Hinweise zu pi und der Coder/Judge-Erweiterung (MCP-Server, Web-Tests, schneller entwickeln, Fehlerbilder) aus strata-betrieb übernommen. Kapitel 2/3 und README auf Strata als Standard gebracht. deploy-pi-config.sh verlinkt jetzt auch mcp.json. Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
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Bedienungsanleitung: pi_coder
pi_coder ist ein Werkzeug, das ein lokales KI-Modell abwechselnd als Coder und Judge einsetzt, um Software automatisch zu schreiben, zu prüfen und zu verbessern — alles gesteuert über einfache Slash-Kommandos in der pi-Agent-Oberfläche.
Inhaltsverzeichnis
- Konzept: Coder und Judge
- Vorbereitung (Modell wählen, Einrichten, pi aktualisieren)
- Alternative: llama.cpp-Server (:8001)
- Neues Projekt anlegen
- Manueller Workflow: /coder → /judge → /fix → /shipit
- Automatischer Workflow: /optimize (inkl. Schneller entwickeln, Interactive-Modus)
- Kleine Änderungen: /patch und /quick_check
- Dokumentation generieren: /update_doku
- Versionsverwaltung: /version
- TASK.md verstehen und nutzen
- Werkzeuge für pi: MCP-Server
- Web-Anwendungen testen
- Typische Anwendungsfälle
- Fehlermeldungen und Lösungen
1. Konzept: Coder und Judge
pi_coder verwendet zwei Rollen — bedient von einem einzigen Modell, das je nach Aufgabe eine andere Persona annimmt:
Coder-Persona: Schreibt und repariert Code. Liest die Aufgabe aus TASK.md, implementiert
sie, führt Tests aus und erstellt Git-Commits.
Judge-Persona: Überprüft den Code mit dem Blick eines skeptischen Senior-Entwicklers.
Prüft Korrektheit, Robustheit, Randfälle, Sicherheit und Produktionsreife. Maßstab für das Urteil
sind TASK.md und, falls vorhanden, SPEC.md:
PASS— alle Anforderungen erfüllt, Tests grün, kein Blocker und kein MajorPASS WITH CONCERNS— alle Anforderungen erfüllt, aber mindestens ein Major: ein konkretes Risiko im geforderten Einsatz, mit Reproduktion (wird wieFAILbehandelt, außer du verwendest--approve-concerns)FAIL— eine Anforderung fehlt, Tests schlagen fehl oder ein reproduzierbarer Fehler im geforderten Verhalten
Härtung über die Anforderungen hinaus, Skalierung, Stil und Wünsche schreibt der Judge unter „Hinweise“. Sie
ändern das Urteil nicht, und der Coder bearbeitet sie bei /fix nicht. Ein Major ohne Reproduktion gilt als
Hinweis. Ohne diese Regeln urteilte der Judge mit Strata am 15.10.2026 in keiner Aufgabe PASS.
Judge und Freigabeprüfung berichten kurz: keine Tabelle bestandener Prüfungen, Blocker und Major vollständig mit
Fundstelle, Minor, fehlende Tests und Hinweise höchstens 5 Punkte je Abschnitt. Grund: Lange Berichte kosten
Rechenzeit und bleiben im Kontext jeder weiteren Runde (Messung im Repo strata-betrieb, FUNKTIONSWEISE).
Die Umschaltung zwischen den Rollen erfolgt über unterschiedliche System-Prompts, die die Extension automatisch vor jeder Inference einsetzt. Es läuft kein zweiter Server.
Der Grundgedanke: Coder und Judge haben keine „Höflichkeitsschranke" zueinander — der Judge kritisiert direkt und konkret, der Coder repariert ohne Widerspruch.
2. Vorbereitung
Modell wählen
Coder und Judge sind ein Modell. Standard ist strata/qwen3.8-flash-next-iq3_s, der lokale Strata-Server auf
127.0.0.1:9090. Seinen Betrieb (Start, GPU-Freigabe, Entladen nach 10 Minuten, Bilder) beschreibt
~/nvme2n1p7_home/strata-betrieb/BEDIENUNGSANLEITUNG.md. Ist das Modell entladen, lädt Strata es bei der ersten
Anfrage; die Bereitschaftsprüfung der Extension wartet darauf bis zu 3 Minuten.
Ein anderes Modell aus models.json setzt die Umgebungsvariable PI_CODER_MODEL=<provider>/<id> beim Start von pi,
z. B. der llama.cpp-Server aus Kapitel 3:
PI_CODER_MODEL=llama-cpp-single/coding_model pi
Freie Eingaben (ohne Slash-Befehl) nutzen pis eigenes Standardmodell aus ~/.pi/agent/settings.json.
--provider/--model ändern es für einen Lauf, ohne die globalen Einstellungen anzufassen:
pi --provider strata --model qwen3.8-flash-next-iq3_s
Bilder (Screenshots, read auf PNG/JPG, Browser-Screenshots) erreichen nur Modelle, die in models.json
"input": ["text", "image"] haben. Strata ist so eingetragen. Bei anderen Modellen meldet pi „Current model does not
support images“ und lässt das Bild weg.
Einrichten
Einmalig und nach Änderungen an models.json oder settings.json:
cd ~/pi_coder_v2
./deploy-pi-config.sh
Das Skript verlinkt pi-coding-extension.ts und mcp.json nach ~/.pi/agent/. Änderungen im Repo gelten
damit ab dem nächsten pi-Start (oder /reload), auch noch nicht committete, und pi mcp add schreibt direkt ins
Repo. models.json wird kopiert, aus settings.json nur die Liste packages übernommen. Eine abweichende alte
Datei sichert das Skript vorher als .bak.
pi öffnen
pi im Projektordner starten, also dort, wo der Code liegt, nicht in ~/pi_coder_v2:
cd ~/MeinProjekt
pi
pi aktualisieren
pi update ersetzt pis Programmdateien. Ein pi, das dabei läuft, findet danach Teile seines eigenen Codes nicht mehr,
und jede Modellanfrage scheitert (siehe Fehlermeldungen). Deshalb
nur aktualisieren, wenn kein pi läuft, oder alle laufenden pi danach neu starten.
3. Alternative: llama.cpp-Server (:8001)
Nur nötig, wenn Coder und Judge statt Strata das Modell llama-cpp-single/coding_model nutzen sollen: Qwen3.6-27B
IQ4_XS im Docker-Container coding_model auf einer GPU. Danach pi mit PI_CODER_MODEL=llama-cpp-single/coding_model
starten (siehe Modell wählen).
GPU-Zuordnung
Der Server läuft standardmäßig auf GPU 1 (überschreibbar):
./start-coding-server.sh # GPU 1 (Standard)
GPU_DEVICE=0 ./start-coding-server.sh # GPU 0
Auf einem System mit mehreren GPUs empfiehlt es sich, GPU 0 (Display) freizuhalten und GPU 1 für den KI-Server zu verwenden.
Wichtig: Andere GPU-Prozesse (z. B. TTS-Dienste, Ollama) auf der verwendeten GPU können VRAM belegen und dazu führen, dass der Server nicht startet. Im Zweifel prüfen:
nvidia-smi --query-gpu=index,name,memory.used,memory.free --format=csv
Server starten
cd ~/pi_coder_v2
./start-coding-server.sh
Erwartete Ausgabe:
[*] Verwende HF_HOME = /home/.../huggingface
[*] GPU device = 1
[✓] Single-Server (:8001) bereit
Dauer: bis zu 5 Minuten. Danach ist das Modell im VRAM und sofort antwortbereit.
Server stoppen
./stop-coding-server.sh
Status prüfen
./status-coding-server.sh
Alternativer Modellpfad
Falls die GGUF-Datei an einem anderen Ort liegt:
HF_HOME=/mnt/daten/huggingface ./start-coding-server.sh
4. Neues Projekt anlegen
Kommando
/new_project <pfad>
Beispiel
/new_project ~/Python_Programs/mein_tool
Was passiert:
- Verzeichnis
~/Python_Programs/mein_toolwird angelegt git initwird ausgeführt.gitignorewird mit Standardeinträgen angelegt und committed
Wichtig: pi agent wechselt nicht automatisch in das neue Verzeichnis — die Session bleibt im aktuellen Verzeichnis. Nach dem Anlegen:
cd ~/Python_Programs/mein_tool
pi
Dann kannst du /coder oder /optimize mit dem neuen Projekt verwenden.
5. Manueller Workflow
Der manuelle Workflow gibt dir volle Kontrolle über jeden Schritt.
Schritt 1: /coder — Aufgabe übergeben
/coder <auftrag>
Der Coder:
- Legt
TASK.mdim aktuellen Verzeichnis an (oder hängt an bestehende an) - Liest
TASK.mdund implementiert den Auftrag - Führt Tests oder Build-Checks aus
- Erstellt einen Git-Commit
Beispiel:
/coder Schreibe ein Python-Kommandozeilenprogramm 'textcount'. Es soll eine Textdatei als Argument nehmen und folgendes ausgeben: Anzahl Zeichen, Wörter, Zeilen und die 5 häufigsten Wörter (ohne Stoppwörter).
Typische Ausgabe des Coders:
Implementierung abgeschlossen.
- src/textcount.py erstellt (Hauptprogramm)
- tests/test_textcount.py erstellt (Unit-Tests)
- requirements.txt angelegt (keine externen Abhängigkeiten)
- Alle 8 Tests bestanden
- Commit: feat: implement textcount CLI tool
Risiken: Stoppwortliste nur Deutsch/Englisch, keine Konfigurations-Option.
Schritt 2: /judge — Code überprüfen lassen
/judge
Optionaler Fokus:
/judge Besonderes Augenmerk auf Fehlerbehandlung und Edge Cases
Der Judge:
- Liest
TASK.mdund prüft ob alle Anforderungen umgesetzt sind - Analysiert
git show HEAD - Führt Tests aus
- Gibt ein strukturiertes Urteil aus
Beispiel-Ausgabe PASS WITH CONCERNS:
Urteil: PASS WITH CONCERNS
Blocker: keine
Major:
- Nicht-existente Datei: Traceback statt Meldung und Exit-Code 2 (TASK.md verlangt Exit 2).
Reproduktion: python3 textcount.py fehlt.txt; echo $? → Traceback, Exit 1
Minor:
- Fehlermeldung nennt den Dateinamen nicht
Fehlende Tests:
- Test für leere Datei fehlt
- Test für Datei mit nur Leerzeichen fehlt
Hinweise (ändern das Urteil nicht):
- Bei sehr großen Dateien (>1 GB) wird alles in den RAM geladen
- Keine --version Flag
Konkrete Fix-Aufträge:
1. FileNotFoundError abfangen, Meldung mit Dateiname, exit(2)
2. Test für leere Eingabedatei
Beispiel-Ausgabe FAIL:
Urteil: FAIL
Blocker:
- textcount.py importiert 'collections.Counter' aber das ist nicht installiert
(Counter ist stdlib, aber der Import-Fehler tritt bei Python < 3.9 auf)
- ./textcount.py existiert nicht — tests/test_textcount.py schlägt komplett fehl
Major: ...
Schritt 3: /fix — Kritik beheben
/fix
Optionaler Hinweis:
/fix Den Major-Punkt mit der Stoppwortliste kannst du weglassen, das ist kein Produktionsprojekt
Der Coder arbeitet die Judge-Kritik ab (Blocker zuerst, dann Major, dann Minor) und erstellt einen neuen Commit.
Schritt 4: /shipit — Finale Freigabe
/shipit
Der Judge gibt ein finales Urteil:
SHIP— bereit für ProduktionNO-SHIP— noch Probleme offen
Beispiel:
Urteil: SHIP
Letzte Blocker: keine
Restrisiken:
- Kein Streaming für sehr große Dateien (dokumentiert in README)
Empfohlene Sofortmaßnahmen: keine
6. Automatischer Workflow: /optimize
/optimize führt den gesamten Coder→Judge→Fix-Zyklus automatisch durch.
Syntax
/optimize <auftrag> [--rounds N] [--with-doku] [--continue] [--interactive]
[--no-tests] [--approve-concerns] [--test-cmd "cmd"] [--test-timeout N]
--rounds N— maximale Anzahl Runden (Standard: 2)--with-doku— nach SHIP automatisch/update_dokuausführen--continue— überspringt die Implementierungsphase und startet direkt mit dem Judge→Fix-Zyklus ab dem aktuellen Code-Stand. Nützlich wenn man bereits manuell/coder,/judgeund/fixdurchgeführt hat und den Rest automatisieren möchte.--interactive— pausiert nach erstem PASS für einen menschlichen Checkpoint. Details: siehe Interactive-Modus weiter unten.--no-tests— überspringt die automatische Test-Erkennung. Sinnvoll wenn keine Test-Suite vorhanden ist oder Tests über externe Infrastruktur laufen.--approve-concerns— behandelt „PASS WITH CONCERNS" wie „PASS": kein ShipIt-Call, direktes SHIP. Standardmäßig löst PASS WITH CONCERNS immer einen Coder-Fix aus.--test-cmd "befehl"— überschreibt die automatische Test-Erkennung mit einem eigenen Befehl (z.B.--test-cmd "pytest tests/ -x").--test-timeout N— maximale Laufzeit pro Test-Befehl in Sekunden (Standard: 120).
PASS WITH CONCERNS — wichtig
Ohne --approve-concerns gilt PASS WITH CONCERNS wie FAIL — der Coder bekommt
einen Fix-Auftrag und der Loop geht weiter. Erst sauberes PASS beendet die Schleife.
Mit --approve-concerns gilt PASS WITH CONCERNS als bestanden.
Beispiel: einfacher Auftrag
/optimize Schreibe ein Rust-Programm 'genpw' das sichere Passwörter generiert. Optionen: --length N (Standard 16), --count N (Standard 1), --no-symbols, --no-numbers.
Was im Hintergrund passiert:
Phase 1: Coder implementiert...
Phase 2: Runde 1/2: Judge — TASK.md + letzter Commit + Tests...
→ Urteil: FAIL (2 Blocker)
Phase 3: Runde 1/2: Coder fixt...
Phase 4: Runde 2/2: Judge — TASK.md + letzter Commit + Tests...
→ Urteil: PASS
✓ PASS nach Runde 2 → SHIP
[Dialog: Version → v0.1.0 (empfohlen)]
Bei PASS WITH CONCERNS (ohne --approve-concerns):
→ Urteil: PASS WITH CONCERNS (Major: fehlendes --help)
Phase 3: Runde 2/2: Coder fixt Concerns...
Phase 4: Runde 3/3: Judge...
→ Urteil: PASS
✓ PASS → SHIP
Bei klarem PASS entfällt die ShipIt-Runde — es wird direkt SHIP ausgelöst.
Während des Ablaufs zeigt die Statuszeile die aktuelle Phase — mit laufendem Timer:
◉ Coder implementiert: Login-Flow mit JWT [01:23]
◉○ Runde 1/2: Judge — TASK.md + letzter Commit + Tests [00:47]
●◉ Runde 1/2: Coder fixt — fehlendes Null-Check [01:05]
●● ✓ PASS nach Runde 2/2 — SHIP
🚀 SHIP – produktionsreif
Steht der Timer still, hängt der Prozess — dann /cancel verwenden.
Beispiel: mehr Runden
/optimize Implementiere einen vollständigen REST-API-Client für die GitHub API in Python mit Rate-Limiting, Retry-Logic und Caching --rounds 5
Beispiel: mit automatischer Dokumentation
/optimize Schreibe ein Go-Tool 'logfilter' das Logdateien nach Regex-Muster filtert --with-doku
Nach SHIP werden automatisch ausgeführt:
- Code-Kommentare einfügen
- README.md schreiben
- BEDIENUNGSANLEITUNG.md schreiben
- LICENCE.md anlegen (falls noch nicht vorhanden)
Vom manuellen Workflow in den automatischen wechseln
Du hast bereits /coder, /judge und /fix manuell durchgeführt und möchtest
den Rest automatisch ablaufen lassen:
/optimize --continue
/optimize --continue --rounds 5
/optimize --continue --with-doku
Die Implementierungsphase wird übersprungen — der Judge prüft sofort den aktuellen Stand und der Fix-Zyklus läuft automatisch bis PASS oder max. N Runden.
Schneller entwickeln
Eine lange Sitzung an einem Tauri-Projekt mit Strata dauerte 12 Stunden, davon rund 9 Stunden Warten auf den
nächsten Befehl (Messung: ~/nvme2n1p7_home/strata-betrieb/FUNKTIONSWEISE.md, „Messwerte“). Was schneller macht, nach
Wirkung:
- Eine Schleife statt einzelner Befehle. Für einen weiteren Auftrag am selben Projekt
/optimize --continue "Zusatzauftrag …" --rounds 5 --test-cmd "…"statt/judge,/fixund/shipitvon Hand. Die Schleife geht ohne Pause von Prüfung zu Reparatur. - Neue pi-Sitzung je Auftrag (pi neu starten). Der Kontext beginnt klein; in der gemessenen Sitzung lag der
Prompt im Median bei 126 000 Tokens. Was pi wissen muss, steht in
TASK.mdund in Git. - Teure Builds erst zur Freigabe. Im Auftrag z. B.: „In den Fix-Runden nur
cargo testundnpm run build;npx tauri builderst bei der Freigabe.“ - Kurze Berichte sind Standard (siehe Konzept).
- Ein schnelleres Cloud-Modell (
PI_CODER_MODEL=openrouter/…) ist die letzte Stufe: kostet Geld, und der Code geht nach außen.
Loop-Erkennung
Wenn zweimal hintereinander dieselbe Beanstandung auftritt, bricht /optimize ab:
⚠ Schleife: Gleicher Blocker zweimal – manuelle Intervention nötig
Verglichen wird der Blocker-Abschnitt des Judges. Steht dort nur „Keine“, werden stattdessen die Major-Punkte verglichen; fehlen beide Abschnitte, der ganze Judge-Text. Zwei Runden mit „Blocker: Keine“, aber verschiedenen Major-Punkten sind also keine Schleife.
In diesem Fall: /judge manuell ausführen, Blocker lesen, mit /fix manuell eingreifen.
Max. Runden ohne PASS
⚠ 2 Runden durchlaufen ohne PASS. Bitte manuell prüfen.
Dann: /judge und /fix manuell für gezielte Eingriffe.
Mit --rounds N kann die Grenze hochgesetzt werden, z.B. --rounds 5 für komplexe Aufgaben.
Interactive-Modus
Mit --interactive pausiert /optimize nach dem ersten PASS und wartet auf menschliches
Feedback — bevor das abschließende SHIP ausgelöst wird.
/optimize Implementiere Feature X --interactive
Typischer Ablauf:
Phase 1: Coder implementiert...
Phase 2: Judge prüft...
→ Urteil: PASS
⏸ PASS erreicht. Weitere Features? /continue "Zusatzauftrag" — oder /continue zum Shippern.
Jetzt hast du drei Optionen:
Option A: Direkt shippern
/continue
→ ShipIt wird gestartet, Version-Dialog erscheint.
Option B: Zusatzauftrag hinzufügen
/continue "Füge außerdem eine --verbose Option hinzu"
→ Coder implementiert den Zusatz, dann läuft der Judge-Loop erneut an.
→ Nach erneutem PASS erscheint der Checkpoint wieder — du kannst beliebig viele
Iterationen anhängen, bevor du mit /continue zum SHIP gehst.
Option C: Abbrechen
/cancel
→ Loop wird abgebrochen, kein SHIP.
Timeout: Wenn du 30 Minuten lang nichts eingibst, bricht /optimize automatisch ab.
Wann ist --interactive sinnvoll?
- Wenn der Auftrag aus mehreren voneinander abhängigen Features besteht
- Wenn du nach jeder fertigen Stufe entscheiden möchtest, ob du weitermachst
- Wenn du sicherstellen willst, dass nichts unbeabsichtigt committed wird
7. Kleine Änderungen: /patch und /quick_check
Für minimale Korrekturen — kein voller Review-Zyklus, keine TASK.md-Änderungen.
/patch — kleine Änderung umsetzen
/patch <beschreibung der änderung>
Der Coder ändert ausschließlich das Beschriebene, prüft ob es noch kompiliert/startet und erstellt einen Commit.
Beispiele:
/patch Mindestpasswortlänge von 4 auf 8 Zeichen erhöhen
/patch Fehlermeldung bei ungültigem Argument von stderr auf stdout umleiten
/patch Versionsnummer in Cargo.toml von 0.1.0 auf 0.2.0 erhöhen
/patch Die Funktion parse_args() soll bei fehlendem --input-Argument eine sinnvolle Hilfsnachricht ausgeben statt zu paniken
/quick_check — Änderung schnell prüfen lassen
/quick_check [was geprüft werden soll]
Der Judge schaut sich git show HEAD an und gibt nur OK oder PROBLEM zurück.
Beispiele:
/quick_check
/quick_check Prüfe ob die Mindestlängen-Änderung korrekt umgesetzt ist und keine Randfälle fehlen
Typische Ausgaben:
Urteil: OK
Die Änderung in src/main.rs Zeile 47 ist korrekt. Mindestlänge wird jetzt
sowohl bei --length als auch im Standardfall geprüft.
Urteil: PROBLEM
src/lib.rs Zeile 23: Der neue Mindestwert von 8 wird nur bei --length geprüft,
nicht beim Standardwert (16). Wenn jemand --length 6 übergibt, schlägt die
Validierung korrekt fehl, aber der Standardfall ist nicht abgedeckt.
Fix: Validierung in die Funktion generate_password() verschieben statt in parse_args().
Typischer /patch + /quick_check Workflow
/patch Timeout bei HTTP-Requests von 30 auf 10 Sekunden setzen
(Coder ändert, committet)
/quick_check Prüfe ob der Timeout auch bei Retry-Versuchen korrekt gilt
(Judge gibt OK oder zeigt konkretes Problem)
8. Dokumentation generieren: /update_doku
Nach Abschluss der Entwicklung (nach /shipit oder /optimize) erstellt /update_doku
vier Dinge automatisch:
- Code-Kommentare — erklärt das WARUM in den Quelldateien (Deutsch)
- README.md — Entwicklerperspektive: Installation, Build, Verwendung
- BEDIENUNGSANLEITUNG.md — Endnutzerperspektive: einfach, ohne Jargon
- LICENCE.md — proprietäre Lizenz mit aktuellem Jahr und Inhaber aus
git config user.name(wird nur angelegt wenn noch keineLICENCE.mdvorhanden ist — existierende Lizenzen werden nie überschrieben)
/update_doku
Inkrementelles Update
/update_doku merkt sich via Git-Tags welche Dateien seit dem letzten Lauf geändert wurden.
Nur geänderte Quelldateien werden neu kommentiert — unveränderte bleiben unangetastet.
Code-Kommentare: keine Änderungen seit letztem Lauf – übersprungen.
README.md: 2 Datei(en) geändert – wird geprüft
BEDIENUNGSANLEITUNG.md: 2 Datei(en) geändert – wird geprüft
LICENCE.md: bereits vorhanden – übersprungen.
Zusammen mit /optimize
/optimize Implementiere Feature X --with-doku
Führt nach SHIP automatisch /update_doku aus.
9. Versionsverwaltung: /version
pi_coder verwaltet Versionsnummern im SemVer-Format (vMAJOR.MINOR.PATCH) automatisch —
basierend auf den Commit-Messages des generierten Codes.
Wie Commit-Messages die Version bestimmen
Der Coder verwendet standardmäßig das Conventional-Commits-Format:
| Commit-Prefix | Beispiel | Bump-Typ |
|---|---|---|
feat!: oder BREAKING CHANGE |
feat!: API komplett überarbeitet |
major (v1.0.0 → v2.0.0) |
feat: |
feat: CSV-Export hinzugefügt |
minor (v1.0.0 → v1.1.0) |
fix:, chore:, andere |
fix: Crash bei leerer Datei |
patch (v1.0.0 → v1.0.1) |
Automatisch nach SHIP
Nach einem erfolgreichen SHIP-Verdikt in /optimize oder /shipit erscheint automatisch
ein Dialog:
┌─ Version ──────────────────────────────────────────────┐
│ Aktuelle Version: v1.2.3. Commits seit letztem Tag: │
│ minor-Bump erkannt. │
│ │
│ patch → v1.2.4 │
│ minor → v1.3.0 (empfohlen) │
│ major → v2.0.0 │
│ Überspringen │
└─────────────────────────────────────────────────────────┘
Du kannst den empfohlenen Wert bestätigen oder manuell einen anderen wählen.
Manuell aufrufen
/version
Nützlich wenn du den Tag nachträglich setzen möchtest oder nach manuellen Commits.
Was passiert nach der Auswahl
- Die Versionsnummer wird in die Projekt-Manifest-Datei geschrieben (falls vorhanden):
package.json→npm version --no-git-tag-version X.Y.ZCargo.toml→version = "X.Y.Z"in[package]pyproject.toml→version = "X.Y.Z"in[project]VERSION→ DateiinhaltvX.Y.Z
- Commit:
chore: bump version to vX.Y.Z - Git-Tag:
vX.Y.Zwird gesetzt
Wenn keine der genannten Dateien vorhanden ist, wird nur der Git-Tag gesetzt.
Erstes Mal — kein Tag vorhanden
┌─ Version ──────────────────────────────────────────────┐
│ Noch kein Versions-Tag vorhanden. │
│ │
│ patch → v0.0.1 │
│ minor → v0.1.0 (empfohlen) │
│ major → v1.0.0 │
│ Überspringen │
└─────────────────────────────────────────────────────────┘
Empfehlung: v0.1.0 für ein frisches, funktionierendes Projekt; v1.0.0 wenn es
sofort produktionsreif ist.
10. TASK.md verstehen und nutzen
TASK.md ist die persistente Aufgabenbeschreibung im Projektverzeichnis. Sie wird von
allen Kommandos als Referenz gelesen.
Erstellt von /coder und /optimize
Beim ersten /coder-Aufruf:
# Aufgabe
Schreibe ein Python-Kommandozeilenprogramm 'textcount'...
## Erstellt
2026-05-19T14:30:00.000Z
## Status
- [ ] Implementierung
- [x] Review bestanden (PASS)
- [ ] Produktionsreif (SHIP)
Zusatzauftrag hinzufügen
Wenn du später /coder mit einer neuen Aufgabe aufrufst, wird TASK.md erweitert statt überschrieben:
/coder Füge zusätzlich eine --csv-Option hinzu, die das Ergebnis als CSV ausgibt
# Aufgabe
[...ursprüngliche Aufgabe...]
---
## Zusatzauftrag
2026-05-19T15:45:00.000Z
Füge zusätzlich eine --csv-Option hinzu...
## Status
- [ ] Implementierung
- [ ] Review bestanden (PASS)
- [ ] Produktionsreif (SHIP)
Status-Checkboxen
Die Checkboxen werden automatisch abgehakt:
[x] Implementierung— nach erfolgreichem/coderoderPhase 1von/optimize[x] Review bestanden (PASS)— nach PASS durch/judgeoder in/optimize[x] Produktionsreif (SHIP)— nach SHIP durch/shipitoder/update_doku
11. Werkzeuge für pi: MCP-Server
Eingetragen in mcp.json dieses Repos, nach ~/.pi/agent/mcp.json verlinkt (pi mcp list zeigt den Zustand). Sie
gelten in jeder pi-Sitzung, auch in der Coder/Judge-Schleife:
| Server | Version | Zweck |
|---|---|---|
playwright |
@playwright/mcp@0.0.83 |
Web-Apps in einem headless Chrome bedienen (siehe Kapitel 12) |
context7 |
@upstash/context7-mcp@4.1.1 |
aktuelle Doku von Bibliotheken nachschlagen (resolve-library-id, query-docs), damit das Modell keine veralteten APIs erfindet; Anfragen gehen an context7.com |
codemode: pi beschreibt MCP-Werkzeuge dem Modell nicht einzeln. Das Modell schreibt ein kurzes JavaScript, das sie
aufruft (tools.mcp__context7__query_docs(...)). Beide Server zusammen kosten so nur rund 870 Prompt-Tokens.
Context7 benutzen: im Auftrag den Server und die Bibliothek mit Version nennen, ein Thema je Frage, z. B.:
Schlage mit context7 in der aktuellen Doku von Tauri 2 nach: Wie sende ich aus einem Rust-Command
Fortschritts-Events an das Frontend? Kurzes Beispiel für beide Seiten, nenne die Bibliotheks-ID.
In /optimize-Aufträgen hilft der Satz „Schlage unklare APIs mit context7 nach, bevor du sie benutzt.“
API-Key: mcp.json enthält nur den Verweis "CONTEXT7_API_KEY": "${CONTEXT7_API_KEY}". Der Key selbst gehört in
die Umgebung, z. B. export CONTEXT7_API_KEY=… in ~/.bashrc. Fehlt die Variable, startet pi den Server nicht
(pi mcp list: context7: failed, „Failed to resolve … env "CONTEXT7_API_KEY"“). Steht der export in ~/.bashrc
nach der Abfrage auf interaktive Shells, gilt das für Skripte, Cron und Dienste. Prüfen, ob der Key beim Server
ankommt (zeigt nur die Länge):
tr '\0' '\n' < /proc/$(pgrep -f context7-mcp | head -1)/environ | grep '^CONTEXT7_API_KEY=' | cut -d= -f2- | wc -c.
Den Einrichtungsassistenten npx ctx7 setup nicht benutzen: Er schreibt den Key im Klartext in die Konfiguration.
Weitere Server nur bei Bedarf, z. B. Serena (Code-Navigation über Language Server, lohnt bei großen Projekten)
oder ein Forgejo-Server (Issues, Pull Requests). Unnötig sind Dateisystem-, Git- oder Fetch-Server: Das können
bash, read und research_web schon. Versionen fest wählen, nur eine Version, die mindestens zwei Wochen alt ist.
12. Web-Anwendungen testen
pi testet Web-Apps über den MCP-Server playwright in einem headless Chrome (der installierte, --browser chrome),
nie über Klicks auf dem Desktop. Die Seite kommt als Text (Accessibility-Baum) beim Modell an; dafür reicht jedes
Textmodell. Für die Optik kann pi Screenshots machen; die sieht nur ein bildfähiges Modell (siehe
Modell wählen).
pi --provider strata --model qwen3.8-flash-next-iq3_s
# dann z. B.: Teste http://127.0.0.1:5173/ mit den Browser-Werkzeugen: fülle das Formular aus, sende es ab
# und nenne das Ergebnis wörtlich. Mach danach einen Screenshot und prüfe das Layout.
Für Projekte ist eine Playwright-Testsuite verlässlicher: reproduzierbar, auch in CI. Im Auftrag an /optimize:
„Schreibe Playwright-E2E-Tests (@playwright/test, headless, channel: 'chrome', webServer startet die App).“ und
--test-cmd "npm test && npx playwright test" --test-timeout 900. channel: 'chrome' nutzt den installierten Chrome,
npx playwright install ist dann nicht nötig.
Inhalte prüft man über Snapshot oder Testsuite; Screenshots kosten Zeit und sind ungenauer. Messwerte mit Strata und
die Einrichtung anderer Agenten (Hermes, OpenCode): ~/nvme2n1p7_home/strata-betrieb/BEDIENUNGSANLEITUNG.md,
„Web-Anwendungen testen“.
13. Typische Anwendungsfälle
Neues Rust-Programm von Null
# 1. Verzeichnis anlegen
/new_project ~/Rust_Programs/mein_tool
# 2. Terminal: in Verzeichnis wechseln und pi neu starten
# cd ~/Rust_Programs/mein_tool && pi
# 3. In pi: vollautomatisch implementieren + dokumentieren
/optimize Schreibe ein Rust-CLI-Tool 'csvfilter' das CSV-Dateien zeilenweise filtert. Optionen: --column NAME, --value WERT, --regex. Ausgabe auf stdout. --with-doku
Bestehendes Projekt verbessern
# In pi, im Projektverzeichnis:
/coder Refaktoriere die Datenbankschicht: ersetze das raw-SQL durch sqlx mit typsicheren Queries. Alle Tests müssen danach noch laufen.
/judge
/fix
/shipit
Schnelle Bugfixes
/patch Die Funktion split_csv() schlägt bei Feldern mit eingebetteten Kommas fehl (RFC 4180 nicht implementiert)
/quick_check
Repo ohne Test-Suite oder mit externer CI
# Test-Erkennung überspringen — Judge bewertet nur den Code
/optimize "Implementiere Feature X" --no-tests
# Externe Test-Suite explizit angeben
/optimize "Implementiere Feature X" --test-cmd "make integration-test"
Schneller Loop ohne ShipIt-Runde
# Für Projekte wo "PASS WITH CONCERNS" ausreicht:
/optimize "Kleines Refactoring" --approve-concerns
# Kombination: kein Test, PASS WITH CONCERNS akzeptieren, 1 Runde
/optimize "Typo-Fix in Fehlermeldungen" --rounds 1 --no-tests --approve-concerns
Versionsnummer nach der Entwicklung setzen
# Nach SHIP: Dialog erscheint automatisch
/optimize Neues Feature X --rounds 2
# → SHIP → Dialog → "minor → v1.1.0" wählen → Tag gesetzt
# Oder manuell:
/version
Kommentarlosen Legacy-Code dokumentieren
# Nur Kommentare und Dokumentation, kein Code ändern:
/update_doku
Schrittweise mit manuellem Review
/coder Implementiere OAuth2-Login mit GitHub
# → Code lesen, verstehen
/judge Besonderes Augenmerk auf Token-Speicherung und CSRF-Schutz
# → Judge-Bericht lesen
/fix Ignoriere den Minor-Punkt mit der Logging-Verbosität, das ist Absicht
/shipit
Experiment: mehrere Runden explizit
/optimize Schreibe einen vollständigen Markdown-Parser mit AST in Python --rounds 5
Schrittweise Features hinzufügen mit --interactive
# Erst Grundgerüst implementieren und PASS abwarten:
/optimize Schreibe ein CLI-Tool 'filewatch' das Dateiänderungen überwacht --interactive
# Nach PASS erscheint: ⏸ PASS – warte auf /continue…
# Option A: Genug, direkt shippern:
/continue
# Option B: Weiteres Feature anhängen:
/continue "Füge außerdem einen --filter GLOB-Parameter hinzu"
# → Coder implementiert, Judge prüft erneut, PASS → Checkpoint wieder aktiv
# Nochmal erweitern:
/continue "Füge --output-log DATEI hinzu um Änderungen zu protokollieren"
# Fertig → shippern:
/continue
14. Fehlermeldungen und Lösungen
"Urteil unklar: … Judge-Urteil nicht erkennbar"
Ursache: In der Judge-Antwort steht keine Zeile „Urteil: PASS | PASS WITH CONCERNS | FAIL“. Markdown dazwischen
wird erkannt (## Urteil: **PASS**, **Urteil:** FAIL); fehlt das Wort ganz, gilt die Runde als nicht bestanden.
Lösung: Antwort im Chat lesen, dann /judge erneut oder /fix mit der Kritik.
"Modell-Datei nicht gefunden"
[!] Modell-Datei nicht gefunden: /home/.../models/qwen3/Qwen3.6-27B-Uncensored-...gguf
Ursache: Die GGUF-Datei liegt nicht am erwarteten Ort.
Lösung:
# Pfad prüfen:
ls $HF_HOME/models/qwen3/
# Oder mit explizitem Pfad starten:
HF_HOME=/korrekter/pfad ./start-coding-server.sh
Server startet nicht / HTTP nicht erreichbar
[!] HTTP-Server wurde nicht rechtzeitig erreichbar.
Ursachen und Lösungen:
-
Zu wenig VRAM — Container bricht beim Laden ab:
docker logs coding_model | tail -50 # Suche nach: "CUDA out of memory" oder "failed to allocate"→ Kontext reduzieren:
-c 65536statt-c 262144instart-coding-server.sh -
GPU nicht verfügbar:
nvidia-smi # GPU sichtbar? # GPU 1 testen: docker run --gpus '"device=1"' --rm nvidia/cuda:12.0-base nvidia-smi # Andere GPU testen: GPU_DEVICE=0 ./start-coding-server.sh -
Port 8001 bereits belegt:
ss -tlnp | grep 8001 docker ps -a # alter Container noch vorhanden? ./stop-coding-server.sh ./start-coding-server.sh
"Cannot find module … chunks" nach pi update
Cannot find module '…/pi-coding-agent/dist/bundle/chunks/openai-completions-….js'
Ursache: pi wurde aktualisiert (pi update), während diese pi-Sitzung lief. Jede Modellanfrage scheitert sofort;
/optimize läuft dann mit leeren Antworten durch, ohne zu arbeiten.
Lösung: pi beenden und neu starten, dann den Befehl wiederholen (bei /optimize mit --continue).
pi -p hängt in Skripten
Ursache: pi -p "…" liest zusätzlich stdin, wenn das kein Terminal ist, und wartet auf dessen Ende.
Lösung: pi … -p "…" </dev/null.
"Current model does not support images"
Ursache: Das gewählte Modell ist in models.json nicht als bildfähig eingetragen; pi lässt das Bild weg.
Lösung: Ein bildfähiges Modell wählen, z. B. Strata (siehe Modell wählen).
"Agent is already processing a prompt"
Ursache: Ein Kommando wurde aufgerufen während pi agent noch auf eine Antwort wartet.
Lösung: Warten bis die aktuelle Antwort fertig ist, dann das Kommando wiederholen.
Bei /optimize passiert das automatisch — der interne Mechanismus wartet auf idle.
"edits[n] ... oldText must match exactly"
Ursache: Der interne pi-agent-Edit-Mechanismus hat beim Anwenden mehrerer Änderungen an derselben Datei versagt.
Was pi_coder dagegen tut: Ein tool_call-Hook in der Extension sortiert
Mehrfach-Edits automatisch von hinten nach vorne (Bottom-up-Reordering), sodass
frühere Edits spätere Positionen nicht verschieben. Zusätzlich steht das apply_patch-Tool
bereit, das GNU patch -p1 mit Fuzzy-Matching nutzt.
Falls es trotzdem auftritt: Das Modell manuell anweisen:
Lies die Datei neu ein und wende die Änderungen als unified diff mit apply_patch an.
"N Runden ohne PASS" / Loop-Erkennung schlägt an
⚠ Derselbe Blocker tritt erneut auf – Schleife abgebrochen.
Ursache: Der Coder kann einen bestimmten Blocker oder Concern nicht beheben — z.B. weil die Aufgabe einen Widerspruch enthält oder ein externes System fehlt.
Lösung: Manuell eingreifen:
/judge ← Judge-Bericht lesen
Dann den Blocker analysieren und entweder:
/fix Ignoriere Blocker X, das ist nicht Teil dieser Aufgabe- Den Code selbst anpassen und dann
/fixaufrufen - Die Aufgabe in TASK.md präzisieren
- Bei komplexen Aufgaben mit mehr Runden wiederholen:
/optimize --continue --rounds 5
Falls der Judge wiederholt Concerns findet, die du akzeptierst:
/optimize --continue --approve-concerns
Server läuft, aber pi wechselt nicht das Modell
Ursache: models.json oder settings.json wurde nach einer Änderung nicht neu deployt.
Lösung:
cd ~/pi_coder_v2
./deploy-pi-config.sh
# Dann /reload in pi agent
"Neues Projekt" wechselt nicht das Verzeichnis
Das ist gewollt — pi-Sessions sind an ihr Startverzeichnis gebunden.
Nach /new_project <pfad> im Terminal:
cd <pfad>
pi