — entwederweb_04/oder die ListeERZEUGTE_ASSETS(highlight.css,search-index.js,programme.js). Ein künftiger Eintrag im Seitenkopf ohne Datei dahinter fällt sofort auf.
Die Probe aufs Exempel: rm -rf OR_HTML_04 && --html baut alle 213 Dateien wieder auf,
Dateiliste identisch zur Sicherung.
🐛 Fund: Das Stichwortverzeichnis war nicht byte-reproduzierbar
Beim Gegenprüfen der Neubau-Probe unterschied sich stichwortverzeichnis.html zwischen zwei
Läufen, ohne dass sich eine Quelle geändert hatte. Ursache in ziel_links(): sortiert wurde
nach (seite, kontext) — und kontext ist der Kapiteltitel, für alle Marken einer Datei
also derselbe. Bei zwei Fundstellen im selben Kapitel war der Schlüssel gleich, und die
Reihenfolge fiel auf die eines set() zurück, also auf den je Prozess zufälligen
PYTHONHASHSEED.
Derselbe Konstruktionsfehler war auch sichtbar: Vier {idx:Branch-and-Bound} in Kapitel 6
ergaben vier optisch identische Links nebeneinander — zehn Einträge im Register waren
davon betroffen. Behoben durch einen Link je Kapitel (die erste Fundstelle in
Dokumentreihenfolge, dict statt set). Damit ist die Sortierung zugleich eindeutig.
Gegenprobe: drei Läufe mit PYTHONHASHSEED=random liefern dieselbe Prüfsumme
3da5b9b2…. Keine Hauptzeile trägt mehr einen doppelten Link; die 219 Fachbegriffe und 328
Indexmarken bleiben unverändert.
✅ veroeffentliche_04.py — der Upload wird nachprüfbar
Der Anlass war messbar. Der Live-Stand vor dem Skript:
/OR/ 200
/OR/anhang-glossar-literatur.html 200 <- Leiche des vorigen Stands
/OR/anhang-glossar.html 404
/OR/notebooks.html 404
/OR/Notebooks_04.zip 404
/OR/Notebooks_04/ 403
scp -r überschreibt nur, es löscht nie. Die alte Glossar-Seite bliebe nach einem
scp-Upload dauerhaft erreichbar. Das Zielverzeichnis vorher zu leeren wäre die grobe
Antwort: Bricht die Übertragung von 23 MB in 213 Dateien ab, ist die Website tot.
rsync --delete überträgt nur Geändertes und entfernt genau das, was verschwunden ist.
Der zweite Grund wiegt schwerer: Die Website hing wochenlang einen Bau zurück, ohne dass es auffiel. Deshalb prüft das Skript vorher, ob eine Quelldatei neuer ist als die gebaute Website, ob das PDF der Website byte-genau dem gebauten entspricht und ob die Verzeichnis-Weiterleitungen vorhanden sind (der Grund für den 403). Und es prüft hinterher per HTTP vierzehn Adressen nach — einschließlich der Probe, dass die entfernte Seite wirklich 404 liefert.
Dazwischen ein Probelauf, der zählt: Mehr als 30 Löschungen brechen ab. Das ist der Schutz
gegen einen falschen Zielpfad — mit --delete räumt ein Tippfehler sonst ein fremdes
Verzeichnis aus.
Anmeldung per SSH-Schlüssel, nicht per Passwort in der .env. rsync und scp haben
keine Passwort-Option; ein Passwort bräuchte sshpass und stünde während der Übertragung in
der Prozessliste. Die .env (in .gitignore, Vorlage .env.beispiel) enthält deshalb nur
Host, Benutzer, Zielpfad und URL.
Beim ersten Test lief die Prüfung in eine irreführende Meldung: „Auf dem Server ist kein
rsync installiert" — tatsächlich schlug schon die Anmeldung fehl, weil der öffentliche
Schlüssel noch nicht auf jamulix.de liegt. Die Prüfung unterscheidet die Fälle jetzt am
ssh-Rückgabewert 255 und nennt ssh-copy-id.
✅ Erstmals per Skript veröffentlicht — 08.09.2026
https://jamulix.de/OR/ steht auf dem Stand des heutigen Baus. 213 Dateien übertragen, 35
gelöscht, alle vierzehn HTTP-Proben richtig — darunter die entscheidende:
/OR/anhang-glossar-literatur.html liefert jetzt 404 statt 200. Der zweite Lauf
unmittelbar danach übertrug 0 Dateien und löschte nichts.
Die Abbruchgrenze hat gleich beim ersten Einsatz gegriffen und sich damit bewährt: 35 Löschungen über der Vorgabe von 30. Die Liste war anzusehen, bevor sie angehoben wurde — und sie war vollständig erklärbar:
| Anzahl | Was | Warum |
|---|---|---|
| 33 | bilder_04/*.png |
die verwaisten PNGs, die im Aufräumschritt lokal gelöscht wurden |
| 1 | bilder_04/__pycache__/ |
das leere Verzeichnis aus dem spiegle_bilder()-Fehler |
| 1 | anhang-glossar-literatur.html |
die geteilte Anhangseite |
Dass ein scp-Upload alle 35 stehen gelassen hätte, ist damit belegt statt behauptet.
Zwei Hürden auf dem Weg, beide in Konsequenzen übersetzt:
ssh-copy-id braucht ein echtes Terminal. In der Claude-Code-Sitzung gibt es keins
(tty → „kein Terminal"), aber DISPLAY=:1 ist gesetzt. ssh schließt daraus auf einen
grafischen Passwortdialog und sucht /usr/bin/ssh-askpass, das nicht installiert ist. Ein
Passwort über die normale Eingabe nimmt ssh grundsätzlich nicht entgegen. Der Schritt
gehört in ein normales Terminalfenster.
Danach sperrte der Server den Port. Die fehlgeschlagenen Passwortversuche plus die
Verbindungen des Skripts lösten eine Sperre aus (fail2ban): erste Verbindung erfolgreich,
die folgenden Connection refused — während die Website selbst weiter mit 200 antwortete.
Nach sieben Minuten Warten war sie weg. Weitere Versuche hätten sie verlängert.
Beides steckt jetzt im Skript: pruefe_ziel_erreichbar() unterscheidet die abgewiesene
Verbindung von der abgelehnten Anmeldung — vorher meldete es in beiden Fällen „Der
Schlüssel liegt noch nicht auf dem Server", was beim zweiten Mal glatt falsch war, denn er
lag längst dort.
Damit ist der seit dem Colab-Umbau offene Punkt erledigt: Online steht kein toter
Colab-Link mehr, Notebooks_04/ liefert statt 403 eine Übersichtsseite, und das PDF
entspricht byte-genau dem gebauten.
🐛 Neunter Fund: die Dateiübersicht des Leser-Wegweisers
Beim Durchgehen der Dokumentation zeigte sich, dass
Operations_Research_mit_Python_Version_04/README.md — die Datei, die Leser als erstes
öffnen — noch die Struktur der Version 03 beschrieb:
- 12 der 15 Kapitelnummern waren falsch. „20_Lineare_Programmierung.md | 4" — es ist Kapitel 5. Bei den Finanzkapiteln lag die Abweichung bei sieben: README 11, tatsächlich 18.
- 8 der 23 Kapitel fehlten ganz (unter anderem Metaheuristiken, Spaltengenerierung, Mehrziel, Predict-then-Optimize, Testing).
- Auch
93_Anhang_Spickzettel.mdfehlte in der Anhangtabelle, und der Bauabschnitt nannte dreimalbuild_version_03.pystatt_04, dazu „Single-Page-HTML" für einen Schalter, der längst eine mehrseitige Website erzeugt.
Dieselbe Regel, dieselbe Ursache: eine abgeleitete Zahl von Hand geschrieben. Deshalb dieselbe
Behandlung — die Tabelle wird jetzt erzeugt, nicht korrigiert. schreibe_kapiteltabelle()
ersetzt den Block zwischen <!-- KAPITELTABELLE:ANFANG --> und <!-- KAPITELTABELLE:ENDE -->
aus der Struktur, die baue_seiten_registry() ohnehin ermittelt — derselben Quelle, aus der
die Nummern im Buch stammen. Auseinanderlaufen können die beiden damit nicht mehr.
--check meldet einen veralteten Block und bricht ab; ein Lauf ohne --check zieht ihn nach.
Gegenprobe: Alle 37 Dateien aus DATEIEN stehen in der erzeugten Übersicht, mit 23
Kapiteln, 5 Teil-Synthesen und 6 Anhängen.
Das Muster ist inzwischen belastbar: Neun Funde, neun Prüfungen. Keiner davon wurde durch Nachdenken gefunden — jeder durch einen Vergleich der Behauptung mit der Messung.
Nebenbei am Upload-Skript: rsync bekommt jetzt --checksum. Der Bau schreibt alle 42
Seiten bei jedem Lauf neu, auch wenn sich nichts geändert hat; nach Zeitstempel und Größe
hätte das jedes Mal rund 19 MB sinnlose Übertragung bedeutet. Gemessen nach einem Neubau
ohne inhaltliche Änderung: 0 statt 151 Dateien.
🐛 Zehnter Fund: Startseite und PDF-Titelseite zeigten verschiedene Texte
Die Frage lautete, warum die Titelseite der Online-Fassung einen anderen Text trägt als die
des PDFs. Die Antwort war messbar. Der Titeltext stand viermal im Repository:
NEUER_TITEL.md, die Konstanten in bilder_04/erzeuge_titelseite.py, der Titelblock des
Vorworts — und noch einmal fest einprogrammiert im Hero-Block von baue_landingpage().
Die drei Commits, die den Titel überarbeitet haben (ca5621f, 199dd3b, 1659fb9 im
Ursprungs-Repository), fassten jedes Mal dieselben drei Dateien an. build_version_04.py
war in keinem davon, und OR_HTML_04/index.html taucht in ihren Dateilisten überhaupt
nicht auf. Die Startseite zeigte deshalb:
| Online (vorher) | ||
|---|---|---|
| Unterzeile | „Von der mathematischen Modellierung zu praktischen intelligenten Lösungen für Betrieb, Technik und Finanzmärkte" | „Von den mathematischen Grundlagen zur quantitativen Portfolio-Optimierung an den Finanzmärkten." |
| Kompendium | „Ein praxisorientiertes Kompendium für Entscheider …" | „Ein vollständiges Kompendium mit Algorithmen …" |
| Anwendungen | vorhanden | fehlte ganz |
Die Behandlung ist die inzwischen eingeübte: Nicht die Kopie korrigieren, sondern die
Kopie abschaffen. titeltexte_04.py zerlegt NEUER_TITEL.md in Titel, Untertitel,
Kompendium- und Anwendungen-Absatz; PDF-Titelseite und Startseite lesen dieselbe Funktion.
Der Autor steht bewusst weiter als Konstante im Generator — die Vorlage beschreibt das Buch,
nicht sein Impressum.
Der entscheidende Beleg: Die neu erzeugte titelseite.svg ist byte-identisch
(97fb40d7…) zur vorherigen. Der Umbau hat am PDF nachweislich nichts verändert — auch
nicht am Titelumbruch: Die früher handgesetzten drei Zeilen („Optimierte" /
„Entscheidungsfindung" / „mit Python") entstehen jetzt automatisch aus _umbrechen(), und
zwar exakt so. Der Textvergleich über das SVG scheiterte übrigens: Es enthält kein einziges
<text>-Element, matplotlib zeichnet alle 726 Buchstaben als Kurven. Die Prüfsumme ist
hier der bessere Zeuge.
Das Vorwort bleibt von Hand gepflegter Buchtext, wird aber von pruefe_titeltexte() bei
jedem --check gegen die Quelle gestellt. Gleich beim ersten Lauf fand es einen echten
Unterschied: Das Vorwort setzte einen Geviertstrich („—"), die Vorlage einen
Halbgeviertstrich („–"). Im Deutschen ist der Halbgeviertstrich der richtige — das Vorwort
folgt jetzt der Quelle.
Damit ist jede der vier Stellen abgesichert: eine ist die Quelle, zwei werden daraus erzeugt, eine wird geprüft.
✅ Der Upload berichtet jetzt leserlich
Der erste Alltagseinsatz des Skripts zeigte drei Schönheitsfehler, alle in der Ausgabe.
Der Bericht stand verkehrt herum. Die rsync-Zeilen erschienen vor „Ziel:" und
„Vorprüfung bestanden". Ursache: Python puffert seine Ausgabe blockweise, sobald sie nicht
an ein Terminal geht, während der Unterprozess unmittelbar schreibt. Ein
sys.stdout.reconfigure(line_buffering=True) in main() stellt die Reihenfolge her.
150 Zeilen für eine übertragene Datei. --itemize-changes lief auch im echten Durchgang
mit, obwohl der Probelauf längst berichtet hatte, was passieren wird. Von den 150 Zeilen
besagten 149 nur .f..t...... — „Inhalt gleich, nur Zeitstempel nachgezogen", die
erwartbare Folge von --checksum. Die Auflistung bleibt jetzt dem Probelauf vorbehalten.
Und der Ersatz war zuerst schlimmer als das Problem. Statt der Liste sollte
--info=progress2 eine einzige, sich selbst überschreibende Fortschrittszeile zeigen. Am
Terminal tut es das; in einer Pipe bleibt jeder Zwischenstand als eigene Zeile stehen —
gemessen 213 Zeilen für 213 Dateien. Die Anzeige hängt deshalb an
sys.stdout.isatty().
Nebenbei aufgeräumt: Die 404-Probe auf anhang-glossar-literatur.html ist entfernt. Sie
hat ihren Zweck erfüllt — aber einen Rückschritt könnte sie gar nicht mehr entdecken: Die
Datei ist gelöscht, die Probe bliebe auch dann grün, wenn jemand --delete aus dem
rsync-Aufruf nähme. Von den ursprünglich vierzehn Adressen bleiben dreizehn.
✅ Folium-Karten — die Blockade war eine falsche Alternative
Der einzige Punkt, der in diesem Projekt je als blockiert geführt wurde, ist erledigt. Die Begründung lautete: Die VRP-Instanz sei ein synthetisches 100 × 100-km-Raster ohne Geokoordinaten, eine echte Karte verlange also entweder eine neue Instanz (und damit zwei Dutzend neue abgedruckte Zahlen) oder eine willkürliche Verankerung.
Es gibt einen dritten Weg, und er ist exakt. Eine azimutal-äquidistante Projektion um den Schwerpunkt des Rasters bildet die 17 Punkte so auf Länge und Breite ab, dass die Großkreisdistanzen mit den Rasterdistanzen übereinstimmen:
| Verfahren | Median | Maximum |
|---|---|---|
festes cos(Breite) |
0,360 % | 2,003 % |
cos der eigenen Breite |
0,351 % | 0,908 % |
| azimutal-äquidistant | 0,000 % | 0,001 % |
Ein Meter auf hundert Kilometer. Damit ist die Karte keine Näherung, für die man sich entschuldigt, sondern eine zweite Darstellung derselben Instanz — kein abgedruckter Wert ändert sich, die Gesamtstrecke bleibt bei 619 km, das SVG byte-identisch.
Zwei Befunde stützten die Entscheidung: „100 × 100 km Raster" steht nur in zwei Codekommentaren, nirgends im Fließtext; und der didaktische Punkt der Bildunterschrift — die sich kreuzenden Touren, die kein Fehler sind — wird auf einer Karte deutlicher.
Umgesetzt in erzeuge_vrp_touren.py, das jetzt SVG und Karte aus einem Lauf schreibt.
Ein zweites Skript hätte erneut gelöst, und die Routing-Bibliothek arbeitet heuristisch.
Neu im Build: die Marke {karte:name}, aufgelöst zu einem <iframe> (Leaflets Stylesheet
soll nicht in die Buchseite greifen), im PDF zum Verweissatz — wie bei {plotly:}. --check
bewacht jetzt beide Markenarten auf Existenz der Datei.
Zwei Vorkehrungen, die ohne Messung nicht aufgefallen wären:
- Folium vergibt jedem Element eine
uuid4— jeder Lauf erzeugte eine andere Datei.normalisiere()ersetzt sie durch fortlaufende Nummern; drei Läufe liefern jetzt dieselbe Prüfsumme. - Folium bindet zehn CDN-Ressourcen ein (jQuery, Bootstrap, Glyphicons, FontAwesome,
awesome-markers …). Gebraucht werden zwei. Sie liegen jetzt in
web_04/assets/, die übrigen acht entfallen. Nachgeprüft: Die Karte benutzt ausschließlichL.*-Aufrufe — 17 ×circleMarker, 4 ×polyline, je einmalmap,tileLayer,control,CRS. Ohne Netz fehlen nur die Kacheln.
Gegenrechnung an vier Strecken: Depot → K1 misst auf der Karte 27,20 km, die Distanzmatrix
sagt 27 — die Differenz stammt aus deren int(), nicht aus der Geographie.
✅ Glossar von 92 auf 234 Einträge
Auftrag: alle Markdown-Dateien lesen, jeden Fachbegriff, jede Abkürzung, jeden Algorithmus- und Bibliotheksnamen extrahieren und das Glossar vollständig neu aufsetzen.
Die Begriffsliste wurde geerntet, nicht erfunden. Grundlage sind die 219
{idx:}-Marken des Buchs — die vom Autor bereits kuratierte Begriffsliste. 92 davon hatten
einen Glossareintrag, 143 nicht. Dazu kamen Abkürzungen und Bibliotheken aus dem Fließtext,
die keine Indexmarke tragen (GIL, GLOP, MIQP, MSE, MAPE, DTO, Solver-Status, NumPy, SciPy,
pandas, scikit-learn, yfinance, pydantic, pymoo, Matplotlib, Plotly).
Auch die Querverweise sind gemessen. Für jeden Indexbegriff wurde die erste Fundstelle im
Buch bestimmt und daraus der umgebende {#sec:}-Abschnitt abgeleitet — 217 von 219 hatten
einen. Damit steht am Ende jedes Eintrags ein {ref:}, das der Build zur richtigen Nummer
auflöst; eine harte „siehe Kapitel 5“ hätte gegen die Grundregel des Projekts verstoßen.
Zwei Funde beim Gegenprüfen:
- 23 Einträge hätten auf sich selbst verwiesen. Ihr Begriff ist im ganzen Buch nur im
Glossar mit
{idx:}markiert — die „erste Fundstelle“ war also diese Datei. Im PDF stand dann „→ Anhang E“ mitten im Anhang E. - Die erste Fundstelle ist nicht immer die erklärende. „Schattenpreis“ landete beim LP-Schnellstart statt beim Abschnitt über Dualität. Für alle 92 Altbestandseinträge gelten jetzt die von Hand gesetzten Ziele der Vorgängerfassung; der Erzeuger bricht ab, wenn ein Verweis ins Glossar selbst zeigt.
Zwei Formatfragen entschied die Probe am echten Build, nicht die Vermutung:
## Aals Buchstabengruppe funktioniert und wird nicht nummeriert —ABSCHNITT_REverlangt ein{#sec:}-Label, das hier fehlt.- Pandoc-Definitionslisten überleben den Bau nicht.
reflow_markdown()zieht die:-Fortsetzungszeile in den Begriffsabsatz, der Doppelpunkt bleibt sichtbar stehen. Die Absatzform (fetter Begriff, Gedankenstrich, Fließtext) rendert dagegen sauber in HTML und PDF.
Der Beleg, dass die Schreibweisen stimmen: Das Stichwortregister wuchs von 219 auf 220
Hauptbegriffe — genau ein neuer Begriff (Solver-Status). Alle übrigen 218 Indexmarken trafen
buchstabengetreu auf bestehende Einträge, sonst hätte es Dubletten geregnet.
Nebenbei: Die 25 Buchstabenüberschriften wären als 25 Treffer in den Suchindex geraten und
bei jedem eingetippten Buchstaben oben gestanden. _erfasse_suchindex() überspringt
einbuchstabige Überschriften; der Index bleibt bei 631 Einträgen.
Kosten: PDF von 759 auf 772 Seiten. Jede Definition hat zwei bis drei Sätze, alphabetisch nach deutschem Alphabet mit Umlauten als Grundbuchstabe.
Nachgereicht: ein Build-Kommando. Der Erzeuger lag zunächst als Wegwerfskript außerhalb
des Repositorys — genau die Falle, die in diesem Projekt schon zweimal zugeschnappt ist
(web_04/, titeltexte_04.py). Jetzt gilt:
python3 Operations_Research_mit_Python_Version_04/erzeuge_glossar_04.py
python3 .../erzeuge_glossar_04.py --check # nur pruefen
Die Einträge stehen in glossar_eintraege_04.py als Viertupel (Anzeigename, Indexmarke,
Definition, Verweisziel). Das Verweisziel ist eingefroren, nicht berechnet: Die erste
Fundstelle eines Begriffs ist oft nicht die erklärende, und ein Automatismus hätte diese
Entscheidung jedes Mal neu und jedes Mal gleich falsch getroffen.
Drei Prüfungen, alle gegen das Buch statt gegen eine Annahme: Jede Indexmarke muss dort
buchstabengetreu vorkommen, jedes {ref:}-Ziel muss existieren, kein Verweis darf auf das
Glossar selbst zeigen. Dazu die Handänderungs-Erkennung nach dem Muster von
spiegle_statische_assets(): Ist die .md neuer als ihre Quelle und weicht ab, bricht der
Lauf ab und nennt die Quelle, statt die Arbeit still zu überschreiben.
Ein Zwischenfall beim Einbau, der die Prüfung verbessert hat: Die erste Fassung meldete 24
angebliche Tippfehler. Es waren keine — es sind die Begriffe, die im ganzen Buch nur im
Glossar indexiert sind (Rebalancing, Volatilität, Solver-Status …). Automatisch ist das
von einem Tippfehler nicht zu unterscheiden, also stehen sie jetzt ausdrücklich in
NUR_IM_GLOSSAR. Wer künftig einen Begriff mit unbekannter Marke aufnimmt, muss sich
entscheiden — Schreibweise korrigieren oder bewusst eintragen.
Der Beleg, dass der Erzeuger die Handarbeit exakt trifft: Er schreibt die vorhandene Datei
byte-identisch neu. build_version_04.py --check ruft ihn mit auf, damit eine veraltete
Fassung nicht erst auffällt, wenn jemand den Erzeuger zufällig startet.
✅ Literaturverzeichnis von 27 auf 87 Einträge
Auftrag: bestehende Liste bewerten, Streichkandidaten benennen, fehlende moderne Standardwerke recherchieren, neue Themenblöcke anlegen — mit Relevanzsternen und Themen-Tags.
Welche Blöcke fehlen, entschied nicht die Vorschlagsliste, sondern das Buch. Vorgeschlagen waren unter anderem Diskrete Ereignissimulation (SimPy) und Cloud-basierte Solver-Nutzung. Beide wurden nicht angelegt: „SimPy" kommt im Buch null Mal vor, „Cloud" ebenfalls null. Eine Literaturliste soll das Buch erschließen, nicht darüber hinausweisen. Der API-gestützte Betrieb ist stattdessen im neuen Praxisblock erfasst — dort gibt es mit dem FastAPI-Optimierungsdienst tatsächlich einen Anker im Text.
Zwölf neue Blöcke, in der Reihenfolge der Kapitel: Modellierung in Python; Lineare und ganzzahlige Optimierung; Moderne Solver und Benchmarks; Graphen, Flüsse und Tourenplanung; Metaheuristiken; Spaltengenerierung und Dekomposition; Optimierung unter Unsicherheit; Dynamische Programmierung; Mehrkriterielle Optimierung; Lernbasierte Optimierung; Supply Chain, Energie und Produktionsplanung; Praxis: Betrieb, Test und Auslieferung.
Streichkandidaten: keine. Alle 27 Alteinträge sind korrekt zitiert, in ihrem Feld maßgeblich und nicht redundant. Zwei wurden auf ★ herabgestuft (Dantzig 1963, Bellman 1957) — historisch bedeutend, aber im selben Block durch modernere Darstellungen ersetzt. Eine Streichliste zu erfinden, nur weil der Auftrag eine vorsah, wäre die schlechtere Antwort gewesen.
Zur Vorgabe „bevorzugt ab 2018": nur teilweise einlösbar, und zwar aus der Sache heraus. 22 von 63 datierten Einträgen sind von 2018 oder jünger. In weiten Teilen des OR sind die maßgeblichen Werke älter — Ahuja/Magnanti/Orlin (1993), Boyd/Vandenberghe (2004), Ehrgott (2005), Birge/Louveaux (2011). Sie durch jüngere, aber weniger maßgebliche Titel zu ersetzen hätte die Liste verschlechtert. Neu ist es dort, wo sich das Feld bewegt hat: Benchmarks, Python-Bibliotheken, lernbasierte Optimierung.
Recherchiert, nicht erinnert. Bei einem Literaturverzeichnis ist eine erfundene Quelle der schlimmste mögliche Fehler — der Leser sucht sie und findet nichts. Die Angaben, bei denen ich unsicher war, sind per Websuche gegen die Primärquelle geprüft: linopy (JOSS 8(84), 4823), SCIP Optimization Suite 9.0, Elmachtoub & Grigas (Management Science 68(1), 9–26), MIPLIB 2017 (MPC 13(3), 443–490), HiGHS (die vom Projekt selbst benannte Zitierquelle) und Vidal/Laporte/ Matl (EJOR 286(2), 401–416).
Ein Fund dabei: Die Mittelmann-Benchmarks, die Standardreferenz für Solververgleiche, enthalten seit 2024 keine kommerziellen Solver mehr — Gurobi, IBM und FICO haben ihre Ergebnisse entfernen lassen. Ein direkter Vergleich Gurobi gegen HiGHS ist dort nicht mehr möglich. Das steht jetzt als Einschränkung beim Eintrag, statt Leser ins Leere laufen zu lassen.
Jeder Block verweist über {ref:kap:…} auf sein Kapitel — 37 Querverweise, alle aufgelöst.
PDF von 772 auf 781 Seiten.
Zweiter Durchgang: alle Einträge gegen Crossref. Die erste Fassung stützte sich bei rund
30 Einträgen auf Kenntnis der Standardliteratur statt auf eine Abfrage. Ein Skript hat
anschließend jeden Eintrag einzeln gegen die Crossref-API gestellt — DOIs über
/works/{doi}, Einträge ohne DOI über die bibliografische Suche mit Ähnlichkeitsbewertung.
Ergebnis: 54 der 72 Einträge tragen eine DOI, alle 54 lösen auf und zeigen auf das richtige Werk. Die übrigen 18 sind Webdokumentationen, Institutsberichte, Konferenzbeiträge ohne DOI-Vergabe oder Bücher, die Crossref nicht auf Buchebene führt.
Zwei echte Fehler kamen dabei heraus:
- Almgren & Chriss stand mit (2000) und der DOI
10.21314/JOR.2000.041— die löst nicht auf. Richtig ist 2001 mit10.21314/jor.2001.041. - Rockafellar & Uryasev stand mit S. 21–42, und zwar schon in der Vorgängerfassung. Der Verlagsdatensatz nennt S. 21–41.
Dazu sieben ergänzte Buch-DOIs, jede einzeln auf Verlag, Jahr und Typ geprüft.
Der lehrreichste Teil war das Verwerfen. Die Crossref-Suche liefert zu Network Flows
(Ahuja/Magnanti/Orlin) den Treffer 10.2307/2583863 — mit 100 % Titelübereinstimmung. Er
gehört zu einer Buchbesprechung von 1994, nicht zum Buch. Ebenso falsch waren die
angebotenen Treffer zu Sutton/Barto (eine Rezension der ersten Auflage von 1998), Bertsekas
(1996), Kleppmann (Elsevier 2003) und dem SCIP-Bericht (ein R-Paket). Eine automatische
Übernahme des besten Treffers hätte fünf falsche DOIs ins Buch geschrieben — sichtbar wurde
es erst beim Abgleich von Typ, Verlag und Jahr.
✅ NEUER_TITEL.md zu den Quellen, Kritik-Verzeichnis ganz heraus
Rezension und Verbesserungsvorschläge haben ihren Zweck erfüllt und gehören nicht in die
Veröffentlichung. Der erste Anlauf schloss das Verzeichnis mit einer Gegenausnahme aus, weil
NEUER_TITEL.md darin lag und der Bau ohne diese Datei abbricht:
Kritik_und_Verbesserungsvorschlaege/*
!Kritik_und_Verbesserungsvorschlaege/NEUER_TITEL.md
Das funktionierte, war aber die schlechtere Lösung — eine Bauquelle blieb in einem
Verzeichnis liegen, das laut eigener Beschreibung aus dem Repository verschwinden soll. Jetzt
steht sie als Operations_Research_mit_Python_Version_04/NEUER_TITEL.md bei den übrigen
Quellen, und .gitignore braucht nur noch eine Zeile.
Eine Stelle im Build musste mit. pruefe_dateien() meldet jede .md im Quellverzeichnis,
die weder in DATEIEN steht noch mit README beginnt, als „nicht eingebundene Datei". Die
bis dahin leere Menge KEINE_KAPITELDATEIEN führt jetzt NEUER_TITEL.md — eine Quelle, aber
keine Kapiteldatei.
Der Nachweis, dass der Umzug nichts verändert hat, brauchte einen Umweg: Die Prüfsumme von
titelseite.svg änderte sich — aber nur, weil das Fußband das Tagesdatum trägt und
inzwischen der 9. September war. Mit dem Datum des Vortags erzeugt, ist die Datei
byte-identisch zum committeten Stand (1b076697…). Dass der Text unverändert ist, zeigt
schon der Strukturvergleich: 721 Glyphenverweise und 81 Pfaddefinitionen in beiden Fassungen.
Gegengeprüft mit einem simulierten Klon: Das Kritik-Verzeichnis fehlt dort vollständig,
NEUER_TITEL.md liegt im Quellverzeichnis, und --check liefert dieselben Zahlen wie lokal.
Was das nicht leistet: Die fünf Dateien verschwinden aus künftigen Klons, nicht aus der
Historie. Wer einen alten Commit auscheckt, bekommt sie weiterhin. Sie wirklich zu tilgen,
verlangte git filter-repo und einen erzwungenen Push — dafür ist der Anlass zu gering.
✅ Grafik-Upgrade, Stufe 1: elf neue Diagramme
Grafik_Upgrade.md verlangt „37 didaktisch wertvolle Visualisierungen". Es sind 19. Die
Abschnitte „Modul 1–4" wiederholen die Grafiken 1–18 unter den Nummern 19–36; nur Grafik 37
ist zusätzlich. Belegt an den Skriptnamen: 38 Nennungen, 19 verschiedene Dateien —
erzeuge_kombinatorik_wand.py steht dreimal darin. Von den 19 betreffen neun bereits
vorhandene Diagramme; Grafik 37 (OR-Architektur) existiert sogar zweimal.
Umgesetzt sind die zehn wirklich neuen plus eine elfte, die aus einem Sachfehler des Auftrags entstand: Grafik 14 sollte in Abschnitt 12.3 stehen, nannte aber Zahlen aus Kapitel 17. Beide Stellen haben nun ihre eigene Grafik mit ihren eigenen Zahlen.
Vier Vorgaben des Auftrags wurden bewusst nicht befolgt: PNG bei 300 dpi (das Buch kennt
nur SVG — die 33 verwaisten PNGs waren gerade erst gelöscht worden), Matplotlib-Standardfarben
(die Buchpalette steht in 33 Diagrammen), harte Kapitelnummern im Fließtext ({ref:sec:…}
statt dessen) und die fehlende Byte-Reproduzierbarkeit.
Der eigentliche Ertrag waren die Selbsttests. Jeder Generator prüft seine Zahlen gegen das, was im Kapitel steht, und bricht bei Abweichung ab. Vier davon haben angeschlagen:
- Kombinatorik-Wand: 25! ergibt 491,5 Millionen Jahre; die Tabelle nennt 490 Millionen. Kein Fehler des Buchs, sondern Rundung auf zwei signifikante Stellen — mein Formatierer rundete auf volle Millionen.
- Laufzeit-Diagramm: Die abgedruckte Prozentspalte lässt sich aus den abgedruckten Zeiten nicht exakt nachrechnen (0,001 s / 0,008 s ergibt 12 %, gedruckt sind 14 %). Die Zeiten sind auf drei Stellen gerundet, die Prozente stammen aus den ungerundeten Werten. Das Bild zeigt jetzt die gedruckten Prozente.
- Predict-then-Optimize: Meine geratene Datenaufteilung ergab 197,35 statt 200,95 MSE.
Mit
TRAININGaus dem Buchprogramm stimmen alle vier Kostenwerte auf den Cent. - Almgren-Chriss — ein echter Fehler im Buchprogramm, siehe unten.
Der Fund: analytische_loesung() minimiert die eigene Kostenfunktion nicht. Ihr Pfad
kostet 10 860,40 €, der DP-Pfad 10 266,24 € — und ein Gitterverfahren kann das kontinuierliche
Optimum nicht unterbieten. Ursache: periodenkosten() rechnet das Risiko mit λ/2, die
geschlossene Formel setzt \tilde\kappa^2 = \lambda\sigma^2 P_0^2/\eta ohne dieses
Halbe. Mit λ/2 liefert die Formel 10 264,85 € und praktisch denselben Pfad wie die DP — knapp
unter der Gitterlösung, wie es sein muss. Die Grafik zeigt bis zur Entscheidung darüber den
DP-Pfad; er ist der, den das Kapitel abdruckt.
Nachweise: Alle elf Diagramme sind über zwei Läufe byte-identisch. Kein vorhandenes Diagramm wurde verändert. Die Zahlen decken sich mit dem Buch, teils bis auf den Cent — die Lastabwurf-Grafik reproduziert die Befundtabelle exakt (874 870 € / 2 504 154 € / 28 von 40 gegen 351 356 € / 415 924 € / 0 von 40).
Zwei Abbildungen landeten beim automatischen Einfügen im Codeblock (ihre Anker standen in abgedruckten Ausgaben) und wurden dahinter verschoben. Eine Prüfung über alle elf zeigt jetzt null Fehlplatzierungen.
Neu: bilder_04/stil_04.py bündelt Palette, rcParams und speichere(). networkx wurde
entgegen der Planung nicht gebraucht — pyproject.toml bleibt unverändert.
PDF von 781 auf 788 Seiten, 44 Diagramme, 27 Generatoren.
✅ Grafik-Upgrade, Stufe 2: die neun Überarbeitungen
Erledigt: Konvexität, Simplex-Pfad, Primal/Dual, Branch-and-Bound, Propagation, Gantt, Pareto, VaR/CVaR, OR-Architektur.
Der Befund, der die Arbeit geprägt hat: „Überarbeiten" hieß fast nie „ersetzen". Acht der
neun vorhandenen Diagramme zeigten etwas anderes als das, was der Auftrag verlangte — die
Sehnenbedingung neben der Talkarte, den Suchbaum neben der Polyedergeometrie, die
Verlustverteilung neben der Subadditivität. Sie zu überschreiben hätte Inhalt vernichtet.
Also sind sechs neue Bilder danebengetreten, und nur an drei Stellen wurde ein vorhandener
Generator erweitert. Beim ersten Bild hatte ich kap02_konvexitaet.svg bereits überschrieben,
bevor der Auftragstext („Ergänzung zu Abb. 2.2") das widerlegte — zurückgenommen mit
git checkout.
Der einzige echte Ersatz war zugleich ein Fund: kap15_or_plattform.svg war
handgezeichnet und zeigte fünf Schichten, während die Tabelle unmittelbar daneben
sechs nennt — „Betrieb" (Monitoring, Audit-Trail, Alarme) fehlte, „Audit-Trail" kam nur
noch als Pfeilbeschriftung vor. erzeuge_or_architektur.py liest die Schichten jetzt aus
dieser Tabelle und bricht ab, wenn deren Aufbau sich ändert. Damit ist das Kriterium aus
6c geschärft: Schematisch heißt nur dann „kein Generator nötig", wenn das Bild keine
Aufzählung und keine Zahl aus dem Text wiederholt.
Vier eigene Fehler, die die Selbsttests gefunden haben:
- Die Prüfung der Pareto-Tangente stand verkehrt herum — bei einer unteren konvexen Hülle liegen alle Punkte über der Stützgeraden, nicht darunter. Der Test schlug an, bevor das Bild jemanden in die Irre führen konnte.
erzeuge_or_architektur.pytrug fünf beschriftete Übergänge für vier Pfeile; die fünfte („Freigabe") wurde still nicht gezeichnet. Meine erste Zählprüfung war um eins daneben und ließ es durch.- Wieder
.replace(",", ".")auf einen mehrteiligen f-String — ausDelle: (13978, 5912)wurde(13978. 5912). Derselbe Fehler wie mehrfach zuvor; die Zahl wird jetzt getrennt formatiert. - Im Gantt-Text hatte ich behauptet, die eine Zeiteinheit zwischen Schranke 10 und Makespan 11 stecke „in den beiden schraffierten Feldern". Sie steckt allein in der Dreherei — der Engpassmaschine. Der Generator rechnet die Summe jetzt nach: 10 Arbeit + 1 Stillstand = 11.
Nachweise: Alle 53 Bilddateien sind über zwei Läufe byte-identisch. Die drei erweiterten
Generatoren haben ihre anderen Ausgaben nicht verändert — kap_fundament_polyeder.svg und
beide Plotly-Fassungen sind bitgleich geblieben. Zahlen gegen das Buch geprüft: die fünf
BFGS-Läufe der Konvexität ziffergenau, Z^*=W^*=2375 bei der Dualität, 16 → 12 → 9 bei der
Propagation, 21 → 20,67 bei Branch-and-Bound, und beim CVaR alle vier Zeilen einschließlich
der Unterscheidung 79,59 gegen 79,66 — was beweist, dass die Ziehungsreihenfolge des
Buchprogramms getroffen ist.
PDF von 788 auf 792 Seiten, 48 Kapiteldiagramme (38 erzeugt, 10 schematisch),
33 Generatoren, davon 17 auf stil_04.py.
Offen, weil es eine Entscheidung des Autors ist: Die Bildunterschriften tragen im PDF
eine doppelte Nummer — „Abbildung 21: Abb. 7.2: …". Die erste vergibt LaTeX, die zweite
nummeriere_marken(). Das betrifft alle 48 Abbildungen und besteht seit Langem; behoben wäre
es dadurch, dass die LaTeX-Nummerierung der Gleitumgebung unterdrückt wird.
Sonderzeichen in der PDF-Fassung — ein stiller Font-Fehler behoben ✅
In der gesamten PDF-Fassung fehlten alle Zeichen, die Times New Roman nicht mitbringt: die
Lernelemente-Symbole (⭐ ✏ ❓ 🎯 🚀 …), aber auch die Sub-/Superskripte (₀ ₁ ₂ ₜ ₙ ⁶ ᵀ) und die
langen Pfeile (⟹ ⟶ ⟵ ⇒). Das alte LaTeX-Protokoll enthielt rund 2 070
Missing character-Meldungen; die Zeichen fielen stillschweigend aus dem Druckbild.
Zwei Ursachen, beide lange unentdeckt, weil die Website die Zeichen korrekt zeigt
(der Browser weicht selbst auf eine Emoji-Schrift aus):
- xelatex hat keine automatische Font-Fallback-Kette — fehlt einem Zeichen der Glyph, wird es weggelassen, ohne dass der Bau fehlschlägt.
- Die pandoc-Variable
emoji-font: "Noto Color Emoji"wertet der LaTeX-Writer (pandoc 3.1.3) nicht aus — sie hat seit ihrer Einführung still nichts getan.
Die Lösung ist zweistufig, weil die Zeichen auf zwei Wegen in den PDF gelangen:
pandoc/emoji_fallback.lua(neu) — ein pandoc-Filter, der die betreffenden Zeichen im Fließtext in{\texorpdfstring{\symfont{…}}{…}}einschüttet.\symfontist Symbola — die einzige Schrift auf dem Bausystem, die das komplette Set abdeckt (Noto Color Emoji funktioniert unter XeTeX nicht: die Zeichen landen imnullfont); monochrom, für den Drucksatz ohnehin passend. Der\texorpdfstring-Antil hält die PDF-Lesezeichen ruhig und erhalten. Variationsselektoren (U+FE0F) werden entfernt. Zwei pandoc-3.1.3-Eigenheiten unterwegs gefunden: Filterhandler funktionieren nur als globale Funktionen — ein vom Filter zurückgegebenes Table wird stillschweigend ignoriert; und der Einschub mussRawInlinesein, alsStrwürde pandoc die Backslashes escapen.ucharclassesinpandoc/header-includes.tex— für den Diagrammtext: Das Paketsvgexportiert die SVG-Texte (x₁, σᵀ, ∈ in Achsen- und Knotenbeschriftungen) als LaTeX-Text, dorthin reicht der AST-Filter nicht. Die Zurück-Umschaltung ist bewusst\fontfamily{\familydefault}\selectfontstatt\normalfont—\normalfontwürde den Fettdruck hinter dem Stern einer Aufgabentitel-Zeile zerstören (gemessen mit pdfminer: „Titel“ bleibt Bold).
Die tote emoji-font-Variable ist aus pandoc-defaults-basis.yaml entfernt (mit
Begründung), und baue_pdf() zählt die Missing character-Meldungen im Protokoll:
Der neue Lauf meldet null fehlende Zeichen; taucht die Warnung wieder auf, kennt Times
New Roman ein Zeichen, das der Filter noch nicht umschaltet. Symbola ist damit eingebettet,
der Buchumfang bleibt bei 792 Seiten; alle HTML-Seiten sind byteidentisch geblieben.
8. Commit-Historie des V04-Strangs
Zu den Kapitelnummern in dieser Tabelle: Sie stammen aus den Commit-Betreffs und geben die Nummerierung zum Zeitpunkt des Commits wieder. Nach den acht in Phase 3 eingefügten Kapiteln stimmen sie nicht mehr mit dem heutigen Buch überein — sie hier nachzuziehen würde die Tabelle von den tatsächlichen Commits entkoppeln. Überall sonst in dieser Datei stehen Kapitelnamen.
| Commit | Datum | Inhalt |
|---|---|---|
604c532 |
06.09. | Version 04 anlegen: Infrastruktur und Kapitel 1–3 |
72fa8a8 |
06.09. | Arbeitsplan als versionierte Datei |
a661a99 |
06.09. | Kapitel 4: Schattenpreise, und wann sie eine Entscheidung nicht tragen |
1d0170a |
06.09. | Kapitel 5: MIP-Gap, Warm-Starts und die stille Big-M-Falle |
138be3f |
07.09. | Kapitel 6: Die fünf Antworten von CP-SAT und die Strafgewichts-Falle |
360ffb2 |
07.09. | Kapitel 7 und die Entscheidungs-Flussdiagramme für Teil II und III |
b052653 |
07.09. | Kapitel 8: Jenseits der Konvexität — lokale Optima, Multistart, MINLP |
4ab2ad3 |
07.09. | Kapitel 9: Newsvendor als Einstieg, und der zweite Fluch des Durchschnitts |
fe7c0b9 |
07.09. | Kapitel 10: Rückwärtsinduktion und der Zustand, der zu wenig weiß |
f519e2d |
07.09. | Kapitel 11 und der Auftakt zu Teil IV |
2583bbc |
07.09. | Kapitel 12: Die Effizienzlinie als Speisekarte |
a7049e5 |
07.09. | Kapitel 13: Der VaR sagt wie oft, der CVaR wie schlimm |
5213258 |
07.09. | Kapitel 14: Die Reihenfolge zählt, und die Zahl der Versuche auch |
b154fe8 |
07.09. | Kapitel 15 — Phase 1 abgeschlossen |
33e9a36 |
07.09. | Phase 2 beginnt: or_kern.py als gemeinsamer Unterbau |
eeea9e8 |
07.09. | Excel-Schicht nach or_kern.py, Excel_Bruecke.py umgestellt |
ed3640d |
07.09. | Phase 2 abgeschlossen: Statusauswertung, Abnahmeprüfung, Solverwechsel |
5c6cc2d |
07.09. | Plan und Fortschritt als eigene Dateien im Repo-Wurzelverzeichnis |
1c856f1 |
07.09. | Kapitel 1 der Version 03: Umformatierung durch den Editor übernehmen |
| (dieser) | 07.09. | Planungsdateien konsolidiert, CLAUDE.md kennt jetzt Version 04 |